Rinder, Schweine, Hühner… helfen, aber wie?

Kalb schaut in die Kamera
Foto: kadres@pixabay

Vom Arbeitskreis „Nutz“tiere /SAMT e.V. Oftmals stellt sich im Tierschutz die Frage, wie man sich engagieren kann, wenn man etwas bewegen möchte. Aus diesem Grunde möchten wir heute die Albert-Schweitzer-Stiftung vorstellen. Sie ist eine deutschlandweit tätige Tierschutz- und Tierrechtsorganisation, die sich für die sogenannten Nutztiere in der Landwirtschaft einsetzt. Sie vertritt die Auffassung, dass die Nahrungsmittelproduktion mit Tieren der Bereich ist, in dem Menschen weltweit am meisten Leid und Tod verursachen.

Die Stiftung versucht, die Haltungsbedingungen dieser Tiere zu verbessern und setzt sich für einen verringerten Konsum von Tierprodukten ein. Das langfristige Ziel der Stiftung ist die Abschaffung der Massentierhaltung und eine möglichst große Verbreitung der veganen Lebensweise. Durch Gespräche u. a. mit Unternehmen aus dem Lebensmitteleinzelhandel versucht die Stiftung höhere Tierschutzstandards zu erzielen, Tierprodukte zu reduzieren oder das vegane Angebot zu stärken. Sie führt aber auch Kampagnen gegen Unternehmen, die nicht dialogbereit sind.

Die Albert-Schweitzer-Stiftung arbeitet mit anderen Tierschutzorganisationen zusammen, um Missstände (z.B. in der Hühnermast) zu beenden. In vielen Städten gibt es regionale Aktionsgruppen. Unter dem Namen Vegan Taste Week bietet die Albert-Schweitzer-Stiftung Tipps und Rezepte für eine pflanzliche Ernährung.


Wer regelmäßig aktuelle Informationen zu Tierschutzthemen erhalten möchte und z.B. Kampagnen unterstützen möchte, die den Tieren helfen, der sollte sich beim kostenlosen Newsletter anmelden. Dieser ist sehr informativ und wir können ihn nur empfehlen.

Ohne Ehrfurcht vor dem Leben hat die Menschheit keine Zukunft
Albert Schweitzer

Tierversuche durch die Hintertür

Foto: tiburi@pixabay

Tierversuche in der EU für Kosmetik verboten – oder etwa doch nicht?

Vom Arbeitskreis „Nutz“tiere/SAMT e.V. Im April 2021 haben wir im Newsletter, aufgrund des immer am 24.04. stattfindenden Tag des Versuchstiers, darüber informiert, wie viele Tierversuche in Deutschland stattfinden, dass es verschiedene Schweregrade der Tierversuche gibt, die Tiere entsetzliche Qualen leiden und auch sterben. Fortschritt ohne Tierleid ist möglich und wichtig ist (nachzulesen im NL Ausgabe 43 April 2021).

Der deutsche Tierschutzbund macht eindringlich darauf aufmerksam, dass immer noch Tierversuche für Kosmetika durchgeführt werden, obwohl diese eigentlich nicht mehr durchgeführt werden dürfen. Beim Tierversuchsverbot für Kosmetika gibt es riesige Schlupflöcher, die dazu führen, dass Tiere dafür immer noch unglaublich leiden und sterben. Hersteller können chemische Substanzen in Kosmetikprodukten verwenden, für die Tierversuche vorgeschrieben sind. Das EU-Parlament hatte die EU-Kommission im September 2021 aufgrund einer Mehrheit von 97 % aufgefordert, einen Ausstiegsplan aus Tierversuchen zu erarbeiten. Nun können sich EU-Bürger ebenfalls an die EU-Kommission wenden für eine schrittweise Abschaffung aller Tierversuche in Europa und auch dafür, dass das Verbot von Tierversuchen für Kosmetik eingehalten wird, und um es zu stärken. Dafür müssen Rechtsvorschriften geändert werden. Das furchtbare Leiden der Tiere in Versuchslaboren – auch für Kosmetikprodukte – die genau wie wir Menschen Schmerzen und Angst, Todesangst empfinden, sollte endlich aufhören. Es gibt genug Alternativen, die gefördert und genutzt werden sollten.

Damit eine Änderung des EU-Rechts in Erwägung gezogen wird, muss mindestens eine Million EU-Bürger die nachfolgende Petition unterschreiben.

https://www.tierschutzbund.de/news-storage/tierversuche/090322-eu-buergerinitiative-will-bedrohtes-eu-tierversuchsverbot-fuer-kosmetika-retten/

Seid Ihr auch dabei?

Der Krake

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Vom Arbeitskreis „Nutz“tiere/SAMT e.V. Heute möchten wir Euch ein geheimnisvolles Tier vorstellen, welches am Meeresgrund lebt und fester Bestandteil der Mythologie ist: Der Krake.

Auch heute noch gibt der Krake den Menschen Rätsel auf. Kraken sind weitaus intelligenter, als Forscher lange Zeit angenommen haben. Kraken sind in der Regel ungefährlich und nicht aggressiv.

Kraken haben drei Herzen und ein hochentwickeltes Nervensystem, welches besonders komplex ist. Sie besitzen Linsenaugen, die im Gegensatz zu denen der Wirbeltiere dem Licht zugekehrt sind und auf diese Weise mit den Sinneszellen der Netzhaut direkt zum Licht weisen. Die Arme und besonders die Saugnäpfe sind stark mit Nerven durchzogen. Kraken denken nicht nur mit dem Kopf, sondern mit ihrem gesamten Körper. Das Gehirn der Kranken ist sehr leistungsfähig und sie sind sehr intelligente Tiere. Es hat sich gezeigt, dass sie sehr komplexe Aufgaben lösen können, wie z. B. Gläser mit Schraubverschluss öffnen. Sie sind fähig, absichtsvoll zu handeln und Probleme zu lösen. Sie sind in der Lage zu lernen. Ihre Verteidigungs- und Jagdstrategien lassen auf ein beträchtliches Denkvermögen schließen. Bei Gefahr stoßen sie eine Farbwolke aus, um sich unbemerkt in Sicherheit zu bringen. Sie können sich tarnen und verschiedene Farben und Muster annehmen, und zwar blitzschnell. Sie sind neugierig und spielen gerne. Vor allem aber können Kraken, wie man mittlerweile festgestellt hat, Schmerz erleben, und zwar körperlich wie auch emotional. Ein Krake ist sich dessen bewusst, was er erlebt hat und erlebt; er kann sich erinnern.

Und nun sollen diese hochsensiblen Tiere zu Hunderttausenden in beengten Becken gezüchtet und wegen ihres Fleisches getötet werden. Es soll auf Gran Canaria die erste Intensivtierhaltung für Kraken entstehen. Eine solche Haltung würde für die Tiere extremes und anhaltendes Leid bedeuten. Wie sie dort sterben müssten, möchte man sich gar nicht vorstellen. Um die Kraken richtig zu ernähren, müssten wohl wild lebende Meerestiere gefangen werden, was die Überfischung der Meere vorantreiben würde.

Wenn auch Ihr dies nicht möchtet, dann unterschreibt doch bitte die folgende Petition, um den Kraken zu helfen, damit sie dort artgerecht leben, wo sie hingehören, nämlich auf den Meeresgrund in Freiheit.

Helfen Sie uns, die erste Kraken-Farm der Welt zu stoppen | PETA

Das Leiden der „Nutz“tiere

Foto: hans@pixabay

Vom Arbeitskreis „Nutz“tiere/SAMT e.V. Es geht auch 2022 weiter, wenn wir nicht hinsehen und gemeinsam aktiv werden.
Wisst ihr, was eine Tierkörperbeseitigungsanlage ist? In diesen Anlagen werden verendete Zootiere, Haustiere, Schlachtabfälle usw. entsorgt, dann „verwertet“, z.B. zu organischem Dünger, Tiermehl, Fleischfuttermehl, oftmals auch nur verbrannt. Dort landen auch Tiere, die zu krank für den Schlachthof sind. 1/5 der Schweine aus deutschen Tierställen überleben die Mast nicht – das sind 13.6 Millionen Schweine im Jahr! Für uns eine unvorstellbare Zahl. Diese Tiere verenden, weil es katastrophale Haltungsbedingungen in der „Nutz“tierhaltung gibt. Derzeit finden kaum Kontrollen über tierschutzrelevante Befunde und Fehltötungen in den Tierkörperbeseitigungsanlagen statt.

Die Tierärztliche Hochschule Hannover hat bereits 2017 eine Studie über die Missstände veröffentlicht. Report Mainz, der NDR berichteten und Veterinärmediziner beklagen die Zustände seit Jahren. Selbst der Bauernverband ruft zur Einhaltung von Gesetzen und ethischen Normen auf. Alle sind sich einig und dennoch passiert kaum etwas. In der Politik wird die Verantwortlichkeit zwischen Land und Bund hin und her geschoben.

Wir fordern die Verantwortlichen zum Handeln auf. Bitte unterstützt mit uns die Petition:

Bessere Kontrollen für Tierkörperbeseitigungsanlagen

Das Gesetz ist eindeutig:

Tierschutzgesetz
§ 17 

Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

  1. ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder
  2. einem Wirbeltier

a) aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder

b) länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt.

Plagegeister

Foto: JerzyGorecki@pixabay

Von Beate Uhlig/SAMT e.V. Gefühlt ist ja mittlerweile jedes Jahr ein Zeckenjahr, oder? Ich persönlich habe in den vergangenen Monaten einige von mir runtergesammelt, die meisten hatten sich zum Glück noch nicht festgebissen. Das bleibt leider nicht aus, wenn man wie ich viel draußen unterwegs ist. Genau wie viele unserer Haustiere, die sicherlich noch deutlich häufiger von Zecken befallen werden.

Diese Plagegeister können nicht nur für Menschen gefährlich werden, sondern auch für Hund, Katze & Co. Wie entfernt man die Blutsauger eigentlich richtig? Und vor allem, wie verhindert man, dass sie unsere Tiere erneut befallen?

Zecken können gefährliche Infektionskrankheiten auf Haustiere übertragen, z.B. Anaplasmose, Babesiose („Hundemalaria“), Borreliose und Ehrlichiose. Eine Übertragung von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), wie beim Menschen, ist dagegen bei Tieren sehr selten. Unbehandelt verlaufen diese Krankheiten oft akut oder manchmal sogar tödlich. Daher ist Vorbeugung außerordentlich wichtig.

Nach Spaziergängen, Ausflügen oder Weidegang sollten die Tiere immer gründlich nach Zecken abgesucht werden. Je eher die Zecke entfernt wird, umso besser. Besonders die gefäßreichen, dünnhäutigen Partien an Kopf, Hals, Schultern und Achseln sind bei den Parasiten beliebt. Hochsaison haben sie von März bis Oktober. Aber bei unseren mittlerweile vermehrt milden Wintern sind sie inzwischen bald rund ums Jahr aktiv.

Hat sich die Zecke bereits festgebissen, entfernt man sie am besten mit einer speziellen Zeckenzange unter sanftem Zug aus der Haut, ohne das Tier zu quetschen. Keinesfalls sollte man sie mit Öl oder anderen Flüssigkeiten versuchen abzutöten, wie es mir meine Eltern noch beigebracht haben, denn gerade im Todeskampf bringen Zecken ihren möglicherweise infektiösen Speichel vermehrt in die Wunde ein.

Sollte der Kopf einmal stecken bleiben, ist das kein Drama. Der richtet keinen Schaden mehr an und wächst heraus wie ein Splitter. Wird er herausgepult, ist der Schaden oft größer.

Ein Absuchen des Tieres bietet nicht immer Sicherheit. Im dichten Fell werden besonders die kleineren Zecken, die kleiner als ein Stecknadelkopf sein können, gern übersehen. Schutz über einen längeren Zeitraum bieten verschiedene Präparate wie Sprays, Halsbänder und Spot-on, die zum einen eine abschreckende Wirkung auf Zecken haben, zum anderen eine abtötende. Sprays haben den Nachteil, dass giftige Bestandteile eingeatmet werden können. Sie werden am ehesten bei schon massiv befallenen Tieren eingesetzt. Halsbänder sollten nicht für Katzen verwendet werden, weil sie sich damit strangulieren können. Spot-on-Präparate, die im Nacken aufgetragen werden, sollten unbedingt nur für die jeweils zugelassene Tierart verwendet werden. Präparate für Hunde auf Katzen oder Kaninchen angewendet, können diese schwer bis tödlich vergiften!!! Für Hunde stehen zudem Impfungen zur Verfügung, die jedoch nicht vor allen Erregern schützen und z.T. auch nur vor einem schweren Verlauf. Wie fast immer gilt, Finger weg von fragwürdigen Hausmittelchen, wie beispielsweise Knoblauch. Wer sich nicht an dem Geruch stört, darf das gern bei sich selber ausprobieren, für Tiere ist er jedoch – wie alle Zwiebelgewächse – giftig.

Abschließend bleibt noch ein Aspekt zu betrachten: Wir alle verteufeln die fiesen Blutsauger, da nehme ich mich nicht heraus. Aber wie alles in der Natur haben auch Zecken ihren Platz und ihre Aufgabe. Sie dienen heimischen Vögeln als Nahrung und wiederum anderen Parasiten wie Pilzen, Fadenwürmern oder Erzwespen als Wirt. Sie helfen dabei, die Population anderer Lebewesen zu regulieren und wirken auf sie als Immunstärker und Evolutionsbeschleuniger, was langfristig einen positiven Einfluss auf eine Tierart haben kann.

Da ich an dieser „Regulierung“ nur sehr ungern teilnehmen möchte, besorge ich mir jetzt lieber doch mal flott ein Mittel zur Zeckenabwehr…

Der Igel verliert qualvoll den Kampf gegen Mähroboter und Co.

Foto: Irene Launer-Hill

Von Kerstin Martensen/ SAMT e.V. Man kann Igel und andere Kleintiere vor diesem Ende schützen, indem man vor dem Einsatz des Mähroboters immer die Büsche und Sträucher im Garten kontrolliert. Auch Motorsensen, Freischneider und Fadenmäher werden den Tieren gefährlich.

Das Versprechen der Anbieter, dass die selbständigen Mähhilfen Hindernissen ausweichen, wird in vielen Fällen nicht gehalten.

Igel sind nachtaktive Tiere und man erhofft ausreichenden Schutz, indem man den Mähroboter nur tagsüber einsetzt. Allerdings hat sich die Situation der Igel verändert. Vielerorts wird der Lebensraum der Igel eingeschränkt und auch durch die längeren Trockenphasen finden sie nicht mehr genügend Insekten. Dies nötigt die Igel auch tagsüber nach Futter zu suchen.

In den vergangenen Wochen, seit Ende April, wurden allein dem Jülicher Verein SAMT 13 Igel mit schweren Verletzungen gebracht. Ihre kleinen Gesichter zerschnitten und zum Teil waren auch die Füße bis zum Knochen abgetrennt. Fast alle Igel mussten von ihren Qualen von einem Tierarzt erlöst werden, nur einer hat überlebt.

Neben dem Straßenverkehr, der jährlich eine halbe Millionen Igel das Leben kostet, kommt seit einiger Zeit auch noch diese neue Bedrohung durch den Mähroboter hinzu.

Wir bitten alle Mitbürger nicht wegzusehen, wenn ein Igel in Not ist. Viele Tierärzte behandeln Igel kostenfrei, nur die Medikamente müssen bezahlt werden. Bitte lassen Sie auch schwerverletzte Igel nicht liegen; der Tierarzt kann dem Tier stundenlange Schmerzen und Qualen ersparen, wenn er es gleich erlöst.

Wir gönnen jedem seinen Mähroboter – und jedem Igel sein Recht auf Leben!

Weltmilchtag am 01.06.2021

Warum Milchkühe so leiden

Kalb
Foto: kadres@pixabay

Vom Arbeitskreis „Nutz“tiere/SAMT e.V. Was sind Milchkühe? Kühe geben nur dann Milch, wenn sie Kälber zur Welt gebracht haben. Damit wir Menschen Milch trinken können, müssen die Kühe immer wieder zwangsbesamt werden. Eine Kuh ist 9 Monate trächtig. Danach werden Mutter und Kalb meist unmittelbar nach der Geburt getrennt. Sie leiden sehr darunter und rufen oft noch lange nacheinander.

Die Kälber werden nach der Trennung von der Mutter üblicherweise in sogenannten Kälberiglus einzeln untergebracht und bekommen in den meisten Fällen Milchersatz aus Eimern. Kurze Zeit nach der Geburt wird die Kuh erneut zwangsbesamt, damit der Milchfluss fast ununterbrochen fließt.

Kühe leben normalerweise im Familienverband und kümmern sich sehr um ihre Kälber. Obwohl Kühe eigentlich Weidetiere sind und eine Strecke von 10 km pro Tag zurücklegen, bleibt die durchschnittliche Milchkuh oftmals im computergesteuerten Stall mit Melkroboter, ohne jemals eine Weide zu sehen. Im Stall stehen sie meist auf Spaltböden, manche immer noch in Anbindehaltung. Selbst in der Biohaltung ist das nicht verboten.

Da die Tiere oftmals zu wenig Platz haben und sich gegenseitig verletzen könnten, werden den jungen Kälbern die Hornanlagen betäubungslos ausgebrannt. Dies ist für die Tiere sehr schmerzhaft.

Die Milchkühe sind auf Höchstleistung getrimmt, d.h. immer mehr Milch in einem immer kürzeren Leben. 1960 gab eine Kuh 2000 Liter – heute weit über 10000 Liter Milch im Jahr. Durch diese maximale Milchleistung sind die Euter unnatürlich groß und haben oftmals schmerzhafte Euterentzündungen zur Folge. Die Lebensdauer einer Kuh in der Milchviehhaltung beträgt im Durchschnitt 5 Jahre. Obwohl sie bis zu 20 Jahre leben könnte, endet sie nach dieser Zeit beim Schlachter.

Was passiert mit den Kälbern, die eine Kuh ja zwangsweise immer wieder bekommt, um Milch zu geben?

Die männlichen Kälber sind in der Milchviehhaltung ein Abfallprodukt, da sie als Masttiere eher ungeeignet sind und keine Milch geben können. Wohin dann mit den Kälbern? Kälber müssen erst 7 Tage nach ihrer Geburt gekennzeichnet werden. Ihr Verbleib ist oft unklar. Viele der Kälber werden mit 14 Tagen verkauft und ins Ausland transportiert, wo ihr Leben nach kurzer Zeit auf dem Schlachthof endet.

Das Schicksal der weiblichen Kälber ist es, dass sie meist Milchkühe werden.

Der Mensch kann auch ohne Kuhmilch gesund leben. Länder, in denen Milch kein Grundnahrungsmittel ist, zeigen das.

Kann es wirklich gesund sein, als Mensch ein ganzes Leben lang Muttermilch zu trinken?

Es gibt so viele schmackhafte Alternativen. Probiert doch einfach mal die Drinks aus Hafer, Reis, Mandel, Soja, Kokos usw. aus!

Rinder wollen sich bewegen. Anbindehaltung ist eine besondere Qual für die Tiere. Es bedeutet, die Rinder stehen angebunden nebeneinander. Sie können sich weder belecken, noch kratzen. Körperpflege ist so gut wie unmöglich.

Diese Tierqual soll Weltkulturerbe werden. Wenn Du so wie wir anderer Meinung bist, solltest Du nachfolgende Petition unterschreiben.

24.04.2021 – Der Internationale Tag des Versuchstiers

eine Maus alsVersuchstier
Foto: tiburi@pixabay

Vom Arbeitskreis „Nutz“tiere/SAMT e.V. Medizinischer Fortschritt – ja, aber… Wusstet Ihr: Auch in der heutigen digitalisierten Welt finden immer noch millionenfach Tierversuche in Deutschland statt. Es gibt rund 700 Labore, in denen ca. 1,8 bis 2,8 Millionen Tiere leiden und sogar sterben.

Die Tierversuche werden seit 2014 in Schweregraden erfasst: Schwer, mittel, gering und keine Wiederherstellung der Lebensfunktion. Die Einteilung der Schweregrade wird vom Forscher selbst vorgenommen!!! Tierexperimentelle Toxikologie und Tierversuche in der Grundlagenforschung sind unvorstellbar grausam und die Tiere leiden entsetzliche Qualen.

Fortschritt ohne Tierleid ist möglich. Sicherlich ist medizinischer Fortschritt wichtig, aber es gibt innovative Alternativen, z. B. humane Zellmodelle, Computermodelle, computertomografische Verfahren, Organchips usw.

Der deutsche Tierschutzbund fordert von der Bundesregierung eine Gesamtstrategie zum Ausstieg aus Tierversuchen.

Die Organisation Ärzte gegen Tierversuche e.V. ruft zur Zeit zu einer groß angelegten Aktion auf. Ihr könnt also von Zuhause aus etwas gegen diese grausamen Praktiken unternehmen.

Eine Unterschrift der nachfolgenden Petition hilft den Tieren sehr.

https://www.ausstieg-aus-dem-tierversuch.de/helfen

Wer darüber hinaus aktiv werden möchte, kann über einen weiteren Link Politiker zum Handeln auffordern:

https://www.ausstieg-aus-dem-tierversuch.de/component/jdbuilder/page/26

Für Kosmetik und Putzmittel leiden immer noch unzählige Tiere. Wer das nicht möchte, sollte auf die Siegel achten. Zwei der bekanntesten Siegel bei Kosmetik ohne Tierversuche sind Nachfolgende:

Auf der Seite Ärzte gegen Tierversuche e.V. findet Ihr eine Übersichtstabelle von tierversuchsfreien Kosmetik-Siegeln

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/images/stories/illustrationen/kosmetik/kosmetik_siegel.pdf

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.
(Mahatma Gandhi)

Igel im Fokus von Mähroboter, Fadenmäher, Tellersense & Co.

Poster Plakatkampagne

Bundesweite Plakatkampagne der Tierfreunde Rhein-Erft von Renate Könen

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

seit Jahren geht der Igelbestand enorm zurück. Massive Verkleinerung der Lebensräume und fehlende artgerechte Nahrung ließen Igel zu Kulturfolgern werden. Seit Jahren sind sie u.a. in Parks und Gärten heimisch. Leider haben sie in ihrer neuen Heimat nicht das Paradies gefunden. Der Einsatz von Mähroboter, Fadenmäher, Tellersense, Freischneider und weiteren Gartengeräten gefährdet die Existenz von Igeln, tötet oder verletzt sie häufig schwer. Grund genug, in Kooperation mit der Igelhilfe Rostock die bundesweite Plakatkampagne „Igel im Fokus von Mähroboter, Fadenmäher, Tellersense & Co.“ zu starten.
Ohne tatkräftige Unterstützung interessierter Mitstreiter*innen geht es natürlich nicht. Notwendige Informationen bietet unsere Homepage
https://www.tierfreunde-rhein-erft.de/plakatkampagne.htm
https://www.tierfreunde-rhein-erft.de/neues_igel.htm

Poster Plakatkampagne

Vier Plakate stehen zur Auswahl, die ab Beginn der Mähsaison 2021 an möglichst vielen publikumsintensiven Stellen hängen sollen. Das sind -soweit bekannt-neben Igelstationen und -pflegestellen, Tierheimen, Tierschutzvereinen, Gnadenhöfen und regionalen Tierarztpraxen u.a. Natur- und Artenschutzvereine, Obst- und Gartenbauvereine, Schreber- und Kleingartenvereine, Umweltstationen, Umweltzentren und Naturparks, die bereits informiert sind.

Nicht vergessen werden dürfen Tierhandlungen,  Sparkassen, Blumenläden, Frisöre, Bäcker, Metzger, der Kiosk nebenan, und, und, und… – kurz überall dort, wo die Anbringung eines Plakates nicht verboten, besser noch erwünscht ist.

Im Sinne in Not geratener Igel ist tatkräftige Unterstützung dringend nötig. So einfach geht’s: Gewünschtes Plakat ausdrucken und für jede*n Besucher*in gut sichtbar aufhängen. Mitarbeiter*innen, Mitstreiter*innen, Verwandte, Freunde, Bekannte, Nachbarn usw. für das Thema sensibilisieren und diese Nachricht möglichst häufig teilen.

Sie betreiben eine eigene Homepage? Setzen Sie einen Link auf unsere Seite. Vernetzen wir uns bundesweit, denn nur gemeinsam lässt sich beim zuständigen Bundesministerium etwas erreichen.

Bitte machen Sie mit.

Unseren ausführlichen Pressebeitrag zum Thema finden Sie hier
https://meine.rheinische-anzeigenblaetter.de/elsdorf/c-lokales/igel-im-fokus-von-maehroboter-fadenmaeher-tellersense-und-co_a9605

Bereits im Voraus bedanken wir uns für Ihre Mühe, tatkräftige und freundliche Unterstützung.

Beste Grüße, passen Sie weiter gut auf sich auf und bleiben Sie gesund.

Für die Tierfreunde Rhein-Erft

Renate Könen

Mehr Tierschutz = mehr Menschenschutz

Vom Arbeitskreis Nutztiere/SAMT e.V.

Wollen wir gesund bleiben?

Die aktuelle Corona-Pandemie zeigt, Viren und Bakterien machen keinen Unterschied zwischen

Menschen und Tieren. In der sogenannten Massentierhaltung werden riesige Mengen von Antibiotika verwandt, auch Reserveantibiotika,  die eigentlich ausschließlich der Humanmedizin dienen sollten.

Als Reserveantibiotika werden spezielle Antibiotika bezeichnet, die nur zum Einsatz kommen bei Infektionen mit resistenten Erregern. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) warnt vor wachsenden Resistenzen und immer mehr Toten, weil wirksame Antibiotika fehlen.

Schauen wir uns die Massentierhaltung einmal genauer an, kommen wir zu der Erkenntnis, der Einsatz von Medikamenten wäre durch eine andere Art der Tierhaltung veränderbar. Zu große Bestände leben auf zu engem Raum und durch Zucht wurden diese Tiere auf Höchstleistung getrimmt, ihre Grundbedürfnisse aber weitestgehend ignoriert. Diese Tiere leben in krankmachenden Verhältnissen und nicht die Ursache wird beseitigt, sondern Medikamente werden verabreicht.

Bitte informiert Euch über diesen Link und unterschreibt die Petition. Sie fordert Frau Klöckner und Herrn Spahn zum Handeln auf.

https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/kein-antibiotika-missbrauch-im-stall

Sollte Euch das Thema Nutztiere interessieren, könnt Ihr Euch im Informationsheft für Schüler von PROVIEH informieren. Übrigens auch für Erwachsene sehr informativ!

Das Informationsheft Unsere „Nutz“tiere“ ist bei PROVIEH erhältlich und kostet 2,00 € pro Stück. Bei Interesse gibt es das Infoheft sowie das Buch „Alles lecker“ zur Abholung auch bei SAMT e.V. Jülich gegen eine Spende!