Mollys Kolumne März 2022

Molly
Foto: Beate Uhlig

Liebe/r Leser/in,

Allergien sind so unfair. Schließlich hat man sie oft gegen gute Sachen wie Nahrungsmittel, Blumen und Tiere. Selbst gegen solch ausgesprochen süße wie uns Katzen. Und das scheint gar nicht mal selten zu sein. Im Familien- und Freundeskreis unserer Menschen gibt es gleich mehrere Personen mit einer Katzenallergie. Sehr tragisch, denn manche von denen sind sogar ausgesprochene Katzenliebhaber.

Da in unserem Haushalt mehrere von uns Fellnasen leben und unsere Menschen auch nicht vorhaben, das jemals zu ändern, kommen die meisten nur noch selten oder gar nicht zu Besuch. Und wenn doch, wird vorher gründlich bis in jede Ritze feucht durchgewischt, damit es die von diesem schweren Schicksal Betroffenen wenigstens 2-3 Stunden aushalten. Man will sich ja nicht komplett isolieren.

Eine Katzenallergie kann durch unterschiedliche Allergene hervorgerufen werden: Fell, Hautschuppen oder Speichel. Haarlose Katzen, die oft als allergenfrei angepriesen werden, sind daher nicht unbedingt die Rettung. Mal abgesehen davon, dass solche Tiere sehr oft Qualzuchten sind und schon daher abzulehnen sind.

Zur Desensibilisierung kann man sich Spritzen geben lassen. Aber nicht jeder verträgt diese Methode und nicht bei jedem führt sie zum Erfolg.

Ganz neu haben unsere Menschen einen Luftreiniger angeschafft. Dieser kam nun schon häufiger zum Einsatz und brachte dem allergischen Besuch sehr deutliche Erleichterung. Der ein oder andere hat nur sogar selbst solch ein Gerät zu Hause stehen, weil das so gut ankam. Für die nicht ganz so heftigen Allergiefälle also durchaus empfehlenswert.

Bei einer Bekannten ist nach jahrelangem Training durch den Kontakt mit uns die Allergie inzwischen fast komplett verschwunden und wir werden nun von ihr zur gegenseitigen Freunde fleißig gestreichelt, wenn sie zu Besuch ist. Ich finde das super.

Übrigens, für manchen vielleicht überraschend, aber auch wir Katzen können anders herum tatsächlich an einer „Menschenallergie“ leiden und reagieren mit typischen Allergiesymptomen wie Niesen, Juckreiz oder Asthma, sobald ein Mensch in unsere Nähe kommt. Höchst unerfreulich, aber zum Glück auch äußerst selten.

Wieso gibt es eigentlich keine Allergie gegen schlechte Menschen? Jemand kommt auf Dich zu, Du bekommst einen Niesanfall und weißt gleich, von dem hältst Du Dich besser fern. Das wär‘ doch was.

Bis zum nächsten Mal,

Deine Molly SAMTpfote

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.