Aktuelles aus der Tierschutzarbeit

Von Eva Volk/ SAMT e.V. Mit dieser neuen Rubrik wollen wir einen Einblick in unsere Tätigkeiten und Erlebnisse gewähren. Damit möchten wir allen Lesern unsere Arbeit näher bringen und ihr ein (tierisches) Gesicht geben.

Kater Petterson
Foto: Irene Launer-Hill

Pettersons Achterbahnfahrt

Freude und Trauer, Glück und Verzweiflung liegen im Tierschutz oft sehr nah beieinander. So wie in diesem Fall:

Vor einiger Zeit meldete sich jemand bei uns mit der Information, dass man bereits seit 5 (!) Jahren einen Kater draußen füttere, der bei einem Umzug zurückgelassen wurde. So zumindest der Kenntnisstand der Freundin der Enkelin. Das ginge jetzt jedenfalls nicht mehr. Also haben wir den Kater eingesammelt und Petterson getauft.

Sein Fell war furchtbar verfilzt, sodass der junge Mann erstmal einen Kurzhaarschnitt benötigte. Ein bisschen wenig auf den Rippen hatte er auch. Der Check beim Tierarzt zeigte Probleme mit der Bauchspeicheldrüse. Ansonsten stellte Petterson sich als unheimlich freundlicher Kerl heraus. Wir hatten Hoffnung, für ihn früher oder später ein Zuhause finden zu können.

Trotz der Information, dass er angeblich ausgesetzt wurde, recherchierten wir parallel bezüglich seiner schwer lesbaren Tätowierung. Und tatsächlich: es gab eine 5 Jahre alte Vermisst-Meldung. Wir konnten es nicht fassen.

In kürzester Zeit war der Kontakt hergestellt und die Besitzerin brach vor lauter Freude in Tränen aus. Mir kamen in diesem Moment, ehrlich gesagt, auch die Tränen. In Wahrheit hieß der junge Mann natürlich nicht Petterson und war 13 Jahre alt. Noch am selben Abend kam die Besitzerin zur Pflegestelle und schloss ihren geliebten Kater unter Tränen in die Arme. Er durfte wieder heim zu seiner Zwillingsschwester.

Gerne würde ich an dieser Stelle das Kapitel zuschlagen und „Happy End“ rufen. Geht nur leider nicht.

Trotz ausführlicher Beratung hinsichtlich der Zusammenführung der Katzen ging das dann alles wohl doch ein bisschen zu flott vonstatten. Seine Schwester schien den Kater wiederzuerkennen und er sie. Soweit, so gut. Nur der „neue“ Kater, der nach dem Verschwinden als Gesellschaft angeschafft wurde, drehte komplett am Rad und begann unverzüglich überall hinzupinkeln inkl. Ehebett.

Das Ende vom Lied: nach gerade mal zwei Tagen war der Kater wieder zurück auf der Pflegestelle, was seiner Besitzerin erneut das Herz brach. Auch der arme Kater war nach dem ganzen Hin und Her gehörig verwirrt. Zum Glück kam er nach ein paar Tagen wieder klar und machte zufrieden sein Ding, heißt schlafen, schmusen, kuscheln und fressen.

Na gut, dachten alle, jetzt aber ein tolles neues Zuhause finden! Leider nein.

Tatsächlich tauchten ruckzuck sehr nette Menschen auf, die den netten Kater adoptieren wollten. Da sowieso noch ein Kontrollbesuch beim Tierarzt anstand, ließen wir kurz darauf der Vollständigkeit halber ein komplettes Blutbild mit allem und jedem anfertigen, um einen topaktuellen Status Quo zu haben. Die bisherigen Maßnahmen schlugen auch schon gut an, aber – und das war wie ein Schlag ins Gesicht – der Kater war FIV-positiv. Die Zeit auf der Straße hatte ihren Tribut gefordert. An diesem Punkt brach mein Herz.

Die Vermittlung kam daher nicht zustande, denn es gab noch andere Katzen im Haushalt und das Risiko wollten die Interessenten nicht auf sich nehmen, was ihnen auch niemand verübeln kann.

Und jetzt? 13 Jahre, FIV-positiv, noch ein paar andere gesundheitliche Problemchen, wer nimmt denn sowas?

Und das ist der Punkt, an dem ich einmal mehr den Hut ziehen muss: nämlich vor der Pflegestelle, die kurz und knapp meinte: „dann bleibt er eben hier“. Das klingt selbstverständlicher als es ist, denn sie hat ebenfalls eigene Katzen. Aber sie kennt auch Petterson, wie er bei uns wieder heißt, und sie kennt ihre Katzen. Er ist einfach nur der liebste Kerl, ignoriert die anderen Katzen völlig, schiebt sie allenfalls auf die nette Tour von ihren Näpfen weg, da er immer Hunger hat. Die anderen Miezen sind auch durchweg freundlich und überhaupt nicht auf Krawall aus. Die Vorstellung Petterson könnte sie bis auf’s Blut beißen – die einzige Möglichkeit, sie mit FIV anzustecken – ist völlig abwegig.

Und so bekommt Petterson dann doch noch sein Happy End.

Lieber Petterson, ich wünsche Dir noch ein ganz langes, tolles Leben bei Deinem neuen Frauchen.

Danke, Petra!

Seniorenprojekt – Einsatz auch in schwierigen Zeiten

Von Eva Volk/SAMT e.V. Auch wenn die Zeiten für uns Menschen gerade ausgesprochen schwierig sind, so haben auch Tierhalter und ihre Lieblinge nach wie vor mit Problemen zu kämpfen. Im Rahmen unseres Seniorenprojektes erreichten uns innerhalb kürzester Zeit mehrere Hilferufe.

Eine Dame meldete sich, weil ihr Mann aufgrund einer sehr schweren Erkrankung für lange Zeit ins Krankenhaus muss und ihr zehn Jahre alter Hund absolut nicht allein bleiben kann. Selbst kurze Abwesenheiten kommentiert der Kleine mit ausdauerndem Gebell und Gejaule. Etwas ängstlich gegenüber Fremden ist er auch noch. So musste eine stundenweise Betreuung her für die Zeit, in der die Dame ihren Mann besucht bzw. Besorgungen erledigt. Erfreulicherweise konnte sehr schnell eine dauerhafte Betreuung für den kleinen Rabauken gefunden werden. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat der Süße sich mittlerweile an seine neuen Gassigänger gewöhnt.

eine Person geht mit Hund gassi
Foto: staupe@pixabay

Eine andere ältere Dame meldete sich bei uns, da sie Knall auf Fall ins Krankenhaus musste. Innerhalb einer Stunde war die Betreuung ihrer zwei Katzen zweimal täglich organisiert. Diese zwei Wochen haben uns wirklich Nerven gekostet. Beide Tiere waren extrem scheu und speziell der Kater war an manchen Tagen in der gesamten Wohnung nicht aufzufinden. Irgendwann standen wir schon mit dem Schraubenzieher im Anschlag da, weil wir befürchteten, dass der Süße irgendwo feststeckt. Denkste. Im letzten Moment tauchte er zum Glück doch noch auf, wo auch immer das kleine Monster zwischendurch auch gesteckt haben mag. Frauchen und Katzen waren heilfroh als sie endlich wieder vereint waren.

Zuguterletzt erkrankte auch noch eine unserer Pflegestellen und ihre beiden eigenen Katzen plus die Pflegekatzen mussten für mehrere Tage ebenfalls versorgt und die Medikamente gegeben werden. Selbstverständlich auch zweimal täglich. Mittlerweile sind auch diese Miezen wieder mit ihrem Menschen vereint und insbesondere die Pflegekatze ist froh, ihre Medizin wieder von einer vertrauten Person zu bekommen.

Alle Hilfeleistungen fanden übrigens unter Berücksichtigung der geltenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen statt.

Fangaktionen zur Katzenkastration

Aktive Umsetzung der neuen Katzenschutzverordnung des Kreises Düren

Katze in Lebendfalle
Foto: Irene Launer-Hill

Von Eva Volk/SAMT e.V. Die neue Katzenschutzverordnung des Kreises Düren ist am 15. Januar 2020 in Kraft getreten. Im Wesentlichen dient sie laut Verordnungstext „dem Schutz von freilebenden Katzen vor erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden, die auf eine hohe Anzahl dieser Katzen innerhalb des Kreisgebiets zurückzuführen sind“.

Besitzer von weiblichen Katzen lassen diese zumeist schon aus Eigennutz kastrieren, da ein Wurf Katzenbabys versorgt und ein neues Zuhause gefunden werden müsste. Besitzer von unkastrierten Katern tragen besonders zum Elend herrenloser Katzen bei, denn diese Kater zeugen Nachkommen, ohne dass ihr Besitzer es jemals erfährt oder sich um diese kümmern müsste. Ihr Leiden ist vorprogrammiert, sie verelenden wegen Futtermangel und nicht behandelter Krankheiten.

Alle Streuner stammten irgendwann von Stubentigern ab.

Katzenbesitzer werden von der Verordnung verpflichtet, ihre Tiere nicht nur kennzeichnen und registrieren zu lassen, sondern bei unkontrolliertem Freigang fortpflanzungsunfähig zu machen, d.h. kastrieren zu lassen. Genauso wichtig ist, dass die Verordnung festlegt, dass aufgegriffene, freilebende Katzen, d.h. solche, die nicht oder nicht mehr von einem Menschen gehalten werden, durch vom Veterinäramt berechtigte Tierschutzvereine einer Kastration zugeführt werden dürfen.

Seit Inkrafttreten der Verordnung konnte SAMT e.V. schon rund 20 freilebende Katzen und Kater, die keinem Besitzer zuzuordnen waren, kastrieren lassen. Erfreulicherweise wird der Verein dabei durch einen Betrag aus dem Kreishaushalt unterstützt, den der Kreistag genehmigt hat. Weniger erfreulich ist, dass der Betrag schon vor Ostern aufgebraucht sein wird, aufgrund der hohen Anzahl an unkastrierten „Wilden“.

Durchschnittlich stehen jährlich bei SAMT rund 100 dieser Kastrationen von freilebenden Katzen an. Die Kosten für Kastrationen von weiblichen Katzen und Katern differieren erheblich. Bei 100 Tieren, hälftig Katzen und Kater, ist von Kosten von rund 8.000 € auszugehen. Hinzu kommen noch die Kosten für die Bekämpfung von Parasiten, sowie für die Behandlung von Verletzungen. Dies kann leider nicht ansatzweise vom Kostenbeitrag des Kreises gedeckt werden. Hier ist SAMT e.V. dringend auf Spenden angewiesen, um das bewältigen zu können. In diesem Jahr haben sich aufgrund der neuen Katzenschutzverordnung bereits so viele Menschen, die verwilderte Katzen füttern, gemeldet, dass wir unbedingt neue Gelder dafür benötigen, um das auch weiterhin alles abarbeiten zu können.

Nur selten ist unter den freilebenden Tieren eines, bei dem der ursprüngliche Besitzer ausfindig gemacht werden kann. Umso wichtiger auch die Kennzeichnung und Registrierung bei TASSO e.V. oder FINDEFIX Deutscher Tierschutzbund.

Katze in Lebendfalle
Foto: Irene Launer-Hill

Der Ablauf einer Fangaktion stellt sich wie folgt dar:

In der Regel melden Anwohner eine oder mehrere unbekannte Katzen, die sich in ihrem Umfeld immer wieder zeigen oder auch von ihnen gefüttert werden. Häufig auch solche in offenkundig schlechter Verfassung. Zunächst werden dann der Zeitraum der Beobachtungen und das allgemeine Verhalten der Tiere in allen Details abgefragt. Bei zugänglichen Tieren wird durch ein Vereinsmitglied eine vorhandene Tätowierung oder ein Chip vor Ort überprüft, das Ordnungsamt wird informiert, im Internet der Fund veröffentlicht und – toi toi toi – der Besitzer ausfindig gemacht. Ist dieser nicht ausfindig zu machen, werden die Tiere bei einer Pflegestelle aufgenommen und es wird ein neues Zuhause für sie gesucht.

Für unzugängliche Tiere wird an einer wettergeschützten Stelle eine Lebendfalle aufgestellt und mit Futter bestückt. Die Falle wird in kurzen Zeitabständen regelmäßig überprüft. Sobald eine Katze die Falle ausgelöst hat und festsitzt, wird diese abgedeckt und mit Katze zum Tierarzt gebracht. Dort wird dann Tätowierung oder Chip geprüft. Im Regelfall ist leider keine Kennzeichnung vorhanden, sodass das Tier kastriert, gekennzeichnet und registriert wird. Verletzungen und Parasiten werden behandelt.

War das Tier tatsächlich „wild“ und sprechen keine ernsthaften Verletzungen dagegen, kann es sich über Nacht in einem gesicherten Transportkorb von Narkose und Operation erholen. Nach der Kastration kann das Tier nach tierärztlicher Freigabe wieder freigelassen werden. Alles andere wäre für verwilderten Katzen eine Qual. Die Entlassung in die Freiheit erfolgt nach Maßgabe des Kreises Düren an der Stelle, an welcher die Katze gefunden wurde. Dort lebt sie, dort kennt sie sich aus und weiß, wo Futter zu finden ist.

Die kreisweite Katzenkastrationspflicht wird hoffentlich endlich dazu führen, dass immer mehr Katzen im Kreis Düren kastriert werden und so immer weniger von ihnen leiden müssen.

Hilfen für Katzenhalter mit geringem Einkommen

Immer wieder scheitert die Kastration von Katze oder Kater am Geldbeutel der Besitzer. Wer finanziell in Not ist, also Bezieher von Wohngeld oder Unterstützung nach SGB II oder SGB XII, bekommt Hilfe von SAMT e.V. Jülich oder der Tierschutzstiftung Kreis Düren. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an eine der beiden Organisationen.

Tierisch sozialer Tisch

SAMT verteilt wieder Futterspenden an bedürftige Tierhalter

Futterausgabe von SAMT e.V.
Foto: Hans Launer

Von SAMT e.V. Am 20. März 2020 findet die erste kostenlose Tierfutterausgabe des Jahres in Jülich statt. Hierbei handelt es sich um Hunde- und Katzenfutter. Ort und Zeitpunkt der Ausgabe werden telefonisch bekannt gegeben.
ab: 09. März
von: 12.00 bis 17.00 Uhr
unter: 0157/76810046

Mitzubringen sind der Ausweis der „Jülicher Tafel“ oder der gültige Sozialhilfebescheid und der Personalausweis sowie der Impfausweis des Tieres, soweit der vorhanden ist.
Wer neue Hundehalsbänder/ – leinen für ganz kleines Geld erwerben möchte, bringt bitte seinen Hund mit und meldet dies bitte vorher an.

Tierfreunde, die noch Katzen- oder Hundefutter spenden möchten, melden sich bitte bis zum 18. März 2020 unter der Tel.-Nummer 02461/342209 oder 0157/76810046 bei SAMT e. V. Jülich.
Jede Spende ist herzlich willkommen, vor allem Nass- und Trockenfutter für Katzen wird wieder dringend benötigt.

SAMT e.V. Jülich
www.s-a-m-t.de
irene.launer-hill@gmx.de
02461/342209, evtl. AB
0157/76810046, auch über WA

Jahresrückblick 2019 – Vielfältige Hilfe für Tiere in Not

Von SAMT e.V. Das Jahr 2019 konfrontierte die Tierschützer von SAMT e.V. mit unzähligen, zum Teil tragischen Schicksalen von Mensch und Tier. Wieder wurden sehr viele ausgesetzte, zurückgelassene sowie wild geborene Katzen gefunden, mühsam gepäppelt und ärztlich versorgt. Die meisten kämpften mit zum Teil ausgeprägtem Katzenschnupfen und damit einhergehenden Sekundärinfektionen. Leider sahen wir auch wieder einige Fälle der Viruserkrankung FIV. Bei manchen Tieren dauerte es wahnsinnig lange, bis sie wieder oder erstmals Vertrauen in den Menschen gewannen.

High five zwischen Mensch und Katze
Foto: Eva Volk

Die Zahl der Tiere, die aus Krankheits- oder Todesfällen zu uns kamen, ist merklich gestiegen. Oftmals sind die Tiere älterer Menschen betroffen, die in der Regel auch deutlich älter sind und dementsprechend schon das ein oder andere gesundheitlich Probleme mit sich herumschleppen. So sahen wir häufig Schilddrüsenüberfunktion, Arthrose, Spondylose, massive Zahnprobleme, Blindheit und Herzschädigungen.

Unser absolutes „Highlight“ im vergangenen Jahr war der Anruf einer älteren Dame, die uns verkündete ihre 18 (!) Katzen – alle 10 Jahre und älter – abgeben zu müssen. Da mussten selbst wir erstmal schlucken. Es hat uns außerordentlich gefreut, dass für all diese Katzen und noch viele weitere ein Zuhause bei engagierten Tierfreunden gefunden werden konnte. Es gibt uns Hoffnung, dass es immer noch Menschen gibt, die sich nicht abschrecken lassen, alten und auch kranken Tieren ein liebevolles Heim zu geben.

Zusammen mit unseren Tag und Nacht einsatzbereiten Pflegestellen konnten wir sehr vielen Tiere endlich wieder das geben, was sie am dringendsten benötigen: Ein Zuhause! Die Kosten für die Versorgung der Tiere haben in 2019 erstmals die Grenze von € 50.000 gesprengt. Das ist beispiellos. Nur mithilfe der unzähligen großherzigen Menschen, die uns regelmäßig mit ihren Spenden in Form von Geld, Futter und Sachspenden unterstützten, konnten wir dies bewältigen.

Wir können an dieser Stelle nur demütig allen Unterstützern ein ganz herzliches DANKE sagen. Wir freuen uns, auch in 2020 zusammen mit allen Tierfreunden, Tieren in Not eine helfende Hand zu reichen!

Neue kreisweite Katzenschutz-verordnung in Kraft getreten

Von Irene Launer-Hill/ SAMT e.V. Endlich geschafft! Vor 10 Jahren hat die Stadt Jülich auf Antrag der SPD die erste Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen im Kreis Düren erlassen, danach ging es tröpfchenweise weiter: Aldenhoven, Linnich, Titz, Niederzier, Merzenich, Langerwehe und die Stadt Düren (hier waren alle Parteien beteiligt). Der doch recht ländliche Südkreis wollte 10 Jahre nichts davon wissen. Erst Landrat Spelthahn – selber ein Katzenfreund – hat die restlichen Kommunen des Kreises überzeugen können, dass der Tier-/Katzenschutz inzwischen doch einen breiteren Stellenwert in der Gesellschaft einnimmt, als noch vor 10 Jahren. Mindestens die Hälfte von 20 Katzengenerationen konnten wir nicht retten. Hoffen wir, dass wir nun aufgrund der kreisweiten Verordnung mehr Möglichkeiten haben, diesen wundervollen Wesen zu helfen und ihr Leben zu erleichtern. Machen wir uns nichts vor: Der Klimawandel kommt mit Riesenschritten auf uns zu, und damit steigende Temperaturen und mehr Sonneneinstrahlung. Dies wird den ehemaligen Wüstentieren erhöhte Fruchtbarkeit und uns mehr Arbeit sowie weniger Geld bescheren.
Dennoch: Wir sind guten Mutes und haben bereits die ersten Fallen stehen. Unter anderem konnten wir eine hochträchtige Katze einfangen und gesichert unterbringen. Hier kann sie in Ruhe ihre Kleinen zur Welt bringen.

Mein Dank gilt u.a.:

Roswitha Wirtz von Katzen in Not Düren,
Jürgen Plinz vom Tierheim Düren,
Tanja Fey von der Tiernothilfe Niederzier,
Barbara Andrä von den Grünen,
Tom Mirbach von der SPD,
Wolfgang Spelthahn von der CDU
und den vielen anderen, die daran beteiligt waren.
Zum Schluss möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass eine Verordnung nur so stark ist, wie sie um- und damit auch durchgesetzt wird.

Irene Launer-Hill
SAMT e.V. Jülich

Zum Gesetzestext und dem Flyer des Kreises Düren

SAMT-Flyer zum Thema

 

Weihnachten für Mensch und Tier

Von SAMT e.V. Die Jülicher Vereine „SAMT e.V.“ und „Tiere als therapeutische Begleiter e.V.“ sind übers’s ganze Jahr im Einsatz für Mensch und Tier. Im Dezember haben sich die beiden Vereine wieder zusammengetan, um besonders bedürftigen Familien und ihren Tieren ein bisschen weihnachtliche Stimmung zu ermöglichen.

Zum Jahresausklang ist es für beide Vereine schon gute Tradition geworden, bedürftigen Zwei- und Vierbeinern eine kleine Extrafreude zu machen. Rund 40 Empfänger erhielten liebevoll gepackte Pakete mit schönen Dingen für Mensch und Tier.

Vorbereitung Paketaktion für bedürftige Tierhalter
Foto: Hans Launer

Bei der Übergabe der Pakete konnten bei einem Tässchen Kaffee und weihnachtlichem Gebäck große und kleine Probleme, aber auch tierische Anekdoten in entspannter Atmosphäre angesprochen werden.

Die Vereinsvorsitzenden Irene Launer-Hill und Josefine Heckhausen-Reinartz sind sich einig: „Es gibt nichts Schöneres, als Menschen – und natürlich auch Tieren – mit einer kleinen Geste Freude zu schenken“.

Helfer der Paketaktion für bedürftige Tierhalter
Foto: Hans Launer

Möglich wurde die Hilfsaktion durch die großzügigen Geld- und Sachspenden aus der Bevölkerung. Dafür ein herzlicher Dank an alle Unterstützer!

Wer sich auch engagieren möchte, z.B. mit Geld- oder Sachspenden, oder auch persönlich, findet weitere Informationen unter www.s-a-m-t.de und www.4pfotentherapie.de

Weihnachten für Mensch und Tier

Von SAMT e.V. Auch in diesem Jahr veranstaltet SAMT e.V. Jülich zusammen mit dem Verein „Tiere als therapeutische Begleiter“ wieder eine weihnachtliche, kostenfreie Futter- und Lebensmittelabgabe für bedürftige Tierhalter.

Tiertafel
Foto: Hans Launer

Aus diesem Anlass laden die Helfer beider Vereine am 13. Dezember ins Jülicher SPD Büro am Walramplatz ein, um bei Kaffee und Plätzchen über ihre kleinen und großen Lieblinge und ihre Sorgen damit zu plaudern und gleichzeitig auch ihren Tieren das bevorstehende Weihnachtsfest mit einem Extraleckerchen zu versüßen.

„Auch in dieser vorweihnachtlichen Zeit ist es unser Anliegen, nicht jene Menschen mit ihren Tieren zu vergessen, die in schwierigen Lebenssituationen auf Hilfe und Rat angewiesen sind, sowohl in eigener Person als auch in Sachen Tierhaltung. Wenn es uns mit dieser Aktion gelingt, diesen Tierhaltern ein Stück weit Unterstützung zu geben, dann hat es sich bereits gelohnt“, sagen die SAMTpfoten und 4Pfoten-Therapeuten übereinstimmend.

Alle Tierhalter mit Tafelausweis oder gültiger Bescheinigung des Sozialamtes melden sich bitte vorher zur genauen Terminabsprache ab dem 20. November an unter: 015776810046. Nicht bedürftige Tierhalter und Tierfreunde sind ab 13.00 ebenfalls sehr herzlich eingeladen.

Außerdem wird noch dringend Katzennass- und Trockenfutter gebraucht. Wer gerne Futter spenden möchte, bitte bis zum 10. Dezember melden bei:
SAMT e.V. Jülich
015776810046, auch Whats App
Irene.launer-hill@gmx.de
www.s-a-m-t.de

Jahreshauptversammlung

Teilnehmer der SAMT-Jahreshauptversammlung 2019
Teilnehmer der SAMT-Jahreshauptversammlung 2019

Von SAMT e.V. Am 16. November trafen sich die Vereinsmitglieder von SAMT im Restaurant „Zum Maiblömche“ zur Jahreshauptversammlung. Die Vereinsvorsitzende Irene Launer-Hill präsentierte den Tätigkeitsbericht der letzten zwölf Monate (Zeitraum 15.10.2018-02.10.2019). Dieser gab mit vielen, lebendig geschilderten Beispielen einen Überblick über die gesamte Bandbreite der vom Verein geleisteten Tätigkeiten.

rechts im Bild: Irene Launer-Hill
rechts im Bild: Irene Launer-Hill

Seit der letzten Jahreshauptversammlung konnten 135 Tiere, vornehmlich Katzen, in ein neues, schönes Zuhause vermittelt werden. Unter diesen war auch in diesem Jahr leider wieder eine beträchtliche Menge an Tieren jeden Alters, die von verantwortungslosen Menschen einfach ausgesetzt wurden. Insgesamt wurden 86 Fundtiere gemeldet und 28 Abgabetiere.

ausgesetzte Kätzchen
Ausgesetzte Kätzchen in Welldorf – mit Unterstützung der Feuerwehr gerettet

303 Behandlungen beim Tierarzt – darunter 61 Kastrationen – wurden von SAMT initiiert und begleitet.

Medizinische Versorgung beim Tierarzt
Medizinische Versorgung beim Tierarzt

All dies wäre dem Verein nicht möglich ohne den beispiellosen Einsatz der z.Zt. 18 Pflegestellen, die im letzten Jahr die ganzen Tiere liebevoll rund um die Uhr betreuten.

Fundtiere Babys
Manche Tiere müssen lange und aufwändig auf den Pflegestellen versorgt werden

Zahlreiche Beratungen von Tierhaltern wurden durchgeführt und zum Teil zudem die Tierhaltung überprüft, im Bedarfsfall mit Unterstützung der Behörden. In diesem Zusammenhang hat sich wieder die Zusammenarbeit mit anderen lokalen karitativen Einrichtungen bewährt.

Neben der klassischen Tierschutzarbeit engagiert SAMT sich zusätzlich mit einem Seniorenprojekt, einer Projektgruppe Massentierhaltung und einer Projektgruppe Igel.

Kundgebung Mai
SAMT und der AK Massentierhaltung bei der Mai-Kundgebung

Besonders erfreulich für alle Tierschützer ist die ab Mitte Januar geltende kreisweite Katzenschutzverordnung. Sie wird den Helfern endlich Rechtssicherheit geben und das Helfen als solches erleichtern.

Zum Ausklang des Jahres 2019 wird SAMT wieder gemeinsam mit dem Verein „Tiere als therapeutische Begleiter“ eine Paketaktion für hilfsbedürftige Familien und ihre Tiere durchführen.

Weihnachtliche Paketaktion für bedürftige Tierhalter
Weihnachtliche Paketaktion für bedürftige Tierhalter

Insgesamt entstanden dem Verein Kosten von rund 50.000 Euro, davon rund 46.000 Euro Tierarztkosten, die mühsam durch Spenden, Haussammlungen, Infostände mit Tombola und Mitgliedsbeiträge gegenfinanziert werden müssen. Wie nicht anders zu erwarten, hätte die finanzielle Situation besser aussehen können. Ohne den unermüdlichen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer sowie der großzügigen Spender wäre die erfolgreiche Vereinsarbeit undenkbar. All diesen möchte SAMT auf diesem Wege ganz herzlich danken!

Im neuen Jahr wird sich SAMT mit aller Kraft weiterhin für alle Tiere einsetzen.

Der Abend klang mit einem gemütlichen Beisammensein aus, wobei sich die Teilnehmer hinsichtlich ihrer Erfahrungen austauschen konnten und manche Anekdote zum Besten gegeben wurde. Wie immer gab es auch eine Tombola und viele selbstgemachte Präsente, die der Kasse des Vereins zugutekamen.

Tombola zugunsten des Tierschutzes
Tombola zugunsten des Tierschutzes

Fotos: Beate Uhlig, Irene Launer-Hill