Mollys Kolumne

Molly, Frieda und Mira lümmeln in der Sonne
Foto: B. Uhlig

Liebe/r Leser/in,

kürzlich sagte Frauchen zu uns, „Kommt alle mit raus bei dem schönen Wetter und Vitamin D tanken!“. „Vitamin D?“, hab ich mich gewundert. „Ist das lecker? Und wie soll ich das tanken? Bin doch kein Auto.“ „Nein, Vitamin D ist ein Stoff, den wir Menschen bei Sonne in der Haut bilden und der wichtig ist für Knochen, Stoffwechsel und den Schutz vor Krankheiten“. Na, das klingt doch gut, dachte ich mir. Das will ich auch, also nichts wie raus!

Aber halt mal… In der Haut? Wie soll das denn gehen bei meinem dichten Fell? Und bei langhaarigen Katzen dringen doch bestimmt noch weniger Sonnenstrahlen durch. Haben reine Wohnungskatzen dann einen chronischen Mangel? Fragen über Fragen. Da musste ich doch mal intensiver nachforschen.

Tatsächlich funktioniert das bei uns Katzen auf diese Weise nicht, obwohl wir uns ausgesprochen gerne die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Ebenso bei Hunden. Wir müssen unsere Portion Vitamin D komplett über die Nahrung aufnehmen. Wilde Tiere tun das in ausreichender Weise über ihre Beute und deren Organe, insbesondere der Leber. Wir verwöhnten Stubentiger sind darauf angewiesen, dass uns hochwertiges Futter gegeben wird, welches dieses Vitamin in ausreichender Menge enthält, sonst kann es tatsächlich zum Mangel kommen. Es gibt auch die Möglichkeit, Vitamin D künstlich zuzusetzen als Nahrungsergänzung, aber dies sollte nur in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen. Da viele Wissenschaftler diesen Stoff von der Wirkung her als Hormon einstufen, ist eine Überdosierung nicht unproblematisch und kann mehr schaden als nützen.

Dass Katzen Vitamin D im Fell produzieren und es dann durch das Putzen in den Körper aufnehmen, ist übrigens ein Mythos, der sich hartnäckig hält. Tatsächlich besitzen wir Katzen dort nicht einmal die nötigen Rezeptoren für dessen Produktion.

Nun, das Vitamin-D-Tanken in der Sonne ist dann wohl eher die Angelegenheit von Frauchen, aber wir Katzen leisten ihr gerne Gesellschaft dabei. Denn auch so gibt es fast nichts Schöneres, als bei dem herrlichen Wetter in der Sonne zu lümmeln. Also, nichts wie raus! Und nachher hole ich mir eine Portion Vitamin D in Form meines leckeren Futters ab.

Bis zum nächsten Mal,

Deine Molly SAMTpfote

Mollys Kolumne April 2022

Molly mit ukrainischer Friedensflagge
Foto: B. Uhlig

Liebe/r Leser/in,

wie eine Gesellschaft mit Tieren umgeht, sagt viel über ihren moralischen Zustand und ihre Einstellung zum Leben aus.

Mit Entsetzen habe ich zusammen mit meinen Leuten die Geschehnisse der vergangenen Wochen in der Ukraine im Fernsehen verfolgt. Millionen von Menschen sind gezwungen, sich auf die Flucht zu begeben. Sie können oft nur das Allernötigste bei sich tragen, das was ihnen am wichtigsten ist. Und das sind nicht selten ihre Haustiere. Das geht ans Herz.

Nicht immer gelingt die Flucht mit dem Haustier. Manche mussten ihre geliebten Vierbeiner im letzten Moment zurücklassen, z.B. an Bahnhöfen, weil sie nicht mit in den Zug konnten. Tierschützer vor Ort versuchen, so vielen wie möglich zu helfen. Aber alle kann man wohl nicht retten. Die Tierheime in der Ukraine sind am Limit. Futterreserven sind schnell aufgebraucht und Nachschub schwer zu bekommen. Die Situation wird von Tag zu Tag dramatischer.

Selbst wenn die Flucht mit dem Haustier erfolgreich war, darf dieses oft nicht mit in die Unterkunft. Für Mensch und Tier ist die Trennung sehr traumatisch, da viele eine enge Bindung zueinander haben. Gerade in einer Krisensituation möchten Besitzer nicht auch noch ihre Tiere verlieren. Eine Trennung vom eigenen Haustier stellt für die Geflüchteten nach Verlust der Heimat und des gewohnten Alltags eine weitere, psychische Belastung dar.

Vor dem Krieg fliehen nicht nur Millionen Menschen, mit dabei sind auch Tiere in einem noch nie da gewesenen Ausmaß. Daher ist es wichtig, dass alle mit anpacken und ihrerseits die Helfer unterstützen. So kann jeder Futter und Geld spenden. Der WDR hat eine Liste mit Organisationen veröffentlicht, die direkt vor Ort unterstützen:

Hilfe für Geflüchtete und Tiere in der Ukraine – Tiere suchen ein Zuhause – Fernsehen – WDR

Wer die Möglichkeit hat, kann aber beispielsweise auch ein Tier vorübergehend bei sich aufnehmen, bis es dem Besitzer möglich ist, es zurückzunehmen. Dafür wendet man sich am besten an örtliche Tierheime bzw. Tierschutzvereine, die Tiere bei sich unterbringen. Dafür kann dann ein weiteres Tier aus Polen oder der Ukraine nachrücken.

Das große Leid der Menschen bedeutet gleichzeitig großes Leid für die Tiere, die von ihnen abhängig sind. Wenn jeder von uns nur ein bisschen was tut, lässt sich wahnsinnig viel bewegen. Ich werde gleich mein Frauchen bitten, einen Teil von meinem Futter zu spenden.

Bis zum nächsten Mal,

Dein Molly SAMTpfote

Mollys Kolumne März 2022

Molly
Foto: Beate Uhlig

Liebe/r Leser/in,

Allergien sind so unfair. Schließlich hat man sie oft gegen gute Sachen wie Nahrungsmittel, Blumen und Tiere. Selbst gegen solch ausgesprochen süße wie uns Katzen. Und das scheint gar nicht mal selten zu sein. Im Familien- und Freundeskreis unserer Menschen gibt es gleich mehrere Personen mit einer Katzenallergie. Sehr tragisch, denn manche von denen sind sogar ausgesprochene Katzenliebhaber.

Da in unserem Haushalt mehrere von uns Fellnasen leben und unsere Menschen auch nicht vorhaben, das jemals zu ändern, kommen die meisten nur noch selten oder gar nicht zu Besuch. Und wenn doch, wird vorher gründlich bis in jede Ritze feucht durchgewischt, damit es die von diesem schweren Schicksal Betroffenen wenigstens 2-3 Stunden aushalten. Man will sich ja nicht komplett isolieren.

Eine Katzenallergie kann durch unterschiedliche Allergene hervorgerufen werden: Fell, Hautschuppen oder Speichel. Haarlose Katzen, die oft als allergenfrei angepriesen werden, sind daher nicht unbedingt die Rettung. Mal abgesehen davon, dass solche Tiere sehr oft Qualzuchten sind und schon daher abzulehnen sind.

Zur Desensibilisierung kann man sich Spritzen geben lassen. Aber nicht jeder verträgt diese Methode und nicht bei jedem führt sie zum Erfolg.

Ganz neu haben unsere Menschen einen Luftreiniger angeschafft. Dieser kam nun schon häufiger zum Einsatz und brachte dem allergischen Besuch sehr deutliche Erleichterung. Der ein oder andere hat nur sogar selbst solch ein Gerät zu Hause stehen, weil das so gut ankam. Für die nicht ganz so heftigen Allergiefälle also durchaus empfehlenswert.

Bei einer Bekannten ist nach jahrelangem Training durch den Kontakt mit uns die Allergie inzwischen fast komplett verschwunden und wir werden nun von ihr zur gegenseitigen Freunde fleißig gestreichelt, wenn sie zu Besuch ist. Ich finde das super.

Übrigens, für manchen vielleicht überraschend, aber auch wir Katzen können anders herum tatsächlich an einer „Menschenallergie“ leiden und reagieren mit typischen Allergiesymptomen wie Niesen, Juckreiz oder Asthma, sobald ein Mensch in unsere Nähe kommt. Höchst unerfreulich, aber zum Glück auch äußerst selten.

Wieso gibt es eigentlich keine Allergie gegen schlechte Menschen? Jemand kommt auf Dich zu, Du bekommst einen Niesanfall und weißt gleich, von dem hältst Du Dich besser fern. Das wär‘ doch was.

Bis zum nächsten Mal,

Deine Molly SAMTpfote

Mollys Kolumne Februar 2022

Liebe/r Leser/in,

meine Menschen, die liebe ich schon sehr. Das steht außer Frage. Aber müsste ich mich im Falle eines Umzugs entscheiden, ob ich bei ihnen bleibe oder lieber in meiner vertrauten Umgebung – nun, sie wären möglicherweise von der Antwort enttäuscht. Wir Katzen sind in der Regel eben sehr territorial eingestellt. Bei mir sieht es da nicht anders aus.

Das Kerngebiet meines Reviers ist unser Haus, welches ich als mein Eigentum und meine Wohlfühlzone betrachte. Hier habe ich meinen Futternapf, kann mich tief entspannen und mich in Ruhe der Körperpflege widmen. Zu meinem Rudel gehören Mira und Frieda, mit denen ich besagtes Kerngebiet teile.

An dieses schließt sich das erweiterte Kerngebiet an. Dies beinhaltet die nähere Umgebung oder, in unserem Falle, unser Gehege, welches Terrasse, eine Wiese und mehrere Sträucher einfasst. Wir kennen hier praktisch jeden Stein und bemerken jede kleine Veränderung sofort. In diesem Bereich schauen wir, ob sich mal wieder die Nachbarskatze anschleicht oder uns eine lebensmüde Maus vor die Nase läuft. Am liebsten dösen wir aber auf unseren angestammten Lieblingsplätzen in der Sonne vor uns hin. Denn durch den Gehegezaun müssen wir nur selten unsere Interessen gegen Eindringlinge verteidigen. Eine Duftspur entlang der Einfriedung, die wir in jahrelanger Arbeit gelegt haben und die ständig aufgefrischt wird, gibt jeder fremden Katze außerdem Bescheid, dass sie am Zaun nichts zu suchen hat und der Bereich schon besetzt ist.

Für Katzen mit Freigang würde ab hier das sogenannte Streif- und Jagdgebiet anfangen. Je nach Charakter, Alter und Geschlecht sind das nur etwa 50 m bis hin zu 500 m. Kater neigen eher zu größeren Revieren, ältere Katzen ziehen sich mehr und mehr auf ihr erweitertes Kerngebiet zurück. Je nach Katzendichte überschneiden sich die Reviere, z.T. auch mehrfach. Um hier möglichem Ärger vorzubeugen, bedienen wir Samtpfoten uns einer simplen Methode. Die Pfade, auf denen wir wandeln, werden einfach zeitversetzt genutzt. Dabei sind die anderen dennoch immer präsent, denn sie zeigen durch Markierung mit Harn, Kot oder Kratzen, dass sie da waren und auch wann zuletzt. Reviergrenzen können sich auch schon mal verschieben, z.B. wenn ein Inhaber stirbt bzw. mit seinen Menschen wegzieht oder eine neue Katze in der Nachbarschaft hinzukommt.

Auch im Kerngebiet müssen Botschaften regelmäßig durch Markieren aktualisiert werden. Dies geschieht dann aber auf für die Menschen etwas angenehmere Weise wie dem Reiben an Beinen und Gegenständen oder Kratzen am Kratzbaum. Damit drücke ich aus: MEINS.

Wenn ich so darüber nachdenke, vielleicht würde ich mich doch für meine Menschen entscheiden. Schließlich hat es einige Mühe gemacht, sie so gut zu erziehen, dass sie brav machen, was ich von ihnen möchte. Das hat durchaus seine Vorteile. Außerdem ist es ja doch auch eine ganz nette Beschäftigung, neue Dinge mit dem eigenen Wohlgeruch zu beduften.

Dass ein Verlust des gewohnten Territoriums besonders bei Freigänger-Katzen zu einem großen Problem werden kann, zeigt unser heutiger Bericht aus der Tierschutzarbeit.

Bis zum nächsten Mal,

Deine Molly SAMTpfote

Fotos: B. Uhlig

Mollys Kolumne Januar 2022

Molly hat Spielzeug in ihrem Futternapf abgelegt

Liebe/r Leser/in,

Eichhörnchen sammeln Nüsse, Hamster hauen sich die Backen mit Getreide voll und angeblich tragen Elstern gern glänzende Gegenstände aller Art in ihre Nester. Es gibt zahlreiche Beispiele für einen Sammeltrieb im Tierreich. Haben auch wir Katzen solch einen Drang zum Horten? Gleich mal vorangestellt, in freier Natur kommt dieses Verhalten bei uns nicht vor. Doch wird der ein oder andere Katzenbesitzer sein Tier hier in meinen Schilderungen sicherlich wiedererkennen.

Selbst trage ich leidenschaftlich gern und mit viel Fleiß täglich meine Spielzeuge zusammen, am liebsten Spielangeln. Alles, was irgendwo im Haus zu finden ist, lege ich dann fein säuberlich nebeneinander auf dem Küchenfußboden in der Nähe meines Futternapfes ab, manchmal auch direkt hinein oder – als besonderes Highlight – mitten in die Wasserschale. Was für ein Spaß.

abgelegte Spielangeln
Fotos: B. Uhlig

Ein ähnliches Verhalten lässt sich in der Natur beobachten, wenn Katzenmütter ihrem Nachwuchs Beute von der Jagd mitbringen. Auf diese Weise werden ihre Kleinen in sicherer Umgebung mit dem Beutetier vertraut gemacht. Vermutlich werden wir Samtpfoten durch diesen mütterlichen Instinkt angetrieben, unsere Spielzeuge (Beutetiere) in der menschlichen Umgebung auf ganz ähnliche Weise zu behandeln. Denn unseren Wasser- und Futterplatz verbinden wir mit Schutz und Geborgenheit.

Mit meiner Sammelleidenschaft ist mir die Aufmerksamkeit meiner Menschen auf jeden Fall sicher, und ich glaube, sie haben da auch viel Freude dran und zeigen einen gewissen Stolz. Ist ja schließlich eine besondere Fähigkeit, die ich da habe. Und ganz unschuldig sind sie an meinem Spleen auch nicht. Als ich noch klein war, hat mir Frauchen das Apportieren beigebracht. Selbstverständlich mit einem Leckerchen als Belohnung, wenn ich es richtig gemacht habe. Auch heute noch „verdiene“ ich mir das ein oder andere Leckerchen durch das Einsammeln der Spielzeuge hinzu. Damit mir die Arbeit nicht ausgeht, verteilt mein Frauchen die Sachen netterweise jeden Tag wieder.

Was wohl jeder Katzenhalter kennt, dessen Tier Zugang nach draußen hat, ist das Mitbringen netter „Geschenke“ in Form mehr oder weniger toter Mäuse und ähnlicher Kleintiere. Diese werden dann natürlich nicht irgendwo abgelegt, sondern in der Regel dort, wo die Menschen es auf keinen Fall übersehen können. Ist es der Versuch, Zuneigung und Aufmerksamkeit zu bekommen, der uns dazu veranlasst? Manche Menschen sagen, wir Katzen zeigen dieses Verhalten, weil wir sie für schlechte Jäger halten und so sicherstellen wollen, dass sie nicht verhungern.

Ich bringe unseren Leuten als vegane Alternative zur toten Maus gern auch mal ein Spielzeug vorbei und freue mich dann wahnsinnig über das Lob und die Streicheleinheiten, die dann folgen. Nicht selten gibt es für mich im Austausch noch das ein oder andere Leckerchen dazu. Die werden selbstverständlich nicht gesammelt, sondern – ist doch klar – direkt verputzt.

Bis zum nächsten Mal,

Deine Molly SAMTpfote

Mollys Kolumne Dezember 2021

Liebe/r Leser/in,

heute habe ich ein kleines Jubiläum mit Dir zu feiern. Man mag es kaum glauben, aber die heutige Ausgabe meines Newsletters ist bereits die 50. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Gefühlt habe ich das Zepter gerade erst von meiner Vorgängerin Rosina übernommen. Das war im Juni 2017 und ich noch ein junger Hüpfer, der vom Schreiben keine Ahnung hatte. Ich wurde einfach ins kalte Wasser geworfen, wie es so heißt. Und was wir Katzen von Wasser halten, ist, denke ich, jedem bekannt.

Rosina

Ende 2015 startete SAMT mit „Rosinas Welt“ seinen monatlichen Newsletter. Treue Leser der ersten Stunde erinnern sich vielleicht noch an Rosina, die Katze mit den besonderen Augen. Der Katzenschnupfen hatte ihre Augenlider zerstört und sie könnte nur eingeschränkt sehen. Dennoch war sie eine normale, glückliche Katze. Sie hat eine Lanze für Tiere mit Handicap gebrochen und gezeigt, dass es keinen Grund gibt, sich zu scheuen, eine solche Katze bei sich aufzunehmen.

Irgendwann wollte ihr Herz nicht mehr und sie hat uns alle traurig zurückgelassen. Und so kam ich zu meinem neuen Job.

Kasimir

Seither ist einiges passiert. Für Rosina kam Kater Kasimir als Notfall mit einem kaputten Beinchen zu uns. Auch er hat sich niemals als behindert empfunden und ein glückliches Leben mit uns geführt, inklusive einer kleinen Liaison mit unserer Mira. Kastriert heißt ja noch lange nicht enthaltsam. Leider hat ihn der Krebs schon zwei Jahre später von uns genommen.

Dann gab es noch die freundliche, zarte Mia und die kuschelige Seniorin Lisa, die schon lange vor mir im Haushalt lebten. Für Lisa kam nach deren Tod Rebecca, ebenfalls schon hoch betagt. Sie alle haben noch einen schönen Lebensabend bei uns gehabt, wo man sich gut um die typischen Altersgebrechen gekümmert hat.

Nur wenige Monate vor Kasimir sind Mia und Rebecca gestorben. Es war ein furchtbares Jahr mit vielen Sorgen. Aber für jede Katze, die gegangen ist, bekam eine neue ein schönes Zuhause. Mira und Frieda, meine jetzigen Mitbewohnerinnen, sind als junge Kätzchen zu uns gekommen. Wie schon erwähnt, entbrannte kurze Zeit später eine innige Liebe zwischen Kasimir und Mira. Eine weitere Seniorin, Bastet, durfte ebenfalls ihre restliche Lebenszeit bei uns verbringen.

Wie Du siehst, ein ständiges Kommen und Gehen in den vergangenen Jahren. Deshalb gab es immer viel zu berichten aus dem Leben in einem Mehrkatzenhaushalt, dem mittlerweile über 100 Leser folgen. Viele schöne, aber auch traurige Geschichten. Wir haben mitgelitten, wenn eine von uns erkrankt ist. Wir haben unsere Schicksale geteilt, wie wir auf ganz unterschiedlichen Wegen als Notfälle in unser gemeinsames Zuhause gefunden haben, nicht zuletzt durch die wertvolle Arbeit von SAMT. Es gab jede Menge praktischer Tipps, z.B. worauf man bei älteren Katzen besonders achten sollte oder wie man seinen Balkon katzensicher machen kann. Ich habe Einblicke gegeben in das Verhalten von uns Katzen, und welche besonderen Fähigkeiten die ein oder andere von uns hat, oder einfach in den ganzen Schabernack, den wir den lieben langen Tag so anstellen und damit unsere Menschen erheitern.

Ich hoffe noch lange fit zu bleiben, damit ich auch in den nächsten 50 Ausgaben mein Leben mit Dir teilen kann, und würde mich freuen, wenn Du mir weiterhin treu bleibst. In diesem Sinne,

Bis zum nächsten Mal,

Deine Molly SAMTpfote

Fotos: B. Uhlig

Mollys Kolumne November 2021

Liebe/r Leser/in,

gibt es etwas, das eine innige Katzenfreundschaft von jetzt auf gleich beenden kann? Das muss ich leider ganz klar mit ja beantworten. Die wichtigere Frage aber ist, lässt sich dieser Bruch wieder kitten?

Ich hatte bereits beim letzten Mal berichtet: Nach einem Vorfall in unserem Gehege, bei dem vermutlich ein fremder Geruch der Auslöser war, konnten wir drei Katzenmädchen nicht mehr rausgehen, ohne dass es heftigen Ärger untereinander gab. Zurück im Haus waren wir friedlich wie immer, als wäre nichts gewesen. Unsere Menschen haben wochenlang das Rausgehen mit uns geübt, bis alles wieder in Ordnung schien. Dann gab es erneut einen Vorfall mit einem fremden Geruch. Wieder ein scheinbar kleines Ereignis, aber mit umso größerer Wirkung auf uns Fellnasen. Ab da haben wir uns auch nicht mehr im Haus vertragen und unsere Menschen mussten uns räumlich voneinander trennen. Eine unheimlich belastende Situation für alle. Vorher war es schon nervig, dass wir einfach nur nicht raus konnten, wann wir wollten. Keiner hat geahnt, dass es noch viel schlimmer kommen wird.

Nun mussten wir erstmal wochenlang üben, uns im Haus wieder zu vertragen. Das ging mal besser mal schlechter. Über Tag waren wir die ganze Zeit getrennt. Frauchen kam in jeder Mittagspause von der Arbeit nach Hause, um einen „Umschluss“ zu machen, so dass jede von uns mal nach draußen kam, um auch das nicht zu verlernen. Ganz allmählich wurde es besser. Am Anfang konnten Frieda und Mira schon wieder zusammenbleiben, bei mir hat es etwas länger gedauert. Manche behaupten, ich wäre unheimlich nachtragend. Ich sage, ich kann mir Sachen eben gut und lange merken.

Inzwischen dürfen wir im Haus schon wieder alle zusammenbleiben, und auch draußen läuft es ganz gut. Da sind unsere Menschen aber noch vorsichtig und wollen nichts vorschnell riskieren. Aktuell dürfen wir nur in Begleitung raus. Ist aber nicht so schlimm wie im Sommer. Wenn’s draußen kalt ist, bleiben wir sowieso lieber in Heizungsnähe.

Wie man auf den aktuellen Bildern sieht, haben wir Drei uns zum Glück erinnert, dass wir beste Freundinnen sind. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie froh wir sind.

Fotos: B. Uhlig

Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass sowas noch mal passiert. Aber dann sind unsere Menschen bestimmt von Anfang an viel gelassener, weil sie nun wissen, wie sie das wieder für uns lösen können. Niemals verzagen und eine Engelsgeduld sind die Werkzeuge, mit denen sie unsere Freundschaft wieder hergestellt haben. Seit Beginn bis heute sind insgesamt bereits 5 Monate vergangen und wir sind noch nicht ganz am Ende des Weges. Aber ich bin sicher, den Rest schaffen wir auch noch.

Bis zum nächsten Mal,

Deine Molly SAMTpfote

Mollys Kolumne Oktober 2021

Foto: B. Uhlig

Liebe/r Leser/in,

es ist wohl einfacher, zwei völlig fremde Katzen zu vergesellschaften, als zerstrittene Katzenkumpels wieder zu befrieden. Dies mussten wir am eigenen Leib erfahren.

Im letzten Newsletter musste ich leider davon erzählen, dass wir drei Katzenmädchen, Mira, Frieda und ich, durch ein plötzliches Ereignis so aus der Bahn geworfen wurden, dass wir uns so mir nichts, dir nichts auf einmal nicht mehr grün waren. In einem einzigen Augenblick wurden aus den besten Freundinnen Todfeinde. Man muss es wirklich so ausdrücken. Unsere Menschen konnten uns keine Sekunde mehr zusammenlassen, ohne dass wir uns angefaucht, angegriffen und heftig ineinander verbissen haben.

Durch einen Umbau an unserem Gehege kam es – so die Vermutung – dazu, dass eine fremde Katze unser Revier markieren konnte. Was wir vorher überhaupt nicht kannten. Aus einer Art Übersprungshandlung heraus ging die hochkochende Aggression auf die jeweils anderen Mädchen über. Unglücklicherweise waren wir nicht zu beruhigen und mussten voneinander isoliert werden.

Unsere Menschen waren mit der Situation ebenfalls erstmal völlig überfordert und fragten bei verschiedenen Leuten um Rat. Da war alles dabei an Vorschlägen, was man sich so denken kann: Uns Katzen das auskämpfen lassen, oder welche von uns zur Vermittlung weggeben, oder erstmal einen ganzen Tag trennen und dann langsam wieder zusammenführen. Letzteres schien doch am sinnvollsten. Hätten sie uns endlos weiterkämpfen lassen, wäre wahrscheinlich gar nichts mehr zu retten gewesen. Weggeben war ebenso keine Option. Einen ganzen Tag trennen, war nicht angenehm, denn uns Dreien hat das gar nicht gefallen und wir haben richtig Terror gemacht – auch in der Nacht. Aber so hatten die Gemüter genügend Zeit, erstmal runterzukochen.

Unsere Menschen haben das Gehege gründlich von möglichen Fremdgerüchen befreit, aber an Rausgehen war erstmal nicht zu denken. Wichtig war zu Beginn, uns erstmal wieder im Haus zu befrieden. Der Ablauf war eigentlich ähnlich, wie bei der Einführung einer neuen Katze in unsere Gruppe. Kurze Besuche mit gutem Zureden, Streicheln und jeder Menge Leckerchen. Nichts ist so friedenstiftend wie leckere Naschereien. Natürlich waren auch unsere Leute nicht weit und jederzeit bereit, bei Eskalation einzugreifen. So konnten wir uns sicher fühlen und wieder Vertrauen fassen.

Es funktionierte. Schon nach kurzer Zeit hatten wir uns alle wieder lieb und konnten auch ohne Aufsicht zusammenbleiben. Nun sollte es wieder nach draußen gehen. Endlich! Es war so schönes Wetter. Ich konnte es kaum erwarten.

Das klappte… überhaupt nicht. Keine fünf Sekunden draußen, und schon kamen die Erinnerungen und die Ängste zurück. Jede fauchte jede an und wir waren kurz davor, wieder auszuflippen. Also, erneut alle Mann rein. Eine Weile beruhigt, und eine Stunde später das gleiche von vorn. Immer wieder. Unsere Menschen mussten seeehr viel Geduld aufbringen.

Mal lief es besser, mal schlechter. Mal konnten wir Stunden friedlich draußen sein, mal dauerte es keine Minute bis es wieder Ärger gab. Da halfen auch keine Leckerchen oder Ablenkung mit Spielzeug. Ein zäher Prozess. Anfangs hatten unsere Leute noch Urlaub und konnten viel mit uns üben. Als sie wieder arbeiten mussten, ging das leider nur noch abends und an den Wochenenden. Die restliche Zeit hockten wir im Haus. Zwar in Eintracht, aber wir haben uns so leider den ganzen Sommer versaut.

Über die Wochen wurde es immer besser mit uns und dem Freigang. Unsere Menschen vertrauten uns schon wieder so weit, dass sie nur noch in der Nähe blieben und wir nicht die ganze Zeit beobachtet werden mussten. Sie waren kurz davor, uns wieder die volle Kontrolle zu überlassen. Dann ist es wieder passiert. Ein fremder Geruch der uns völlig aus der Bahn geworfen hat. Frauchen kam mit ihren Gartenschuhen in unser Gehege, wie sie es schon unzählige Male zuvor getan hat. Doch diesmal war daran ein Geruch, der uns Angst machte und uns die Schuhe anfauchen lies. Noch ehe Frauchen sie ausziehen konnten, sind wir wieder ausgerastet und haben uns gegenseitig heftig angegriffen. Auch im Haus konnten wir uns einfach nicht mehr beruhigen. Es war schlimmer als beim ersten Mal. Die bisher erfolgreiche Strategie zur Zusammenführung brachte rein gar nichts, trotz der endlosen Geduld unserer Menschen. Die waren verständlicherweise mächtig frustriert. Und wir Katzenmädchen?

Ich muss auch Dich um Geduld bitten, denn wie letztlich alles mit uns ausgegangen ist, verrate ich erst im November-Newsletter.

Bis zum nächsten Mal,

Deine Molly SAMTpfote

Mollys Kolumne September 2021

Foto: B. Uhlig

Liebe/r Leser/in,

es gibt nicht viel, was enge Katzenfreunde trennen kann. Aber das, was vor allem anderen an erster Stelle steht, sind Gerüche. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass etwas das Band zwischen Mira, Frieda und mir zerschneiden könnte, aber es ist so gekommen und nun hängt der Haussegen gehörig schief.

Wie konnte das passieren? Ich versuche mich zu erinnern.

In unseren Freilauf war ein kleines Gartenhaus eingefriedet, herrlich ausgestattet mit Krätzbäumen und Wandliegen für uns Fellnasen. Seine besten Jahre hatte das Häuschen hinter sich und unsere Menschen wollten es ersetzen. Da während Abbau des alten und Aufbau des neuen Hauses eine Lücke im Gehege entstand, durften wir zwei Tage nicht raus. Fluchtgefahr. Fanden wir zwar blöd, aber war auch nichts Ungewöhnliches. Bei Sturm hatten wir in der Vergangenheit auch schon das ein oder andere Mal keinen Freigang.

Nach getaner Arbeit hatten uns unsere Menschen direkt herausgerufen, damit wir alles inspizieren konnten. Haben wir natürlich auch gemacht und alles für gut befunden. Später am Abend, unseren Menschen waren schon wieder drinnen, ist es dann passiert. Ich weiß nicht mehr, was es war, aber wir drei Mädels waren plötzlich so verstört, dass wir uns vor lauter Verwirrung gegenseitig an die Gurgel gegangen sind. Und frag nicht, wie. Das Geschrei war so laut, dass unsere Leute direkt angerannt kamen, um nach uns zu schauen.

Dieses Phänomen gab es bereits schon mal. Ein fremder Kater kam an unseren Katzenzaun und versetzte uns in hellen Aufruhr. Da wir ihn durch das Gitter nicht erreichen konnten, um ihn zu verjagen, war die aufgestaute Aggression auf das nächstbeste Objekt übergesprungen – und das waren wir selbst. Unsere Menschen haben dann den Kater vertrieben und uns wieder erfolgreich beruhigen können. So auch dieses Mal. Ein fremdes Tier konnten sie zwar nicht mehr ausmachen, aber nachdem wir alle drin waren, herrschte direkt wieder Frieden.

Der währte jedoch nicht lange. Am nächsten Morgen sind wir drei – wie immer – direkt raus ins Freie. Es dauerte keine fünf Minuten und es ging wieder los. Jede gegen jede. Heftige Attacken wie von Sinnen. Als ginge es um Leben und Tod. Unsere Leute haben uns umgehend wieder reingeholt, nur leider konnten wir uns dieses Mal nicht mehr beruhigen und es ging im Haus weiter. Ihnen blieb nichts weiter übrig, als uns drei räumlich zu trennen, was in dem Zustand gar nicht so einfach war. Sie konnten erneut kein fremdes Tier ausmachen, so dass sie diese These fallen ließen und sich den Kopf zerbrachen, was dieses Desaster ausgelöst haben könnte.

Eine neue Theorie kam auf. In der Zeit des Umbaus vom Gartenhaus war unser Gehege über Nacht offen. Durchaus möglich, dass dies eine Nachbarskatze genutzt hat, unseren über Jahre hinweg mühsam markierten Auslauf mit dem eigenen Geruch zu überduften. Das wäre für uns eine bisher nie dagewesene, unerhörte Situation. Und durchaus plausibel. Du musst wissen, wir Katzen sehen die Welt um uns herum trotz der scharfen Augen in erster Linie mit der Nase. Fremde Gerüche werden häufig als bedrohlich wahrgenommen. Weit oben auf der Liste steht z.B. Narkosegeruch, wenn eine von uns von einer OP zurückkommt. Da wird der „Patient“ auch schon mal angefaucht.

Während Mira, Frieda und ich jeweils für sich in der Isolation verweilten, um wieder runterzukommen, haben sich unsere Menschen daran gemacht, den eventuell vorhandenen Fremdgeruch so gut es geht zu beseitigen. Markante Stellen wurden mit einem speziellen Enzymreiniger behandelt, der Rest mit einem Wasserschlauch gründlich abgespritzt und der viele Regen der vergangenen Wochen sollte auch noch dazu beigetragen, einen potentiellen fremden Geruch zumindest immer weiter zu verdünnen.

Und wir drei Mädels? Egal ob nach einer Stunde, nach drei, sobald zwei von uns probehalber aus dem Zimmer gelassen wurde, sind wir sofort wieder blindlinks aufeinander los. Unsere Menschen konnten gar nicht so schnell gucken.

Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Wie kann eine so enge Freundschaft wie bei uns Dreien in nur einem einzigen Augenblick so nachhaltig zerstört werden? Wir waren immer wie Pech und Schwefel und haben alles gemeinsam gemacht. Es herrschte ein absolutes, tiefes Vertrauen zueinander. Nun, da wir wissen, wozu die jeweils anderen fähig sind, wird es wohl nie mehr, wie es war. Ich bin so traurig.

Wie soll es nur mit uns weitergehen? Das erfährst Du im Oktober.

Bis zum nächsten Mal,

Deine Molly SAMTpfote

Mollys Kolumne August 2021

Foto: Beate Uhlig

Liebe/r Leser/in,

im Moment haben wir scheinbar wieder einen Lauf, was Krankheiten angeht. Kaum war meine Bindehautentzündung, von der ich beim letzten Mal berichtet hatte, ausgeheilt, hat es nun die arme Frieda erwischt.

Ein guter Esser war sie ja noch nie, aber sie hatte kürzlich zunehmend an Appetit verloren – immer ein schlechtes Zeichen bei uns Katzen. Und obwohl wir auf Teufel-komm-raus in der Regel jedes Unwohlsein tapfer verbergen, war Frieda deutlich anzusehen, dass sie Schmerzen hatte. Dann muss es echt schon schlimm gewesen sein.

Also, natürlich, wieder mal ab zur Tierärztin. Die entdeckte bei eingehender Untersuchung tief in Friedas Rachen eine verdächtige Stelle mit einem Geschwür und ließ sie daraufhin unverzüglich direkt zur OP vorbereiten. Ein ziemlicher Schock für unser Frauchen. Mit sowas hatte sie nicht gerechnet.

Nach bangen Stunden des Wartens konnte sie Frieda am Nachmittag abholen. Zum Glück war es kein Krebs, wie die Tierärztin ihr im Nachhinein ihre erste Vermutung offenbarte, sondern „nur“ ein Abszess. Ein winziges Loch, das allerdings ein paar Zentimeter tief war und mit Eiter gefüllt. Eine extrem schmerzhafte Geschichte. Da kann man Friedas Fressunlust auf jeden Fall nachvollziehen.

Wie sie sich das eingehandelt hat, weiß keiner. Häufig entstehen Abszesse bzw. Eitergeschwüre durch Verletzungen z.B. bei Revierkämpfen, durch Bisse von Beutetieren oder Einstiche durch Fremdkörper. Da sich in der Maulhöhle bei uns besonders viele Bakterien tummeln, ist es nicht verwunderlich, dass sich die Verletzung schnell entzünden kann.

Dabei ist der Abszess ein Mittel des Körpers zum Schutz. Also eigentlich, wenn ich es recht bedenke, eine gute Sache. Eine Notfallmaßnahme. Dabei passiert folgendes: Zellen zur Immunabwehr nehmen die schädlichen Bakterien auf. Anschließend wird die Entzündung eingeschlossen und abgekapselt, um umliegendes Gewebe zu schützen.

Dieser Prozess ist sehr schmerzhaft und geht mit Rötungen, Schwellungen sowie Eiterbildung einher. Das ist von außen nicht immer so einfach zu erkennen, wie bei Frieda tief im Rachen, aber Abszesse können auch in Organen auftreten. Hier ist eher auf Symptome wie Humpeln, schlechtem Fressen und Umfangvermehrung zu achten. In jedem Fall sollten uns unsere Menschen unverzüglich zum Tierarzt bringen, denn es drohen schwerwiegende Folgen. Beispielsweise kann ein Aufplatzen des Eitergeschwürs zur Blutvergiftung führen.

Dem Tierarzt stehen zur Diagnose verschiedene Mittel zur Verfügung. Zum einen die äußere Untersuchung, zum anderen lassen sich Entzündungswerte im Blut nachweisen. Zudem können Abszesse per Ultraschall und Röntgen sichtbar gemacht werden.

Sofern zugänglich, lassen sich einfache Maßnahmen zur Vorbeugung ergreifen, damit es gar nicht erst so weit kommt. Die Wunde sollte mit Kochsalzlösung oder abgekochtem Wasser gereinigt werden, inklusive der umliegenden Hautareale, ggf. muss dafür etwas Fell weichen. Unsere Menschen sollten sich vorher selber gut die Hände waschen oder Einweghandschuhe tragen, um nicht weitere Keime einzutragen. Auch kann ein Antiseptikum vorsichtig aufgetragen werden. Die Wunde auf keinen Fall abdecken, damit sie trocknen kann. Außerdem sollte die Wunde in den folgenden Tagen beobachtet werden und bei den beschriebenen Symptomen nicht gezögert werden, zum Tierarzt zu gehen.

Bei Frieda wurde das Geschwür im Rachen unter Narkose geöffnet, vom Eiter geleert und anschließend gereinigt. Danach bekam sie für ein paar Tage ein Antibiotikum sowie Schmerzmittel. Direkt nach der OP war sie bereits wie ausgewechselt und düste durch die Gegend wie ein junges Kätzchen. Die Wunde ist problemlos verheilt und sie frisst so gut wie lange nicht mehr. Unsere Menschen waren sehr erleichtert, denn sie sind glücklich, wenn wir glücklich sind.

Bis zum nächsten Mal,

Deine Molly SAMTpfote