Update: Projekt Haustierhilfe für Senioren

Von Eva Volk/ SAMT e. V. Wie bereits im vergangenen Newsletter berichtet, startet SAMT das Projekt „Haustierhilfe für Senioren“. Hauptziel des Projektes ist es, ältere Menschen zu unterstützen, in deren Haushalt ein Tier lebt und die Hilfen bei dessen Betreuung und Versorgung benötigen. Zwischenzeitlich fanden – sowohl im kleinen als auch im großen Kreis – Projekttreffen statt.

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Stand der Dinge ist, dass zwei Fragebögen entwickelt wurden. Ein Fragebogen dient der Aufnahme der relevanten Angaben von potenziellen Tiersittern. Der andere ist für Tierbesitzer, die Betreuung benötigen. Hier werden alle notwendigen Informationen rund um Besitzer und Tier festgehalten. Die Fragebögen werden zum Start der Haustierhilfe auf der Webseite zur Verfügung gestellt, sodass jeder sie ausdrucken und ausfüllen kann. Zudem wurden erste Informationen rund um die Themen Versicherungen, Haftung und weitere juristische Aspekte eingeholt. Diese werden nun genauer beleuchtet, da eine diesbezügliche korrekte Ausgestaltung essenziell ist.

Der Rollout des Projekts wird zweistufig erfolgen. Zunächst muss eine gewisse Anzahl an Tiersittern rekrutiert werden. Erst dann können Interessierte sich melden, die Hilfe benötigen. Andernfalls müssten Hilfesuchende abgewiesen werden, was nicht im Sinne des Erfinders wäre. Grundsätzlich wird später auf der Webseite ein Hinweis zu finden sein, dass das Ausfüllen und Einreichen insbesondere des Tierbetreuungsvertrags keinen Anspruch auf Leistung erzeugt. Unterstützung kann nur so lange erfolgen, wie entsprechende Tiersitter vorhanden sind.

Das nächste Treffen findet statt am 11. August um 19 Uhr im SPD-Büro Jülich, Am Walramplatz. Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen. Gerne dürfen weitere Interessierte hinzustoßen, sich unverbindlich informieren und einbringen.

Tier des Monats Juni 2017

Von SAMT e. V. Simba ist ein 14 Jahre altes Abgabetier. Leider hat sich bei der kleinen Tochter der Familie eine starke Katzenallergie entwickelt, sodass der Kater schweren Herzens abgegeben werden muss. Simba ist ein freundlicher und verschmuster Kerl, der immer noch sehr verspielt ist. Am liebsten wäre er gerne Einzelkater, der ganz im Mittelpunkt steht.

Bild: Kater SIMBA

Wir suchen nette Dosenöffner, die Simba verwöhnen und ihm viel Aufmerksamkeit schenken. Auf Hunde und kleine Kinder kann er in seinem neuen Zuhause gut verzichten. Freigang muss nach einer gewissen Zeit auf jeden Fall wieder gewährt werden, da Simba diesen kennt und schätzt, auch wenn er nicht mehr die ausgedehnten Touren früherer Tage macht.

Der liebe Kater wird kastriert und gechipt abgegeben.

Vorsicht, Zecken!

Von Beate Uhlig/ SAMT e. V. Die Zecken durchlaufen in Ihrer Entwicklung mehrere Stadien. In jedem Stadium parasitieren sie einen Wirt nur einmalig, aber dann für mehrere Stunden bis Tage, und saugen Blut. Während der Blutaufnahme gibt die Zecke ihrerseits Speichel in die Bisswunde ab. Dieser Speichel kann Krankheitserreger enthalten, wobei die Gefahr einer Übertragung mit der Dauer des Blutsaugens ansteigt. Zudem stellt die Wunde für sich eine Eintrittspforte für Sekundärinfektionen dar, die insbesondere durch Jucken und Kratzen an der Bissstelle entstehen können.

Bild: Zecke in Tierfell

Es ist daher wichtig, seinen Vierbeiner ausreichend zu schützen. Das einfachste Mittel ist das Meiden des bevorzugten Lebensraumes der Zecken. Bei Freigängerkatzen eher weniger praktikabel, aber beim Hundespaziergang sollte Flächen mit dichtem Grasbewuchs und das Stöbern im Laub gemieden werden. Auch verschiedene Abwehrmittel, sogenannte Repellents, können in Absprache mit dem Tierarzt zum Einsatz kommen. Besonders beliebt sind hier Spot-On-Präparate. Niemals dürfen Mittel eingesetzt werden, die zur Anwendung beim Menschen vorgesehen sind! Auch dürfen Hundepräparate niemals an Katzen angewendet werden. Es besteht sonst akute Vergiftungsgefahr.

Nach dem Frei- oder Spaziergang sollte die Katze bzw. der Hund gründlich abgesucht werden. Entdeckt man hierbei einen der unbeliebten Plagegeister, lässt dieser sich mit Hilfe einer schmalen Pinzette oder anderen Hilfsmitteln wie einer Zeckenzange durch Herausziehen leicht entfernen. Dabei möglichst nah an der Haut ansetzen, damit nicht ein Teil der Zecke stecken bleibt. Es dürfen keine Flüssigkeiten, wie z. B. Öl oder Nagellack verwendet sowie zu hoher Druck ausgeübt werden. Dies würde die Zecke dazu bringen, vermehrt potenziell infektiösen Speichel abzusondern. Sollte ein Teil der Zecke in der Wunde verblieben sein, oder schwillt die Bisswunde an, rötet sich und entzündet sich sogar, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

Fest steht, dass Katzen sich weniger häufig mit Krankheiten durch Zeckenbisse infizieren als Hunde. Eine Ausnahme sind Samtpfoten, deren Immunsystem aus anderen Gründen bereits geschwächt ist. Neben Borreliose können sich die Vierbeiner auch mit Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz FSME) anstecken. Katzen können weder gegen FSME noch gegen Borreliose geimpft werden. Darin unterscheiden sich ihre Vorsorgemöglichkeiten gegenüber dem Menschen (FSME-Impfung) und dem Hund (Borreliose-Impfung).

SAMT Infostand zum Jülicher Stadtfest

Bild: SAMT-Infostand
Immer mittendrin: Das Team von SAMT.

Von Beate Uhlig/ SAMT e. V. Sehr erfolgreich verlief der letzte Infostand von SAMT bei frühsommerlichen Temperaturen im Mai. Neben zahlreichen Gesprächen mit interessierten Menschen zu verschiedenen Fragen, wie z. B. gesundheitlichen Problemen bei Haustieren, war vor allem wieder die beliebte Tombola ein Highlight. Dank der rettenden Sachspenden einiger Tierfreunde in letzter Sekunde, kamen gerade noch rechtzeitig genug schöne Gewinne zusammen, damit die Verlosung überhaupt stattfinden konnte. Zudem lockte dieses Mal viel frisches Grün zahlreiche weitere Menschen an den Stand. Eine Vielzahl von selbst gezogenen Kräutern und Gemüsejungpflanzen fanden, passend zur Pflanzzeit, reißenden Absatz und spülten zusätzliche Spendengelder in die Kasse – dringend benötigt, da bereits schon wieder die Ausgaben für die Versorgung vieler, ungeplanter Katzenbabys, verletzter Findlinge und Kastrationen von erwachsenen Tieren in die Höhe schnellen.

Bild: Das SAMT-Team im Infostand
Aktiv sein für den Tierschutz macht offensichtlich gute Laune.

Der nächste Stand wird zwar erst im August stattfinden, aber schon jetzt möchten wir die Werbetrommel rühren und zu weiteren Sachspenden aufrufen. So knapp an Preisen wie dieses Mal waren wir noch nie, und für die kommende Tombola sind die Regale leider noch gähnend leer. Jeder uns hier unterstützen möchte, schaut vielleicht einmal zu Hause durch die Schränke, ob sich da nicht doch noch etwas Passendes findet, für das man selbst keine Verwendung hat. Am besten auch bei Freunden, Verwandten, Arbeitskollegen usw. nachfragen! Jede Kleinigkeit kann für die Tiere viel bewirken. Wer etwas abzugeben hat, kann sich direkt an SAMT e. V. wenden unter Tel.: 02461/342209 oder per E-Mail an: irene.launer-hill@gmx.de

Bild: Marienkäfer auf Katzenminze

Die Gegenstände sollten nicht zu groß und zu schwer sein, also gut transportabel. Zudem müssen die Sachen unbedingt neu oder zumindest neuwertig sein, d. h. ohne Beschädigungen und Gebrauchsspuren. Geeignet sind z. B.: Kuscheltiere, Deko-Artikel, Haushaltswaren, Hunde- und Katzenzubehör, Schreibwaren, Kosmetikartikel und ähnliches.

 

Geschichten von der Pflegestelle: Cassie und der beste Ehemann von Allen – Teil 1

Von Eva Volk/ SAMT e. V. Manche Ehemänner haben es auch nicht leicht. Da bettelt die Ehefrau dauernd: „Ich möchte gerne Pflegestelle werden! Lass uns ein eigenes Katzenzimmer für Notfälle einrichten, biiitte!“

Was soll Mann da machen? Irgendwann streckt er die Waffen. Es wurde hin und her überlegt und zu guter Letzt wurde der Keller als geeigneter Bereich für hilfsbedürftige Miezen auserkoren.

Dumm nur, dass besagter Ehemann das Jäger-und-Sammler-Gen hatte. Der Keller war so voll, dass man kaum noch treten konnte. Aber wo ein Wille, da ein Weg. Der arme Kerl machte sich tapfer ans Werk und trennte sich von liebevoll angehäuften Dingen, „die man bestimmt irgendwann mal gebrauchen kann“. Nach fünf Besuchen auf der Kippe (O-Ton Mann: „Das heißt Abfallverwertung!“) hatte sich das Chaos schon beachtlich gelichtet. So war es möglich, die restlichen Besitztümer auf der halben Fläche unterzubringen (auch wenn jetzt keiner mehr etwas wiederfindet). Nun konnte in der Mitte des Raums eine stabile Wand aus OSB-Platten eingezogen werden, wobei der letzte halbe Meter bis zur Decke mit Kaninchengitter verschlossen wurde. Eine mit dem gleichen Material bezogene Tür wurde ebenfalls eingebaut. Überflüssig zu erwähnen, dass die Konstruktion auch einem Bombenangriff standhalten würde. Der vielseitig begabte Ehemann scheute keine Mühen und verlegte elektrische Kabel, baute eine Lampe und eine Heizung ein. Bei all dem wurde er nach Kräften von seiner katzenverrückten Ehefrau unterstützt, will heißen, sie war jederzeit bereit mehr oder weniger hilfreiche Änderungswünsche und kreative Vorschläge zu machen. Ansonsten hat sie sich lieber auf das Einrichten des Katzenzimmers beschränkt, und da gibt es bei rund 15 Quadratmetern schon einiges zu tun.

Last but not least war das Zimmer fertig und wurde SAMT präsentiert. Die Freude war natürlich groß, wie immer, wenn eine neue Pflegestelle auftaucht. Glücklich, endlich fertig zu sein, konnte der beste Ehemann von Allen endlich mal abends entspannen. Dummerweise nur zwei Tage lang – dann kam Cassie.

Neues von Molly SAMTpfote, Juni 2017

Bild: Logo von Molly SAMTpfote

Lieber Tierfreund, liebe Tierfreundin,

hallo, mein Name ist Molly SAMTpfote und ich wurde gebeten, jetzt hier den Newsletter weiterzuführen. Mal schauen, ob ich das überhaupt kann. Eigentlich war das die Aufgabe von meiner geliebten Rosina, aber die ist irgendwie weg. Keine Ahnung, wohin. Mit einem Mal war sie plötzlich nicht mehr da, ohne mir etwas zu sagen. Das hat mich anfangs völlig verwirrt und ich war unheimlich traurig. Vor lauter Sorge habe ich mir alles Fell an der Brust rausgezupft. Das hat leider nicht geholfen und nun schlage ich mich ohne sie durchs Leben. Es gibt ja noch die beiden anderen, Mia und Rebecca, die aber leider wenig empfänglich sind für meine Spielaufforderungen. Liegt sicherlich am Altersunterschied. Die beiden sind ja nicht mehr die jüngsten. Dafür klappt es dann aber meist bei meinen Menschen. Die holen für mich eine Spielangel und schon sause ich durch die Gegend. Man sagt, ich sei ein kleiner Wirbelwind. Still sitzen ist nicht so mein Ding, das stimmt. Brauche immer was zu tun.

Auch wenn Rosina bestimmt schon über uns alle berichtet hat, möchte ich doch kurz etwas von mir erzählen. Von meinen ersten Schritten ins Leben weiß ich nicht mehr viel. Ich war noch sehr klein, gerade mal sieben Wochen alt, als ich auf der Verkehrsinsel einer viel befahrenen Straße aufgelesen wurde. Ich hatte meine Mama und meine Geschwister verloren und fühlte mich furchtbar einsam. Ohne Orientierung wusste ich gar nicht, wohin mit mir. Dazu kam, dass mein Gehör zu dieser Zeit Probleme machte und ich kaum Geräusche wahrnahm. Eine fast ausweglose Situation für ein kleines Babykätzchen, mitten auf der Straße. Dann hob mich plötzlich jemand vom Boden auf und brachte mich in ein Haus. Von da an war alles wieder gut und der erste Schrecken bald überwunden. Ein liebes Mädchen sorgte für mich, kuschelte und spielte mit mir. Herrlich. Wie sich später herausstellte, war ich auf einer Pflegestelle von SAMT gelandet.

Was hatte ich doch für ein Glück im Unglück. Zwischendrin kamen mal zwei Menschen zu Besuch, um mich „anzuschauen“, was auch immer das bedeutet. Die waren zwar nett, aber auch schnell wieder weg, und ich dachte mir nichts dabei. Wenig später sah ich sie jedoch wieder, und zwar als ich erneut entwurzelt und in ein neues Haus gebracht wurde. Der Schreck war erst mal groß, vor allem weil es da Riesenkatzen gab, die mich sehr ängstigten. Eine von denen kam direkt auf mich zu, um an mir zu schnüffeln und zu lecken, sowie mich von allen Seiten zu betrachten. Ich zitterte am ganzen Körper, ließ aber alles über mich ergehen, weil ich mich gegen so eine Riesin sowieso nicht hätte wehren können. Diese Katze konnte gar nicht genug von mir bekommen und ich merkte schnell, dass sie nur meine Freundin sein wollte. Sie sagte, ihr Name sei Rosina. Wir wurden ein Herz und eine Seele.

In den darauffolgenden Monaten geschah etwas Seltsames. Die anderen Katzen begannen zu schrumpfen, bis sie schließlich etwa so groß waren, wie ich. Auch das neue Haus, in dem ich jetzt wohnte, erschien mir kleiner zu werden. Die Menschen, die mich damals zu sich nahmen, haben sich als ziemlich nett rausgestellt. Toll war auch, dass mein Gehör mit der Zeit vollständig zurückkehrte. Im Laufe der Jahre kam eine neue Katze in unsere Gruppe dazu, eine andere war dafür plötzlich weg, wie nun auch meine Rosi. Ohne sie ist alles voll langweilig. Ich vermisse unsere gemeinsame Spiel- und Kuschelzeit sehr. Vielleicht habe ich aber ja bald wieder einen neuen Spielkameraden. Mein neugieriges Näschen hat davon schon so was gewittert. Beim nächsten Mal kann ich sicherlich mehr berichten.

Bis dahin,

Deine Molly SAMTpfote