(K)Ein Leben für den Luxus

Nerz
Foto: toadienaulls@pixabay

Wusstet Ihr schon: Amerikanische Nerze leben an Flüssen und Seen. Sie sind ausgezeichnete Schwimmer und geschickte Jäger. Außerdem haben Nerze ein schönes Fell. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden sie deshalb in sogenannten Pelzfarmen gezüchtet. In freier Natur sind sie Einzelgänger mit großen Revieren.

In den Pelztierfarmen werden sie aber mit anderen Artgenossen in kleinen aneinandergereihten Volldrahtkäfigen gehalten. Es gibt für die Tiere keine
Rückzugsmöglichkeiten, und sie haben keine Chance, sich vor Kälte und Hitze zu schützen. Der grobe Drahtboden schneidet sich in ihre empfindlichen Pfoten. Diese Haltung ist für die Nerze sehr anstrengend. Sie können sich nicht so verhalten, wie sie es gerne möchten, und haben oft Schmerzen. Die Tiere leiden sehr. Die Nerze bekommen einen Brei aus Fleisch- und Fischabfällen zu essen. Dieses Futter ist schlecht für ihren Magen und ihnen fehlt außerdem das Kauen als Beschäftigung. Oft sind die Tiere in den Käfigen von Parasiten befallen und leiden unter ansteckenden Krankheiten. Durch diese furchtbaren
Haltungsbedingungen sterben viele Nerze vorzeitig.

Genau wie die Nerze werden auch Füchse, Marderhunde, Sumpfbiber, Chinchillas und andere Tiere vom Menschen ausschließlich für die Mode gezüchtet und getötet. Das Fleisch der Tiere gilt als Abfallprodukt. Es gibt keine „schonende Pelztierhaltung“. Leider müssen wir davon ausgehen, dass jedes Pelztier unter schlechten Bedingungen gelebt hat und qualvoll gestorben ist.

Für einen einzigen Pelzmantel werden ungefähr 40 bis 60 Nerze, 30 bis 50 Waschbären, 14 Luchse, 12 Wölfe oder Hunde, 110 Eichhörnchen oder 130 bis 200 Chinchillas getötet- nur damit sich Menschen mit ihrem Pelz schmücken können.

Textauszüge freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Verein PROVIEH, aus dem Informationsheft für Schüler: Unsere „Nutz“tiere

Nachfolgende Petition zum Unterschreiben richtet sich gegen diese Tierqual:
MADELEINE – STOPPT DEN PELZVERKAUF

Meine Katze hat `nen Hängebauch – Ihre auch?

Von Eva Volk/ SAMT e.V. Als meine Mieze im Alter von etwa einem Jahr einzog, war sie rank und schlank. Ein Jahr später war ein dezentes Hängebäuchlein zu sehen. Naja, dachte ich, bisschen zu viel Futter, bisschen zu wenig Bewegung. Also besonders hochwertiges Futter kredenzt, ohne Zucker und ohne allzu viele Kohlenhydrate. Noch mehr Spielzeug gekauft, als sowieso schon vorhanden, und damit die Mieze intensiv täglich bespaßt.

Kater mit Hängebauch
Foto: Eva Volk

Mieze war begeistert, indes, der Hängebauch wuchs weiter und erreichte eine durchaus stattliche Größe. Hmm – Bindegewebsschwäche? Hang zu Fettleibigkeit? Irgendwas Krankhaftes? Denkste!

Es handelt sich um die sogenannte „Urwampe“. Haben Sie noch nie gehört? Hatte ich auch nicht. Das hat mit Übergewicht nichts zu tun, auch wenn es sich tatsächlich um ein Fettpölsterchen handelt. Die Natur hat sich schon was dabei gedacht.

Im hinteren Bauchbereich, dem Bauchlappen, bilden sich mit der Geschlechtsreife zwei Hautfalten, die sich nach und nach mit Fettgewebe füllen. Dies dient dem Schutz der Organe bei Kämpfen, welche häufig im Liegen stattfinden. Mit den Hinterbeinchen treten die Samtpfoten heftig nach dem Gegner. Da ist es gut, wenn das etwas abgemildert wird und so wenig Schaden wie möglich entstehen kann. Ganz nebenbei kann sich die Mieze beim Springen und Rennen natürlich auch besser strecken, wenn etwas mehr, nun ja, Spielraum zur Verfügung steht. Ganz nebenbei kann das Fettpölsterchen auch als Reserve für schlechte Zeiten herhalten. Das Schwabbelbäuchlein ist je nach Rasse unterschiedlich stark ausgeprägt. Man findet es übrigens sogar bei Tigern.

Wem das Ganze trotzdem nicht ganz geheuer ist, dem kann selbstverständlich wie immer nur nahegelegt werden, mit der Mieze sicherheitshalber zur Abklärung beim Tierarzt vorstellig zu werden. Lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig.

Kater mit Hängebauch
Foto: Eva Volk

Meine kleine Kampfmieze wird jetzt jedenfalls nicht mehr vorwurfsvoll angeguckt und Diät muss sie auch nicht halten. Mit ihrer Urwampe ist sie für alles gerüstet.

Weltkatzentag – Der Tag der Samtpfoten

Von Eva Volk/ SAMT e.V. Das beliebteste Haustier in Deutschland ist und bleibt die Katze. Am 08. August wird daher jedes Jahr der Weltkatzentag begangen.

Wer jemals Zweifel an der Beliebtheit der Samtpfoten hatte, braucht nur einen kurzen Blick ins Internet zu werfen. Jedem wird sofort klar, dass das World Wide Web nur zu einem Zweck erschaffen wurde: Zum Hochladen von Millionen von Katzenfotos und -videos.

Katze steckt Kopf in Trinkglas
Foto: Beate Uhlig

Eindrucksvoll wird hier dokumentiert, dass Katzen die wahren Herrscher der Welt sind: Sie sind niedlich, pelzig, elegant, tapsig, manchmal dusselig, verspielt, verfressen, aufdringlich, faul, flauschig, mörderisch, eitel, eingebildet, schnurrig, verrückt nach Kartons, besitzergreifend, wasserscheu, tröstend, zickig, fordernd, weich, warm, schüchtern, verwegen, neugierig, verschmust, einzigartig, schreckhaft, größenwahnsinnig, unkompliziert, kompliziert, gesellig, einzelgängerisch, draufgängerisch, stimmungsaufhellend, unerziehbar, unabhängig, nervtötend, zum kaputtlachen, treu, sensibel, clever, tollpatschig, eigenwillig, einfach unwiderstehlich und die einzig wahre Glücksdroge.

Und weil das so ist – und sich ihre Halter demütig ergeben haben – haben bereits rund 15 Millionen Katzen in Deutschland geeignete Dosenöffner gefunden.

Mutterkatze mit ihren Kleinen
Foto: Sylvia Dudda

Aber ganz, ganz viele Katzen – geschätzt ca. 2 Millionen – sind immer noch auf der Suche nach dem einen Menschen, der sein Sofa mit ihnen teilt, jederzeit zum Spielen bereit ist, bei Bedarf Streicheleinheiten verabreicht und immer – also wirklich immer – das leckerste Futter bereithält.

Für all diese ist SAMT e.V. im Einsatz. Wer jetzt erkennt, dass ihm schon immer etwas im Leben gefehlt hat, nämlich ein einzigartiges Schmusetier, der findet auf der Internetseite www.s-a-m-t.de vielleicht endlich den passenden Begleiter für alle Lebenslagen.

Natürlich wird Unterstützung immer benötigt, gerne direkt mit einer Online-Spende unter https://tierisch-engagiert.fressnapf.de/projects/62742

Bei Trockenheit Vögel, Insekten und Co. nicht vergessen!

Von Beate Uhlig/SAMT e.V. In den vergangenen Jahren begleiteten uns immer wieder Perioden langanhaltender Trockenheit. Schon im Frühjahr war der besorgte Gartenbesitzer mit Gießkanne und Schlauch unterwegs, um sein geliebtes Grün vor dem Vertrocknen zu retten. Neben den Pflanzen sollten wir aber auch die Tiere nicht vergessen. Mit ein paar einfachen Tipps und Ideen lassen sich im Handumdrehen Wasserstellen für Vögel, Igel und Insekten aufstellen, die zudem noch sehr dekorativ sein können.

selbstgebaute Vogeltränke
Foto: Beate Uhlig

Täglich die verwendete Schale reinigen und mit frischem, kalten Wasser befüllen. Das ist besonders wichtig, sonst wird das, was eigentlich gut gemeint war, zu einer tödlichen Infektionsquelle. Zum Reinigen keine chemischen Putz- oder Desinfektionsmittel verwenden. Mit kochendem Wasser lassen sich Krankheitserreger ganz leicht abtöten.

Eine flache Schale eignet sich am besten, dennoch sollten Steine oder Korkscheiben kleine Inseln bilden, damit Insekten nicht ertrinken und dort landen und starten können.

Neben einer Schale für Igel am Boden, sollten Tränken für Vögel zum Schutz vor Räubern erhöht und nicht in der Nähe von Büschen aufgestellt werden.

Im Handel gibt es sehr schöne Tränken zu kaufen. Es reicht aber schon ein Blumenuntersetzer oder ein Suppenteller, um seinen Zweck zu erfüllen. Besonderen Scharm haben jedoch eigene, kreative Lösungen. Auf dem Foto seht Ihr einen alten Kerzenständer, der ein neues Leben bekommen hat.

Umgang mit Totfunden

Von Eva Volk/ SAMT e.V. Aus gegebenem Anlass möchten wir an dieser Stelle den besten Umgang mit tot aufgefundenen Katzen und Hunden erläutern.

Leider kommt es immer wieder vor, dass unsere geliebten Haustiere – meistens die Katzen – einen tödlichen Zusammenstoß mit einem Auto erleiden. Das ist schrecklich für die Besitzer, sofern sie denn überhaupt Gewissheit über das Schicksal ihres Tieres erlangen.

Was also tun, wenn man eine tote Katze findet?

Liegt das Tier auf der Straße, so legt man es gut sichtbar an den Rand oder noch besser auf den Grünstreifen, damit das arme Tier nicht noch öfter überrollt wird.

Nicht mitnehmen und erst recht nicht beerdigen! Ja, es ist schrecklich, aber wie soll der Besitzer sein Tier finden, wenn es ruckzuck entfernt wird. Vielleicht sucht er es verzweifelt und hat einfach keine Chance, weil es entfernt wurde.

Umgehend einen Tierschutzverein informieren. Am besten mit detaillierter Ortsangabe und, falls möglich, mit Foto für die Besitzersuche in sozialen Netzwerken. Der Verein schickt jemanden, der nach Chip und Tätowierung schaut und informiert Tasso sowie Findefix.

Für viele Gemeinden gilt leider: Nicht (!) selbst Ordnungsamt oder Bauhof informieren. Leider wird dann häufig das Tier erstaunlich schnell entsorgt ohne nach einer Kennzeichnung zu sehen. Teilweise haben die Ämter kein Chiplesegerät oder es kommt einfach nicht zum Einsatz. Selbst wenn sich dann auf anderem Wege der Besitzer noch findet, ist es längst zu spät. Bei Bedarf werden die Ämter vom zuvor gerufenen Tierschutzverein informiert.

Bitte immer daran denken, dass viele Besitzer unendlich leiden, wenn ihr Familienmitglied spurlos verschwindet. Die Nachricht zu erhalten, dass das geliebte Tier nie wieder nach Hause kommen wird, ist mit Sicherheit ein Albtraum. Dennoch ist es besser Gewissheit zu haben und sich verabschieden zu können, als sich mit Sorge und Ungewissheit zu quälen.

Bitte ermöglicht dem Besitzer ein letztes „Auf Wiedersehen, ich hab Dich lieb“.

Stillleben Katze
Foto: Lumania@pixabay

Neue Notdienstgebühren der Tierärzte

Von Eva Volk/ SAMT e.V. Die von der Bundesregierung beschlossene und vom Bundesrat zustimmend beschiedene Änderung der GOT (Gebührenordnung der Tierärzte) bezüglich der Notdienstgebühren ist Mitte Februar in Kraft getreten. Es gelten nun neue Gebühren.

Die wichtigsten Punkte kurz zusammengefasst:

  • Der Notdienst beginnt werktags um 18 Uhr und endet um 8 Uhr des Folgetags. Freitags beginnt er ebenfalls um 18 Uhr und endet um 8 Uhr Montagmorgen. An gesetzlichen Feiertagen gilt der Zeitraum von 0 bis 24 Uhr als Notdienst. In diesen Zeiten gelten die neuen Gebühren.
  • Bietet der Tierarzt reguläre Sprechzeiten in den Abendstunden z.B. bis 20 Uhr oder samstags z.B. von 9 bis 12 Uhr an, handelt es sich NICHT um Notdienst. Es werden nur die „normalen“ Gebühren herangezogen, die je nach Praxis den einfachen bis dreifachen Gebührensatz betragen, abhängig von Ausstattung mit Equipment, Personal und Kompetenzen.
  • Generell wird im Notdienst eine Pauschale von € 50 netto, also € 59,50 brutto fällig, quasi eine Art Eintrittsgeld. Werden mehrere Tiere eines Tierhalters gleichzeitig im Notdienst vorgestellt, fällt die Pauschale nur einmalig an.
  • Die einfachen Gebührensätze erhöhen sich im Notdienst zwingend auf mindestens das Zweifache bis auf maximal das Vierfache. Letzteres im Wesentlichen bedingt durch die Schwierigkeit und die zeitliche Dauer der Leistung. Bei Hausbesuchen im Notdienst wird zusätzlich noch ein Wegegeld berechnet (€ 3,50 je Doppelkilometer, mindestens € 13).

Katze beim Tierarzt
Foto: skeeze@pixabay

Zu befürchten ist, dass viele Tierhalter aus finanziellen Erwägungen das betroffene Tier in einem Notfall lieber erst am Montag einem Tierarzt vorstellen. Aus langjähriger Erfahrung zeigt sich, dass das häufig eine ganz schlechte Idee ist.

Es ist dringend zu empfehlen, im Falle des Falles wenigstens telefonisch Kontakt aufzunehmen und die Symptome zu schildern, damit zumindest anhand dessen beurteilt werden kann, wie hoch die Dringlichkeit einer Behandlung ist.

Ihr Tier zählt auf Sie!

Unterschätzte Gefahr aus dem Blumentopf

Von Beate Uhlig/SAMT e.V. Zierpflanzen üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf so manches Haustier, besonders Katzen aus, ob als Snack oder nur zum Spielen. Das ist oft fatal, denn nicht wenige Pflanzen sind hochgiftig. Besonders junge Kätzchen sind gefährdet, wenn Sie in ihrer Unerfahrenheit alles mit dem Geschmackssinn untersuchen wollen.

Tulpe
Tulpe (Foto: anelka@pixabay)

Solche Unfälle sind vermeidbar, die Liste der giftigen Pflanzen lang. Hier einige Beispiele:
• Agave, Alpenveilchen, Aloe-Arten, Azalee, Aralie, Avocado
• Baumfreund (Philodendron), Birkenfeige, Buchsbaum, Buntwurz
• Calla, Christrose, Chrysanthemen, Chili
• Dieffenbachia, Dipladenie, Drachenbaum
• Edelweiß, Efeu, Eisenhut, Einblatt, Engelstrompete, Efeutute
• Farn-Arten, Fensterblatt, Fingerhut, Flieder, Ficus (Gummibaum)
• Geranien, Ginster, Goldregen
• Heckenkirsche (rot), Hortensien, Hyazinthen
• Kakteen, Krokus, Kalanchoe, Knollenbegonie
• Liliengewächse, Liguster, Lorbeeren
• Magnolien, Maiglöckchen, Märzenbecher, Mistel
• Nachtschattengewächse, Narzissen
• Oleander, Osterglocke, Orchideen
• Passionsblume, Primel
• Ritterstern
• Stechpalme, Spindelbaum
• Tabakpflanze, Tollkirsche, Tulpe (bes. das Wasser bei Schnittblumen), Tomatenpflanze
• Wolfmilchsarten, Weihnachtsstern, Wunderstrauch, Wandelröschen
• Yucca
• Zierpaprika

Efeutute
Efeutute (Foto: sweetlouise@pixabay)

Aber als Tierhalter muss man nicht auf dekoratives Grün verzichten. Ungiftig sind z.B.:
• Bambus
• Dickblatt-Arten, z.B. Geldbaum
• Grünlilien
• Hibiskus
• Maranten
• Palmen
• Schamblume
• Tillandsie
• Usambaraveilchen
• Zimmertanne
• Zyperngras
Die Alternative zu ungiftigen Pflanzen sind unzugängliche Pflanzen, z.B. in Ampelkörben oder hinter Glas. Gerade bei reinen Stubentigern empfiehlt sich, Katzengras und Katzenminze aufzustellen. Dann verlieren sie oft von ganz allein das Interesse an anderen Pflanzen.

Grünlilie
Grünlilie (Foto: Beate Uhlig)

Symptome, die auf eine Vergiftung hinweisen können:
• Erbrechen
• Geweitete Pupillen
• Starkes Speicheln, Schaum vor dem Maul
• Durchfall oder Verstopfung
• Zittern, Taumeln, Krämpfe
• schwacher Puls
• langsamer, angestrengter Atmen
• Benommenheit
• zentrale Lähmungen
• Herz- und Kreislaufkollaps

Bei Verdacht auf eine Vergiftung immer sofort zum Tierarzt! Nicht abwarten!

Kampagne des Monats

Von SAMT e.V. Neben der eigenen wichtigen Tierschutzarbeit möchte SAMT e.V. auch andere Tierschutzprojekte unterstützen, deren Themen über die eigentliche Vereinsarbeit hinausgehen. Daher machen wir an dieser Stelle regelmäßig auf Kampagnen aufmerksam, an denen sich jeder Interessierte ganz einfach online beteiligen kann.

eine Maus alsVersuchstier
Foto: tiburi@pixabay

Barbarische Tierversuche in Hamburg

Die Bilder sind schockierend und kaum erträglich, welche die SOKO Tierschutz zusammen mit Cruelty Free International im Laboratory of Pharmacology (LPT) in Hamburg aufgedeckt haben. Man kann kaum hinschauen, aber vom Wegsehen werden die Zustände bestimmt nicht besser.

Die schrecklichen Bildern und Videoaufnahmen zeigen, wie wehrlose Tiere im Namen der Forschung gequält und misshandelt werden. Das LPT ist mit rund 12.000 Tieren (darunter Hunde, Affen, Katzen und Kaninchen) eines der größten Versuchslabore der EU.

Durch die Aufnahmen der SOKO Tierschutz wissen wir: Die Affen werden in kleinen Käfigen gehalten ohne Beschäftigungsmöglichkeiten, viele von Ihnen haben Zwangshandlungen entwickelt und drehen sich nur noch ununterbrochen im Kreis. Sie werden an ihren Köpfen für Versuche fixiert und mit äußerster Grobheit bestraft, sodass Sie blutige Verletzungen erleiden. Die Beagle bekommen Menschen nur zu Gesicht, wenn Fütterungszeiten sind oder sie für die Versuche abgeholt werden. Und selbst dann noch wedeln sie freudig mit ihrem Schwanz, so sehr sehnen sie sich nach der menschlichen Fürsorge. Die restliche Zeit vegetieren sie in ihren Zwingern, welche blutverschmiert sind durch die Vergiftungssymptome der Tiere, bis zu dem Moment an dem sie einsam und qualvoll sterben.

Über 7300 Menschen demonstrierten am 19.10. in Hamburg gegen das Tierversuchslabor. Doch der Protest darf nicht aufhören. Deshalb unterstützt bitte diese Petitionen:

https://www.change.org/p/stoppt-tierversuche-schließt-das-lpt-laboratory-of-pharmacology-and-toxicology-hamburg-juliakloeckner-bgv-hh

https://www.change.org/p/barbarische-tierversuche-in-hamburg-endlich-beenden

Über die Arbeit des SOKO Tierschutz:

https://www.soko-tierschutz.org/

 

 

Niederlande verbieten Zucht von brachycephalen Hunderassen

Von Eva Volk/SAMT e.V.  Beim Tierschutz sind uns unsere niederländischen Nachbarn mal wieder einen großen Schritt voraus. Ab Juni hat die Regierung die Zucht von brachycephalen Hunden verboten.

Brachycephalie ist der Fachbegriff für eine angeborene Schädeldeformation, die landläufig als Kurzköpfigkeit bezeichnet wird. Was früher nur ab und an zu beobachten war, trifft man heute an jeder Ecke. Warum? Weil man damit Geld verdienen kann. Denn Menschen lieben nun mal das Kindchenschema, also rundes Köpfchen, Kulleraugen und Stupsnase. Klassische Reaktion auf entsprechende Hunde: „Oooh, wie niiiiiiedlich!!!!!!“.

Mops
Foto: carinakrammer@pixabay

Was machen daher die Züchter seit Jahrzehnten? Sie züchten gezielt diese ursprüngliche Missbildung bis zum Exzess und auf Kosten der Gesundheit der Tiere. Mittlerweile kurzköpfige Rassen wie Mops, französische und englische Bulldogge, Pekinese, Shi-Tzu, um nur einige zu nennen, kommen bereits mit schwerwiegenden Atemproblemen auf die Welt. Das gilt im Übrigen genauso für Katzenrassen wie z.B. Perser. Die Besitzer dieser Tiere finden ihr Schnarchen zumeist herzallerliebst, es entsteht jedoch durch die verengten Atemwege. Auch das nach Luft japsen nach nur kurzen Anstrengungen ist der weggezüchteten Nase zu verdanken. Da das Hecheln nicht richtig funktioniert und kaum Luft über die Nase einströmt, kann die normalerweise hierdurch entstehende Abkühlung des Hundes nicht vollumfänglich stattfinden. Somit leiden diese Tiere besonders bei Hitze und bei Belastung und fallen manchmal sogar aus Atemnot in Ohnmacht. Das Tier bekommt sein Leben lang nicht genug Luft. Im Alter verschlimmert sich die Symptomatik weiter und irgendwann hilft – vielleicht – nur noch eine teure Operation.

Medizinisch betrachtet handelt es sich um Qualzuchten, aber egal, Hauptsache niedlich. Wirklich? Und solch ein armes Wesen soll unser Familienleben begleiten?

In Anbetracht des Krankheitsbildes der genannten Rassen kann man die Entscheidung der Niederländer nur ausdrücklich begrüßen. Direkt nach Bekanntgabe der Regelung entschied der niederländische Zuchtverband Commedia, die Zucht kurzköpfiger Möpse sofort einzustellen.

Wünschenswert wäre ein entsprechendes Engagement des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH). Dort sieht man sich diesbezüglich auf einem guten Weg, da es ja schließlich vorgeschriebene Belastungstests für die Zuchtzulassung gibt.

Hier ein kleiner Auszug:
Der Hund wird unmittelbar vor dem Belastungstest durch den Tierarzt untersucht (u.a. Herzfrequenz und Atemgeräusche in Ruhe). Danach muss der Hundeführer mit seinem angeleinten Hund in beliebiger Gangart eine fest vorgegebene Strecke von 1.000 m in maximal 11 Minuten absolvieren. Es folgen dann weitere Untersuchungen des Tierarztes direkt nach dem Belastungstest sowie nach 5- und 10-minütiger Erholung (Herzfrequenz und Atemgeräusche). Nach 10 Minuten bzw. spätestens nach 15 Minuten müssen sich die Herz- und Atemfrequenz normalisiert haben, um den Belastungstest zu bestehen.

Dazu mag sich jeder seine eigene Meinung bilden. Es wurden jedenfalls schon Großmütter am Rollator gesichtet, die schneller liefen und sich deutlich schneller erholten.

Wo ist eigentlich die deutsche Regierung bei diesem Thema? War da nicht was mit Tierschutz im Grundgesetz? Wir warten mit Spannung, ob die zuständige Ministerin irgendwann dazu eine Meinung haben wird.

Dringender Notfall

18 Katzen suchen kurzfristig ein Zuhause

Von SAMT e.V. Auf einen Schlag suchen 18 Katzen ein (zumindest vorübergehendes) Zuhause, und das bis Ende September. Sie verlieren leider aufgrund akuter gesundheitlicher Probleme der Besitzer ihr bisheriges Heim. Unglücklicherweise sind die SAMT-Pflegestellen zum jetzigen Zeitpunkt fast zu 100 % ausgelastet. Wir suchen daher dringend Helfer, die bereit wären, ein oder zwei Katzen bei sich aufzunehmen und zu beherbergen, bis sie vermittelt werden können oder Plätze auf Pflegestellen freiwerden.

Es handelt sich durchgehend um freundliche Katzen und Kater, teils Waldkatzen, teils EKH, die sich alle prächtig miteinander verstehen. Einige sind sehr verschmust, andere etwas schüchtern, aber alle sind einfach nur lieb. Es sind ausschließlich reine Wohnungskatzen im Alter von ca. 10 bis 16 Jahren. Sie leben derzeit noch mit 2 Schäferhunden zusammen, sind also hundeverträglich.

Wer helfen kann, meldet sich bitte bei SAMT e.V. Jülich
0157-76810046 oder 0173-9423672

Wir zählen auf Euch! Bitte helft den alten Menschen und den Katzen!

Meldung bitte gern auch weiterleiten!

Katzen aus Notfall-Abgabe

Fotos: Lisa Kasrow