Mollys Kolumne, Februar 2018

Liebe/r Leser/in,

wir kennen es bei uns gar nicht anders. Mit „wir“ meine ich unsere Menschen und uns vier Miezen, und mit „es“ meine ich, mit ihnen die Nacht über zusammen im Bett kuscheln. Nicht nur jetzt, wo es draußen so kalt ist, nein, bei uns ist das immer so üblich und alle finden es toll, sich aneinanderzuschmiegen.

Aber es soll ja Leute geben, selbst unter den Katzenhaltern, die sagen, dass das unhygienisch ist und gar nicht geht. Sie behaupten, wir würden sie beim Schlafen stören und manchmal den letzten Nerv rauben mit nächtlichem Randalieren. Ich sehe ein, dass wir Katzen uns da an gewisse Spielregeln halten müssen, aber bei uns klappt das ganz gut. Jede Samtpfote, die neu in unsere Gruppe gekommen ist, hat sich schnell an unseren Rhythmus angepasst. Kasimir wartet oft schon ungeduldig im Bett auf unser Frauchen und fragt sich, wo sie denn so lange bleibt. Sicherlich kann es schon mal vorkommen, dass einer von uns ohne böse Absicht unsere Menschen aufweckt. Zugutehalten muss man jedoch, dass sie mit uns im Arm viel besser einschlafen können, weil das Schmusen und Schnurren so beruhigend auf sie wirkt und negative Gedanken vertreibt. Das merken unsere Leute besonders im Urlaub, haben sie gesagt. Dann fehlt ihnen „was“.

Kater Kasimir wartet schon im Bett auf Frauchen
Kasimir wartet schon sehnsüchtig auf Frauchen

Ein anderer Knackpunkt ist für manche, dass wir angeblich ungebetene Gäste in Form von Ungeziefer mit ins Bett bringen, dazu noch Dreck und Keime sowie jede Menge Katzenhaare. Also mal ganz ehrlich, es gibt kaum ein reinlicheres Tier als uns Katzen. Und jeder verantwortungsvolle Tierhalter sollte uns zudem sowieso regelmäßig nach Ungezieferbefall kontrollieren und im Bedarfsfall aktiv werden. Ist doch selbstverständlich. Und wer Katzenhaare fies findet, sollte sich wohl eher keinen Stubentiger anschaffen, oder?

Übrigens kennen wir Katzen kein „ausnahmsweise“. Wer uns einmal des nächtens die Tür zum Schlafgemach geöffnet hat, wird sehen, wie hartnäckig wir auf dieses neue Privileg bestehen werden.

Katze Rebecca findet es im Bett am schönsten
Im Bett ist es am schönsten, findet Rebecca

Ich habe ja kürzlich gelesen, dass in Deutschland jede zweite Katze mit im Bett schlafen darf. Mmh, dann muss ich mal mit den anderen dreien reden, welche zwei sich da freiwillig opfern. Ich werde meinen wohligen Kuschelplatz am Fußende jedenfalls nicht mehr hergeben.

Bis zum nächsten Mal,
Deine Molly SAMTpfote

P.S.: Wie denkst Du darüber? Darf Deine Katze (oder Dein Hund) mit im Bett schlafen? Schreib mir und nutze die Kommentar-Funktion unten auf dieser Seite!

Sachspenden erwünscht

Die Weihnachtsstände von SAMT e.V. an den Adventswochenenden sind trotz der eisigen Kälte recht erfolgreich verlaufen. Es konnten einige zusätzliche Euro eingenommen werden, die zur Erfüllung der Tierschutzaufgaben benötigt werden. Die zu verlosenden Preise stammen überwiegend aus Sachspenden. Bis zum nächsten Stand im Frühjahr ist noch etwas Zeit, aber wir würden uns sehr über neue Sachspenden freuen.

SAMT Weihnachtsstand

Die Gegenstände sollten nicht zu groß und zu schwer sein. Zudem müssen die Sachen neu oder zumindest neuwertig sein, d.h. ohne Beschädigung und Gebrauchsspuren. Geeignet sind z.B.:

• Puppen, Kuscheltiere, Spielzeug
• Kinder- und Sachbücher
• Deko-Artikel
• Haushaltswaren
• Hunde- und Katzenzubehör
• Schreibwaren
• Kosmetikartikel

Jeder hat zu Hause Dinge, die er nicht mehr benötigt, die aber zu schade zum Wegwerfen sind. Vielleicht ja noch ein gut gemeintes Weihnachtsgeschenk, für das man selbst keine Verwendung hat. Die Tierschützer, und nicht zuletzt auch die Tiere, würden sich über solche Sachspenden sehr freuen. Wer etwas abzugeben hat, kann sich direkt an SAMT e.V. wenden unter Tel.: 02461/342 209 oder per E-Mail an molly@s-a-m-t.de.

 

Großer Dank für Spendenbereitschaft

Liebe Mitglieder, Tierfreunde und Spender,

viele von Euch haben sich sicherlich schon gefragt, was aus der kleinen Toulouse geworden ist, vor allem die zahlreichen Spender/innen, die uns – auch mit so vielen Herzenswünschen – unterstützt haben. Die Kleine hat es geschafft! Sie ist jetzt rund 18 Wochen alt und wir hoffen, dass sie die schlimmste Zeit hinter sich hat. Sie wird immer noch medizinisch betreut und muss viel nachholen, vor allem in Sachen Gewicht, aber wir sind zuversichtlich, da es stetig bergauf geht mit der Grammzahl.

Nun ist es an der Zeit, uns bei Euch/Ihnen allen herzlichst zu bedanken, die mit Toulouse und uns mitgefiebert und mitgelitten haben. So wie es aussieht, wird die Kleine zukünftig ein ganz normales Katzenleben führen können – Dank unserer Tierärztin und den vielen, großzügigen Spendern!

Als die Kleine zu uns kam, stand für einige von uns die Welt still, so stark hat dieses Elend an uns gerührt. Viele andere schlimme Schicksale, die uns zur gleichen Zeit heimsuchten, verblassten fast dahinter. Es gab eine Zeit vor und es wird eine Zeit nach Toulouse geben, dann, wenn die Kleine uns verlässt, um in einem neuen Auf-Immer-Zuhause ihre Menschen zu bezaubern.

Und genau hier an dieser Stelle möchte ich mich noch einmal an alle diejenigen wenden, die das Schicksal von Toulouse, unserem Kätzchen aus dem Müll, nicht kalt gelassen hat: Bitte beginnt, über die gesamte Tierhaltung nachzudenken und über den Konsum von Fleisch und Fisch. Kein Tier hat dieses Leben und Sterben verdient, wie es für Tiere, die der Lebensmittelgewinnung dienen, in Deutschland üblich ist.

Sie/Ihr alle habt in der Presse sicherlich über die Zustände im Dürener Schlachthof – dieser Schlachthof ist übrigens kein Einzelfall – erfahren, und ich versichere Euch: Das ist nur ein Teil eines fürchterlichen Lebens, den ein Tier aus Massentierhaltung mitmachen muss, ehe es unter solch grauenvollen Umständen getötet wird.

Kaum jemand wird heutzutage noch behaupten wollen, dass Tiere keine fühlenden Lebewesen sind, egal ob Haus- oder sogenannte Nutztiere, und selbst die Wissenschaft gesteht mittlerweile den Tieren ein artspezifisches Denken zu.

Wir Menschen sollten lernen, unsere Mitgeschöpfe auf Augenhöhe zu sehen, sie sind – nur anders – denkende und fühlende Wesen, die dasselbe wollen wie wir: Ein artgerechtes, glückliches, langes Leben!

Euch/Ihnen allen ein gutes neues Jahr 2018

Irene Launer-Hill
SAMT e.V. Jülich

Geschichten von der Pflegestelle

Toulouse im Winter, Teil 2

Von SAMT e.V. Wie im letzten Newsletter berichtet, ist die kleine Toulouse nach ihrem holprigen Start ins Leben unser großes Sorgenkind. Im Müll halb tot gefunden, hatte sie sich mit der Hilfe sehr lieber Menschen und viel Medizin mühsam ins Leben zurück gekämpft. Doch noch immer stand nicht alles zum Besten.

Katze Toulouse

Inzwischen ist Toulouse auf einer neuen Pflegestelle. Die vorherige Familie konnte sie aus privaten Gründen nicht mehr länger unterbringen. Schon vor dem Umzug hatte sich ein Auge der kleinen Samtpfote so schwer entzündet, dass letztlich mit dem behandelnden Tierarzt die Entscheidung getroffen wurde, das Auge nach Abschluss der restlichen Behandlung zu entfernen. Als der OP-Termin nahte, hatte die Kleine plötzlich einen Rückfall in Sachen Katzenschnupfen und musste erneut mit Antibiotika behandelt werden. Zum Glück schlug dies gut an und bei einer weiteren ärztlichen Kontrolle war ein kleines Wunder geschehen: Nicht nur, dass Toulouse mittlerweile topfit war, das Auge hatte sich entgegen aller Erwartungen deutlich verbessert, was in solchen Fällen eigentlich nie vorkommt. Somit musste es doch nicht entfernt werden. Die Pflegemama war fassungslos vor Glück.

An diesem Punkt dachte absolut jeder, dass jetzt ein neues Zuhause für die kleine Mieze gesucht werden könnte. Doch nur zwei Tage nach der freudigen Nachricht brach das Immunsystem des Kätzchens völlig zusammen, sie hatte abwechselnd Fieber und Untertemperatur. Neuerliche Gaben von Antibiotika schlugen nicht an und nur mittels Zwangsernährung war eine Fütterung möglich. Innerhalb weniger Tage vegetierte die arme Maus nur noch vor sich hin. Nun war der Punkt erreicht, an dem klar wurde: Bis hierhin und nicht weiter. Alles andere wäre Quälerei. Zu diesem Zeitpunkt war Toulouse bereits zur stationären Behandlung in der Tierarztpraxis. Allen wurde das Herz schwer und Verzweiflung trieb Tränen in die Gesichter. Wohlwissend, dass eigentlich keine Chance mehr bestand, traf SAMT zusammen mit der Tierärztin die Entscheidung, der Kleinen wenigstens noch die eine Nacht zu lassen. Vielleicht wirkten die neuen Medikamente ja doch noch?

Und am nächsten Morgen war das Wunder geschehen: Toulouse fraß selbständig ein bisschen! Und es gab wieder Hoffnung! Mit einem ganzen Arsenal an Medikamenten wurde das Kätzchen wieder ihrer Pflegemama anvertraut, die sich hingebungsvoll um die Kleine kümmerte. Tatkräftig unterstützt wurde sie dabei von ihren eigenen drei Katzen, die sofort erkannten, dass Toulouse auch ihrer Unterstützung bedurfte. Sie kuschelten wie die Weltmeister und gaben der Kleinen die dringend benötigte Wärme.

Katze Toulouse und ihre Freunde auf der Pflegestelle

Mittlerweile macht Toulouse riesengroße Fortschritte. Sie mampft richtig gut, legt endlich etwas an Gewicht zu und tobt mit ihren Kumpels durch die Wohnung. Nach draußen will sie keinesfalls, zu tief sitzen wohl noch die Erinnerungen an die Kälte. Wenn sie müde wird, kuschelt sie sich bei ihrer Pflegemama in die Halsbeuge und schläft glücklich ein.

Ganz ausgestanden ist der Katzenschnupfen noch immer nicht und nach wie vor braucht sie Medikamente, aber so wie es aussieht, hat es unser kleiner Sorgenschlumpf geschafft. Toulouse wird leben! Wir werden ihr bewegendes Schicksal auf jeden Fall weiter verfolgen.

Katze Toulouse mit Freund

Spende durch Innecken-Prüss-Stiftung

Von SAMT e.V. Auch in diesem Jahr wurde unser Verein SAMT e.V. neben mehreren anderen Vereinen der Region von der Innecken-Prüss-Stiftung mit einem großen Betrag bedacht.

Spende durch Innecken-Prüss-Stiftung

In ihrer Laudatio würdigte das Ehepaar Innecken-Prüss die Arbeit der Vereine und trugen mit ihren Geldgaben wieder einmal dazu bei, die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer zu unterstützen und das Leben von bedürftigen Menschen ein Stück weit lebenswerter zu machen. Der festlicher Rahmen im Atrium des Rathauses Niederzier und angeregte Gespräche bei einem Gläschen Sekt krönten die gelungene Veranstaltung.

Mollys Kolumne, Januar 2018

Liebe/r Leser/in,

S-p-o-n-d-y-WAS? O-s-t-e-o-HÄ? In letzter Zeit werfen unsere Menschen mit so komischen Wörtern um sich. Ich komme da einfach nicht mehr mit. Ich weiß nur, es dreht sich mal wieder alles um unsere alte Rebecca. Sie war in den letzten Monaten immer viel krank und hat viele Sorgen bereitet. Hatte Dir ja kürzlich schon davon berichtet. Ein ständiges Auf und Ab, sie hat sich aber zum Glück immer wieder berappelt. Nun ging es mit ihr leider doch langsam wieder bergab und unsere Menschen waren schon ganz verzweifelt. Rebecca benutzte kaum noch das Klöchen, und neben der Unsauberkeit fing sie auch noch an zu schreien – Tag und Nacht aus voller Kehle.

Katze Rebecca
Unsere Seniorin Rebecca

Es blieb mal wieder nur den Gang zu unserer Tierärztin. Sie fand auch schnell die Ursache für Rebeccas Leiden, allerdings war es diesmal nicht nur etwas Vorübergehendes. Dafür wurde ein Bild von Rebeccas Innerem gemacht. Verrückt, oder? Weiß gar nicht, wie das gehen soll. Ich muss noch mal ganz fest nachdenken, dann erinnere ich mich sicherlich. Ich glaube, Spondylose heißt die Krankheit und ist sowohl äußerst schmerzhaft, als auch blöderweise nicht heilbar. Um ihr Linderung zu verschaffen, muss sie nun lebenslang Schmerzmittel nehmen. Echter Mist, aber was will man machen?

Am Anfang war auch alles gut. Die Medizin wirkte hervorragend. Aber nach ein paar Wochen ging alles wieder von vorn los, trotz immer höherer Dosierungen. Unsere gute Tierärztin hatte aber zum Glück noch ein Ass im Ärmel. Sie verwies an einen Kollegen, der sich Osteopath nennt. Zu ihm mussten unsere Menschen ziemlich weit mit dem Auto fahren, aber es hat sich wohl gelohnt. Rebecca hat mir hinterher davon berichtet. Sie musste sich auf seinen Schoß legen und dann hat er sie am Rücken ganz lange abgetastet und an verschiedenen Stellen Druck ausgeübt. Gar nicht mal so unangenehm, meinte Rebecca, nette Massage. Sonst lässt sie sich nicht wirklich gerne berühren, schon gar nicht am Rücken, aber dieser Mann hat mit ihr was gemacht, was unsere Alte ganz schön verändert hat. Sie fühlte sich plötzlich wie neu geboren. Kein Schreien mehr, keine Pipipfützen mehr und auch so ist sie seitdem richtig gut drauf. Dieser Mann mit den heilenden Händen hat bei ihr mehrere Blockaden an der Wirbelsäule und den Rippen gelöst. Weiß nicht genau, was das ist, aber unsere Menschen waren auf jeden Fall sehr begeistert und schwer beeindruckt.

Schmerzmittel braucht Rebecca zur Zeit nur noch ganz wenig. Schön, wenn es auch mal anders geht, als immer nur mit Medizin.

Bis zum nächsten Mal,
Deine Molly SAMTpfote

Tier-Osteopathie

Von Beate Uhlig/SAMT e.V. Die Osteopathie ist eine manuelle, ganzheitliche Therapieform, die der Diagnose und Behandlung von Funktionsstörungen dient. Entwickelt wurde sie bereits im 19. Jahrhundert durch den amerikanischen Arzt A. T. Still. Bei Tieren fand sie erstmalig in den 70er Jahren Anwendung.

Zu Beginn waren hauptsächlich Pferde die Patienten. Schnell wurde erkannt, was für positive Auswirkungen die Osteopathie auf deren Leistung, Verhalten und Wohlbefinden hat. Es lag nahe, Hunde, Katzen und auch andere Tiere osteopathisch zu behandeln, da die Mechanismen, die bei der Entstehung von Bewegungsstörungen eine Rolle spielen, sowie die Möglichkeiten, diese durch eine osteopathische Behandlung zu lindern, bei Hund und Katze dieselben sind, wie bei Mensch und Pferd. Die osteopathische Behandlung ist für jedes Tier anwendbar. Lediglich die angewandten Untersuchungsmethoden und Behandlungstechniken unterscheiden sich von Groß- zu Kleintier, wenn auch nur geringfügig.

Skelett eines Pferdes
Skelett eines Pferdes

Osteopathie Katzen bietet dennoch ein paar Besonderheiten, denn sie reagieren meist sehr feinfühlig und sensibel auf die Behandlung. Ängstliche und scheue Tiere sind eine Herausforderung. Wenn die Katze aber den Handkontakt zulässt, gelingt es in der Regel schnell, genügend Vertrauen aufzubauen, um die Therapie durchzuführen.

Tiere können sich nicht wie wir Menschen klar äußern, wenn sie Beschwerden oder Schmerzen haben. Hier sind wir als Besitzer auf unsere Beobachtungsgabe angewiesen, merken jedoch meistens schnell, wenn es unserem Tier nicht gut geht. Aber gerade Katzen sind oft Meister im Verbergen von Unwohlsein.

Im Prinzip gelten für Katzen und Hunde die gleichen Einsatzbereiche, gerade bei folgenden Beobachtungen und Problemen kann eine osteopathische Behandlung in Betracht gezogen werden:

– Schwierigkeiten beim Aufstehen
– eingeschränktes Ausstrecken
– ungenügende Körper-/Fellpflege, da nicht mehr alle Stellen erreicht werden
– beginnende Lahmheit
– Probleme beim Rauf- oder Runterspringen
– nach Stürzen oder Unfällen
– vorsichtigere Bewegungsabläufe als gewöhnlich

Besonders ältere Tiere mit chronischen Gelenksbeschwerden können vom Einsatz der Osteopathie profitieren. Eine Behandlung dauert etwa 30 bis 45 Minuten und muss bei Bedarf alle 2-3 Monate wiederholt werden.

Futterausgabe – Weihnachtsaktion

Von SAMT e. V. Ganzjährig setzen sich die Jülicher Vereine SAMT e.V. und Tiere als therapeutische Begleiter e.V. unermüdlich für Menschen und Tiere ein. Für viele Menschen ist es von finanzieller Seite her schwer, sich, ihren Lieben und natürlich ihren Tieren eine schöne Weihnachtszeit zu bereiten. Manchmal lassen es die Umstände einfach nicht zu, wie alle anderen unbeschwert durch die adventliche Zeit zu gehen.

Damit auch in solchen Fällen ein bißchen weihnachtliche Stimmung nicht zu kurz kommt, haben die beiden Vereine sich kurzerhand zusammengetan und besonders bedürftigen Familien liebevoll gepackte Pakete mit schönen Dingen für Mensch und Tier zukommen lassen.

„Es gibt nichts Schöneres, als Menschen – und natürlich auch Tieren – mit einer kleinen Geste Freude zu schenken“, erklärten übereinstimmend die Vereinsvorsitzenden Irene Launer-Hill und Josefine Heckhausen-Reinartz.

Wer sich selber engagieren möchte oder mit Geld- bzw. Sachspenden helfen will, findet weitere Informationen unter www.s-a-m-t.de und www.4pfotentherapie.de

Tier des Monats Januar: Kater Murphy

Von SAMT e.V. Murphy ein ca. 1 Jahr alter Fundkater. Warum er alleine draußen unterwegs war, wissen wir nicht, aber irgendjemand muss ihm schon übel mitgespielt haben, denn er ist sehr ängstlich. Wir vermuten anhand seiner Reaktionen, dass er geschlagen wurde. Nichtsdestotrotz sucht er fast schon verzweifelt Nähe und Streicheleinheiten. Wenn man sich ihm in Ruhe nähert, gibt er Köpfchen, kommt auf den Schoß und schnurrt wie wild. Wenn er erstmal Vertrauen gefasst hat, ist der Schlumpf ein echter Traumkater.

Kater Murphy

Murphy benötigt ruhige Menschen, die ihm ein wenig Zeit lassen, sich einzugewöhnen. Die Gesellschaft freundlicher Artgenossen können wir uns gut vorstellen. Er ist Freigänger und wird kastriert sowie gechipt abgegeben.

Spondylose bei Katzen

Von Beate Uhlig/SAMT e.V. Die Spondylose ist eine nicht heilbare, degenerative Veränderung der Wirbelsäule, die meist durch Entzündungen der Bindegewebe am Wirbelunterkörper entsteht. Nach Schädigung der Zwischenwirbelscheiben und -gelenke entstehen knöcherne Zacken, die so genannten Spondylophyten, an den Wirbelkörpern. Es kann zur Brückenbildung zwischen zwei Wirbeln kommen, wodurch sich die Wirbelsäule immer mehr versteift. Sensible Nerven werden gereizt. Der Prozess ist sehr schmerzhaft und wird von Muskelschwäche, neurologischen Ausfällen sowie Inkontinenz begleitet. Neben der altersbedingten Volumenabnahme der schützenden Bandscheiben können Bewegungsmangel, Übergewicht und Fehlhaltungen, z.B. infolge eines Unfalls, Ursachen sein.

schreiende Katze

Die Erkrankung kann schon in jungen Jahren auftreten, bei den meisten Katzen handelt es sich aber um eine Alterserscheinung. Wenn nicht allzu viele Wirbel betroffen sind, kann das Tier damit noch gut alt werden. Aber leider gibt es bei dieser Erkrankung auch schwerwiegende Verläufe. Wenn die Wirbelverknöcherungen auf wichtige Nervenäste drücken, können die Tiere Probleme beim Kot- und Wasserlassen bekommen. Weiterhin äußert sich die Spondylose in Einschränkungen beim Aufstehen, Hinlegen, Hochspringen und Treppensteigen. Der Katze ist es kaum mehr möglich, selbst ihr Fell am Rücken zu pflegen und die Krallen werden nicht mehr richtig abgewetzt. Gelegentlich kann Lahmheit an einem oder mehreren Beinen auftreten. Der Rücken wird extrem berührungsempfindlich. Die Katze muss bei der Fell- und Krallenpflege unterstützt werden, man sollte dabei aber sehr behutsam vorgehen und beispielsweise nicht direkt über den Bereich der Wirbelsäule bürsten.

Rücken einer Katze

Dies sind jedoch sehr schwere Fälle und eher selten. Normalerweise ist die Gabe von Schmerzmitteln aus schulmedizinischer Sicht die einzige Therapie. Bei übergewichtigen Katzen wird eine Gewichtsreduktion empfohlen. Die Naturheilkunde bietet mit den Möglichkeiten der Akupunktur oder homöopathischer Mittel eine Ergänzung zur Schulmedizin. Auch die Tierphysiotherapie und –osteopathie kann Linderung bringen, wobei zu beachten ist, dass Katzen keine leichten Patienten sind. Liegt eine Wirbelsäulenverknöcherung vor, können Wärme, Rotlicht und Massagen die Behandlung unterstützen. In besonders schweren Fällen bleibt nur ein chirurgischer Eingriff.

Der Tierhalter sieht selbst am besten, wie viel Lebensqualität die Katze noch hat. Solange sie frisst, sich putzt, auf‘s Klöchen gehen kann und noch Kontakt sucht, braucht man sich keine Sorgen machen. Nur bei einer absoluten Inkontinenz (Kot und Urin) sollte man über ein Erlösen nachdenken.

Um Spondylose bei Katzen vorzubeugen, kann man dem Futter Nahrungsergänzungsmittel mit Muschelextrakten beimischen.