Glücklich vermittelt

Tom
Foto: I. Mache

Der ca. 8 Jahre alte Tom fiel netten Menschen auf, als er vorbei humpelte. Schnell stellte sich heraus, dass er einen alten Bruch des Ellbogens hatte. Ein Rätsel, was der liebe Kerl so ganz allein auf der Welt machte. Owei, dachten wir, da braucht es wieder mal ganz besondere Menschen, die so ein Kerlchen aufnehmen.

Nun ist Tom der absolute Herzensbrecher, der nichts lieber tut, als im Mittelpunkt zu stehen. Schmusen? Ja, bitte! Im Bett kuscheln? Ja, bitte! Und natürlich konnte ein nettes Ehepaar dem kleinen Charmeur nicht widerstehen. Er wickelte sie einfach ruckzuck um’s Pfötchen und genießt es jetzt, Wohnung und Terrasse mit seinen Menschen zu teilen.

Emilio und Tally
Foto: J. Stadge

Emilio und Tally wurden mit etwa acht Wochen auf einem Firmengelände gefunden. Sie fanden es überhaupt nicht lustig, auf die Pflegestelle zu kommen. Fauchen, Spucken, Kratzen, gab es reichlich, über Wochen. In einer warmen Wohnung sein? Wollen wir nicht. Von Parasiten befreit werden? Wollen wir erst recht nicht. Angefasst werden? Wollen wir ja wohl überhaupt gar nicht. Lecker Futter, und zwar jede Menge? Na, ok, ausnahmsweise.

Das kann ja heiter werden, dachten wir uns, und tatsächlich waren drei Monate nötig, bis das Eis gebrochen war. Tally beschloss als erstes, den Schalter umzulegen und diente Emilio dann als Vorbild. Streicheln war doch nicht sooo schlecht. Nur bei Besuch von Fremden war dann natürlich wieder alles zu spät. Aber es gibt sie, diese Menschen, die sehen, welches Potential zum Schmusemonster in solch schüchternen Tierchen steckt. Und so fand sich eine nette Dame, die alle Geduld der Welt hatte und die beiden aufnahm. Und nach einer kleinen Geduldsprobe tauten die beiden auf, unterstütz von netter Katzen- und Hundegesellschaft. Mittlerweile sind die beiden so richtig angekommen und machen mit Begeisterung den Garten unsicher.

Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung
Foto: B. Uhlig

Von Eva Volk/SAMT e.V. Am 09. September trafen sich die Vereinsmitglieder von SAMT in den Räumlichkeiten der AWO Jülich zur Jahreshauptversammlung. Die Vereinsvorsitzende Irene Launer-Hill präsentierte den Tätigkeitsbericht für den Zeitraum 01.01.2021 bis 31.12.2021.

Dieser gab einen Überblick über die Tätigkeitsbereiche des Vereins.

Auch im Jahr 2021 waren die Einsatzbereiche vielfältig. 404 Tierarztbesuche schlugen zu Buche, dazu kamen 27 Operationen und 98 Kastrationen. Letztere häufig bei verwilderten Katzen, die durch etliche Falleneinsätze gesichert wurden. So konnte erneut weiteres Elend bei der wild lebenden Population eingedämmt werden. Ein Großteil der tierärztlichen Konsultationen betraf Haustierbesitzer mit kleinem Einkommen, entsprechend dem Vereinsziel, in Not geratene Tierhalter zu unterstützen, die die Tierarztrechnung oder Spezialfutter nicht mehr bezahlen können und vielleicht selbst Hilfe benötigen.

Ein besonderes Highlight war die Begleitung einer Katze mit neurologischer FIP, die erfolgreich geheilt wurde und sich wieder ihres Lebens erfreut.

Insgesamt waren 84 Fundtiere zu verzeichnen und leider 23 Totfunde. 33 Tiere wurden aus unterschiedlichen Gründen an SAMT abgegeben. Diese, sowie die Fundtiere, wurden auf insgesamt 18 Pflegestellen bis zur Vermittlung liebevoll betreut. Für 87 Tiere konnte ein neues Zuhause gefunden werden.

Zu den Themen artgerechte Tierhaltung und medizinische Versorgung fanden zahlreiche Beratungen und zum Teil auch Überprüfungen statt. Auch mit den Behörden und anderen lokalen Vereinen wurde in entsprechenden Fällen gut und zielführend im Sinne der betroffenen Tiere zusammengearbeitet.

Unterstützen konnte SAMT zudem bei vielen Flutopfern und ihren Haustieren. Traditionell wurden ebenfalls wieder zahlreiche Menschen mit ihren Tieren durch Futterverteilung unterstützt.

SAMT durfte sich über den von der Stadt Jülich verliehenen Heimatpreis freuen und über den zweiten Platz des Tierschutzpreises NRW. Die jeweils ausgelobten Preisgelder waren eine große Hilfe für die tägliche Arbeit. Auch der Wunschbaum des Fressnapf Alsdorf wurde wieder rege genutzt und das darüber gespendete Futter, Spielzeug und Zubehör kam umgehend den Tieren zugute.

Die Kosten erreichten nie gekannte Ausmaße und näherten sich erstmals dem sechsstelligen Bereich. Eine Finanzierung erweist sich mittlerweile als zunehmend schwierig. In Anbetracht der aktuellen Lage erwartet SAMT auch für die Folgejahre weiter steigenden Bedarf.

Daher geht der größte Dank an die vielen lieben Spender, die auch in schwierigen Zeiten die Tiere nicht vergessen und SAMT großzügig unterstützt haben.

Ohne sie und den unermüdlichen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer wäre die erfolgreiche Vereinsarbeit undenkbar. All diesen möchte SAMT auf diesem Wege ganz herzlich danken!

Auch weiterhin wird der Verein sich mit aller Kraft für alle Tiere einsetzen. 2022 ist der Tierschutz nicht einfacher geworden, aber SAMT betrachtet dies als Herausforderung, die es zu meistern gilt.

Der Abend klang in gemütlicher Runde bei einem vegetarisch-veganen Buffet im Restaurant Liebevoll aus.

SAMT Mitglieder beim vegan-vegetarischen Buffet
Foto: Irene Launer-Hill

Aktuelles aus dem Tierschutz

Katze Hope

Der Wert eines Lebens

Von Eva Volk/SAMT e.V. Wie beziffert man den Wert eines (Tier-)Lebens? Kann man nicht, werden die meisten sagen. Richtig. Anders gefragt: Wieviel Wert misst man diesem Leben bei?

Nun, wie der tagtägliche Einsatz im Tierschutz zeigt, sind Menschen diesbezüglich höchst unterschiedlich gestrickt. Und das unabhängig von der persönlichen Einkommenssituation. Ein paar Beispiele:

Wer kennt es nicht, überfahrene Katze auf der Straße, alle fahren vorbei oder drum herum, bloß nicht bei der Erledigung wahnsinnig wichtiger Dinge aufhalten lassen.

Ein abgemagerter Igel stolpert durch den Garten. Die Finder schnappen sich voller Sorge das Tierchen, düsen direkt zum Tierarzt und informieren die zuständigen Stellen bzw. Auffangstationen.

Manche glauben, sie sind aktive Tierschützer, weil sie ja in Facebook kommentieren. Am liebsten, indem sie Menschen beschimpfen, die dort posten, dass sie ein krank wirkendes Tier sichern konnten. Beliebtester Kommentar (sinngemäß): „Sie können die doch nicht ins Tierheim bringen, das arme Tier, das ist bestimmt nur ein Freigänger“.

Andere setzen Himmel und Hölle in Bewegung, um einen verletzten Reiher zu sichern. Nur um dann händeringend eine Unterbringungsmöglichkeit zu suchen, da die offiziellen Stellen einen schlanken Fuß machen und auf private – völlig überlastete und rein spendenfinanzierte Stellen – verweisen.

Viele verfluchen Tauben als Ratten der Lüfte und Krankheitsüberträger, ohne irgendeine Ahnung von der Materie zu haben und ohne eine Spur von Mitgefühl für Lebewesen, die genau wie alle anderen Schmerz und Hunger fühlen können.

Diese Liste könnte man endlos fortsetzen, aber hier mal ein wirklich schönes Beispiel, wie Zusammenarbeit einem Tier das Leben retten kann:

Beim Wegbringen des Grünschnitts fiel netten Menschen auf dem Gelände des Abfallentsorgers eine offensichtlich verletzte Katze auf. Ohne zu zögern informierten sie uns sofort. Nein, sie haben nicht weggesehen!

Keine zwanzig Minuten später vor Ort fanden wir eine offenbar schwer verletzte Katze vor, die beim Versuch zu flüchten nur noch auf den Vorderbeinen robbte, während die Hinterbeine hin und her schlugen. Der Anblick war wirklich entsetzlich.

Mit Müh und Not gelang es, das wehrhafte Tier in eine Transportbox zu bekommen. Zehn Minuten später waren wir beim Tierarzt. Der Verdacht auf Wirbelsäulenbruch bestätigte sich zum Glück nicht, dafür stand – auch nicht besser – eine Vergiftung mit Alpha-Chloralose im Raum. Auch dieser erhärtete sich während der stationären Unterbringung nicht. Trotz des schlechten Zustandes war auch noch eine OP nötig, da der Ultraschall offenbar ein abgestorbenes Kätzchen zeigte.

Schlussendlich stellte sich heraus, dass die zehn Monate alte Streunerin an neurologischer FIP leidet. Mittlerweile war sie vollständig gelähmt und erblindet.

Und jetzt? FIP ist mittlerweile behandelbar, aber eine Streunerin? Das ist ein nicht ganz günstiges Unterfangen.

Was für eine Frage. Wer sind wir, uns hier verweigern zu wollen? Jedes Leben hat einen Wert, egal ob teurer Rassehund oder ungewollter Streuner, egal ob Sofatiger oder hilfloser Igel. Der Wert ist nicht messbar, ein Leben, jedes Leben, ist unbezahlbar! Finden wir jedenfalls.

Die Therapie läuft vielversprechend! Also darf die kranke Mieze jetzt hoffen zu leben!

Ihr Name ist Hope.

Vielen Dank an alle Unterstützer, die bisher so kräftig für Hopes Behandlung gespendet haben. Wer sich noch anschließen möchte, kann das hier tun:

https://www.gofundme.com/f/hope-kmpft-gegen-neurofip-und-mchte-leben?qid=661f82faf054fffc6490d90d68268958

Mollys Kolumne

Mehlschwalben in der Luft
Foto: Ralphs_Fotos@pixabay

Liebe/r Leser/in,

eine Schwalbe macht ja bekanntlich noch keinen Sommer, aber ich kann Dir sagen, eine Schwalbe kann ganz schön viel Aufregung verursachen.

Wir haben an unserem Haus ein paar Schwalbennester, die jedes Jahr gut besucht sind. Ich liebe es, sie zu beobachten und mir das Gehirn zu zermartern, wie man da wohl hochkommt, um ihnen einen kleinen „Besuch“ abzustatten. Denn Schwalben sind so gut wie immer in der Luft. Unerreichbar.

Bis an einem besonders heißen Sommertag einer der Jungvögel aus dem Nest fiel, direkt zu uns ins Katzengehege.

Direkt waren ich und meine Mädels, Frieda und Mira, zur Stelle, um das unverhoffte „Spielzeug“ in Augenschein zu nehmen. Aufgeregt stürmten wir herbei und während die anderen beiden noch überlegten, von welcher Seite sie am geschicktesten angreifen sollen, war ich schon bereit, kurzen Prozess zu machen.

Doch die junge Schwalbe machte uns sogleich einen Strich durch die Rechnung und flüchtete sich unter ein Bänkchen, außerhalb unserer Reichweite. Mit langen Pfoten versuchten wir, unter die Bank zu hackeln und den Frechdachs herauszuziehen, aber es gelang uns nicht. Wie Geier umzingelten wir unsere Beute. Früher oder später musste er doch nachgeben und herauskommen. Auf der Lauer liegen hatte aber auch seinen besonderen Reiz.

Drei Katzen um ein kleines Bänkchen, dieses Spektakel brachte blöderweise unsere Menschen auf den Plan. Ich ahnte schon, dass damit der ganze Spaß gleich vorbei sein würde. Wir mussten das Spielfeld räumen. In Erwartung eines Mäuschens rückten unsere Leute das Bänkchen beiseite und waren dann selbst sehr erstaunt, eine Jungschwalbe vorzufinden.

Sie wurde vorsichtig aus dem Gehege getragen, auf Verletzungen untersucht und erstmal mit einem Schälchen Wasser an einen sicheren Ort verbracht. Wir konnten nur einen enttäuschten Blick durch den Zaun hinterherwerfen. Das Vögelchen sollte sich erholen und wieder losfliegen.

Als sich auch nach mehreren Stunden nichts tat, machte sich doch wieder Aufregung breit. Obwohl augenscheinlich unverletzt, schien der gefiederte Freund noch nicht flugfähig zu sein. Da Schwalbeneltern ihre Jungen niemals am Boden füttern, hätte dies das sichere Todesurteil für das Tier bedeutet. Hätten die Menschen es doch mal lieber bei uns gelassen…

Foto: B. Uhlig

Aber sie hatten wohl andere Pläne. Im Internet wurde eifrig recherchiert. Dort hieß es, an heißen Tagen, und dieser Tag war besonders heiß, können sich die Nester der Schwalben derart aufheizen, dass die Jungtiere in ihrer verzweifelten Suche nach Abkühlung nicht selten aus dem Nest fallen. Sind sie unverletzt, ist ihre beste Chance, wieder in das Nest gesetzt zu werden. Gesagt, getan. Unsere Leute holten eine lange Leiter, kleideten eine Umhängetasche mit Zeitung aus und legten den Vogel vorsichtig hinein. Damit ging es dann etliche Meter nach oben. Kaum war der Kleine mit dem Kopf am Eingang zur Behausung, wurde er plötzlich ganz aktiv und kletterte praktisch fast von selbst hinein. Das dort noch sitzende Geschwisterchen schaute ganz irritiert. Ein Mensch direkt vorm Nest, das war neu.

Nun galt es zu beobachten, wie die Eltern bei der Rückkehr reagierten. Die schienen nichts zu bemerken und fütterten ganz normal weiter. Ein erstes Aufatmen bei unseren Menschen.

An den folgenden Tagen wurde ein Jungtier nach dem anderen flügge und testete seine Flügel auf den ersten Runden. Nur einer nicht, vermutlich unser Unglücksrabe. Die Erleichterung war riesig, als mit einiger Verspätung auch der Nachzügler ausflog.

Nun ziehen die Eltern gemeinsam mit den Schwalbenkindern täglich ihre Kreise. Bis zum Vogelzug im Herbst kann ich nun wieder beobachten und überlegen, wie ich wohl am besten dort hochkomme. Ich brauche wohl nicht hoffen, dass mir so schnell wieder ein Schwalbenkind vor die Nase fällt. Ärgerlich.

Na, ich mach dann mal die Schwalbe.

Bis zum nächsten Mal,

Deine Molly SAMTpfote

Mollys Kolumne

Molly, Frieda und Mira beim Sonnenbaden
Foto: B. Uhlig

Liebe/r Leser/in,

wir Katzen LIEBEN die Wärme und den Sommer und lassen uns gerne draußen in der Sonne oder auf der Fensterbank brutzeln. Mit meinem schwarzen Fellchen heize ich mich besonders schnell auf. Bei milden Temperaturen ist das durchaus von Vorteil. Wo es aber jetzt schon an einzelnen Tagen so heiß war, dass sich unsere Menschen in die Kühle des Hauses geflüchtet haben, hatten sie Sorgen, dass uns drei Katzenmädels zu viel Hitze nicht guttut. Und der Sommer geht ja gerade erst los.

Sicherlich könnten wir ihnen nach drinnen folgen, aber es ist einfach zu schön, den ganzen Tag träge in der Sonne zu faulenzen und sich ab und zu mal von einer Seite auf die andere herumzuwälzen. Mir reicht das vollkommen, um den Tag sinnvoll zu füllen.

Da wir Katzen diesbezüglich zur Unvernunft neigen, müssen die Menschen eben auf uns Acht geben. Welche Gefahren für uns Tiere im Sommer drohen und wie man vorbeugen kann, erfährst Du hier:

Hitzebedingten Gefahren im Sommer:

Überhitzung und Hitzschlag: Bei zu hoher und langer Sonneneinstrahlung kann Überhitzung drohen, besondere Gefahr im Inneren von Fahrzeugen. Ein Hitzschlag kann tödlich enden. Bei ersten Anzeichen einen Tierarzt aufsuchen. Symptome sind ein erhöhter Herzschlag, Unruhe, dunkelrotes Zahnfleisch, gestiegene Körpertemperatur, Atemnot.

Sonnenbrand: Besonders gefährdet sind weiße Katzen und dünn behaarte Regionen im Gesicht und an den Ohren.

Austrocknung: An heißen Tagen noch mehr Wasser als üblich zum Trinken bereitstellen.

Erkältung oder Bindehautentzündungen durch Ventilatoren: Den Luftzug von Ventilatoren nicht an für die Katze beliebte Stellen wie beispielsweise den Ruheplatz oder die Fensterbank ausrichten.

Maßnahmen zur Vorbeugung:

  • Fell anfeuchten und für Abkühlung sorgen, beispielsweise mit einem weichen, leicht angefeuchteten Tuch oder einfach mit feuchten Händen über das Fell streichen.
  • Für einen schattigen, kühlen Platz sorgen. In einer aufgeheizten Wohnung können das die kühlen Badezimmerfliesen sein. Vorhänge und Rollladen schließen.
  • Insbesondere bei hellen und kurzhaarigen Katzen Sonnencreme ohne schädliche Zusatzstoffe (mindestens LSF 30) für Nase und Ohren benutzen.
  • Besser Nass- als Trockenfutter geben, um den Flüssigkeitsbedarf zusätzlich über das Futter zu decken.
  • Zum Trinken animieren, z.B. mit einem Trinkbrunnen oder Eiswürfel in den Trinknapf, um ihn interessanter zu machen; mehrere Trinknäpfe an verschiedenen Plätzen aufstellen.
  • Freigang limitieren und ggf. die Katze während der Mittagshitze ins Haus holen.

Diese Maßnahmen lassen sich natürlich fast 1:1 auch auf Hunde und andere Haustiere übertragen. In diesem Sinne wünsche ich Dir und Deinem Vierbeiner einen schönen Sommer.

Bis zum nächsten Mal,

Deine Molly SAMTpfote

Friedenssymbole mit schlechtem Image

Taubenpärchen auf einem Zaun
Foto: GLady@pixabay

Vom Arbeitskreis „Nutz“tiere /Samt e.V. Heute möchten wir Euch ein Haustier vorstellen, was als solches nicht wahrgenommen wird und welches dringend unsere Hilfe benötigt. Ein Tier was jeder kennt, dass den Frieden symbolisiert und eines der ältesten Haustiere des Menschen ist: die Taube.

Einst wurden aus den Felsentauben Haustauben gezüchtet. Unsere Stadttauben sind ihre Nachkommen, verirrte, ausgesetzte oder einfach entflogene Haustauben, also keine Wildvögel. Sie wurden mit Absicht so gezüchtet, dass sie sich stark vermehren. Heute ist diese starke Vermehrung ein Problem. Die Menschen fühlen sich genervt, haben Angst vor Krankheitsübertragungen und bezeichnen sie sogar als Ratten der Lüfte. Die Tauben haben zu Unrecht einen schlechten Ruf. Ihr Kot soll Gebäude beschädigen, was aber gar nicht stimmt. Taubenkot greift steinartige Untergründe gar nicht an (Prüfbericht Universität Darmstadt 2004). Von Tauben gehen keine größeren gesundheitlichen Gefahren aus als von anderen Vögeln und Tieren auch.

Tauben sind intelligente Vögel, sie haben früher Nachrichten für Menschen übermittelt. Sie sind gesellige Vögel, die gemeinsam brüten, fressen, schlafen und baden. Sie leben in fester Paarbindung und sie sind standorttreu. Ihre Standorttreue macht sich der „Taubensport“ zu Nutze. Weil die Taube nach Hause möchte, versucht sie zurückzufliegen, auch wenn sie das ihr Leben kostet.

Der Hauptbestandteil der Nahrung von Tauben ist fast ausschließlich pflanzlich, wie Samen und Körner. Sie haben es schwer, in Städten Futter zu finden. Die Taube frisst hungrig alles, was sie findet, um zu überleben. Tauben bewegen sich nur in einem begrenzten Radius, wo sie Futter suchen.

Fütterungsverbote führen dazu, dass die Tiere qualvoll verhungern. Eine tierfreundliche Lösung, die Vermehrung der Tauben zu kontrollieren, sind betreute Taubenschläge, in denen die Tiere versorgt und an den Ort gebunden werden. Tauben können dort Paare bilden und brüten. Die Eier werden gegen Attrappen ausgetauscht. Der Deutsche Tierschutzbund hat schon seit 02/2017 ein Konzept für Gemeinden mit einem sinnvollen Taubenschutz erstellt.

Tauben sind empfindsame, friedliche Lebewesen, die Schmerz und Leid empfinden. Es sollte ihnen mit Respekt begegnet werden.

Leider ist dies oft nicht der Fall. Das jüngste Beispiel: Am 14. Mai kämpfte am Münchner Hauptbahnhof eine Taube tagelang in einem defekten Taubenabwehrnetz verzweifelt um ihr Leben und verstarb qualvoll, weil die Deutsche Bahn München keine Hilfe leistete und angebotene Hilfe nicht zuließ bzw. verhinderte.

Wenn Ihr auch Aufklärung dieses Vorfalls und ein Umdenken im Taubenschutz möchtet, dann unterschreibt nachfolgende Petition:

https://chng.it/cfzfgkfKnt

Glücklich vermittelt

Nevio
Foto: R. Machhein

Der ca. 2 Jahre alte Nevio ist der x-te Kater, der futtersuchend netten Menschen auffiel. Auf der Pflegestelle verwandelte er sich für geraume Zeit in Nevio, den Unsichtbaren. Irgendwann – nach geraumer Zeit – ließ er sich überzeugen, dass die fütternde Hand auch mal streicheln darf. Aber auch nur diese eine Hand, jeglicher Besuch führte dazu, dass sich der Kater in Luft auflöste. Demzufolge waren Kennenlerntermine so ’ne Sache. Als ein nettes Paar kam, war Nevio mal nicht schnell genug verschwunden und erduldete das Ganze zur Salzsäule erstarrt auf der Fensterbank. Ein Stofftier hätte mehr Interaktion gezeigt. Aber davon ließen die beiden sich nicht abschrecken und so zog Nevio zu einem netten Artgenossen. Zunächst war es auch dort so, dass man nicht hätte glauben wollen, dass eine weitere Katze in der Wohnung war. Nevio wurde eigentlich nur nachts von einer Kamera gesichtet, tagsüber wurde er wieder unsichtbar. Nach Wochen wurde er zumindest per Kamera dabei beobachtet, dass er nachts die eine oder andere Party mit einem Baldriankissen feierte. Nach geschlagenen dreieinhalb Monaten hat der kleine Held es endlich auf die Couch geschafft, zu seinen Menschen. Wir sind unsagbar stolz auf den lieben Schlumpf! Er ist endlich: Zu Hause!

Nelly
Foto: G. Engels

Die ca. 2,5 Jahre alte Nelly wurde bei einem heftigen Unwetter in einem Keller gefunden. Die Süße war völlig durch den Wind. Und natürlich fand auch sie es total unheimlich auf der Pflegestelle. In Nichts auflösen? Kleinigkeit! Es stellte sich heraus, dass eine angeboren Augenerkrankung das Ganze doppelt schwierig für Nelly machte, denn ihre Sehkraft war beeinträchtigt. Aber nach einiger Zeit fand sie ihr Pflegefrauchen dann doch ziemlich gut und konnte Schmusen und Kuscheln genießen. Nur Besuch war auch hier wieder doof. Nette Interessenten kletterten aber gerne auf einen Stuhl, um die schüchterne Mieze oben auf dem Schrank vorsichtig streicheln zu können. Fand sie dann nicht soooo schlecht. Im neuen Zuhause dann tagsüber hinter der Couch, abends auf dem Schrank, futtern natürlich nur nachts. Zum Glück ging es hier etwas flotter und nach zwei Wochen sorgte Nelly schon dafür, dass im Home Office ordentlich gearbeitet wurde. Von Tag zu Tag wuchs das Vertrauen. Mittlerweile wird gern gekuschelt und der Garten erkundet, selbst Besuch wird – mit etwas Abstand – interessiert begutachtet. Toll gemacht, kleine Maus!

Freunde für‘s Leben

Bericht von einer Pflegestelle

zwei Kätzchen schauen aus einem Fenster
Foto: P. Loebt

Von P. Loebt/SAMT e.V.  Kommt an, ist zuckersüß und hat doch so viel im Gepäck…

Manchmal ist es nicht gleich absehbar, wie intensiv eine Pflegekatze versorgt werden muss. Das stellt sich erst im Laufe der Zeit heraus.

Hier die Geschichte von zwei Pflegekatzen mit special needs und mit unglaublich viel kätzischem Charme:

Sinan kam Mitte Januar zu mir, eine Handvoll Katze mit knapp 800 Gramm, recht dünn, Zähne kaum entwickelt und doch angeblich schon 3 Monate alt.

Er war sehr zutraulich und schnurrte sich sofort in mein Herz.

An Nassfutter war er leider kaum interessiert, alles, was ich ihm hinstellte wurde ignoriert, auch das pürierte Fleischmus aus dem Gläschen kam kaum an.

Und obwohl ein 3 Monate altes Kätzchen normalerweise längst der Muttermilch entwöhnt ist, bot ich ihm Aufzuchtmilch an. Irgendwas musste Sinan schließlich essen oder trinken.

Sinan kaute auf dem Nuckel rum und mit viel Geduld trank er 10 ml – zu wenig zum satt werden und viel zu wenig, um überhaupt die Verdauung anzuregen.

Als sich nach den ersten Tagen die Nahrungsaufnahme nicht verbesserte und Sinan auf dem Katzenklo sehr viel Mühe hatte, Kot abzusetzen, war klar, dass etwas nicht stimmen konnte.

Der Tierarztbesuch deckte auf, dass bei Sinan eine Anomalie des Anus vorlag. Atresia ani (Missbildung im Bereich des Schließmuskels) ist grundsätzlich selten, obwohl die bei Kleintieren am häufigsten auftretende anorektale Missbildung.

Der Schließmuskel wird bei Sinan ersetzt durch eine Öffnung, die vor dem eigentlichen Anus liegt und die leider von Natur aus viel zu eng war, um größere Mengen an Stuhlgang nach draußen zu befördern. Die Öffnung musste mehrfach erweitert werden, damit Sinan vernünftig und altersgemäß fressen und sich entwickeln konnte.

Etliche Tierarztbesuche und Eingriffe später ist Sinan nun 8 Monate alt, hat sich prächtig entwickelt und ist immer noch der charmante und verschmuste Sonnenschein, der er immer war. Er kann normal fressen, trinken und Stuhlgang absetzen. Die Öffnung hierfür ist nun weit genug. Es ist zwar kein Schließmuskel, aber hier wird zuverlässig raus transportiert, was hinaus will. Sinan kann in den meisten Fällen kontrolliert im Katzenklo Kot absetzen, manchmal fällt ein Knödel auch außerhalb einfach irgendwo hin, weil kein Muskel ihn daran hindert. Das ist aber nicht problematisch, denn es ist eine feste Rosine, die einfach von mir mit einem Tuch beseitigt wird.

Fast gleichzeitig mit Sinan kam eine weitere Pflegekatze zu mir: Lenny, damals gut ein halbes Jahr alt.

Lenny hatte einen kugelförmigen Bauch, so groß wie eine Pampelmuse, war übersät mit Flöhen und sein gesundheitlicher Zustand war sehr schlecht aufgrund einer tödlichen Erkrankung: FIP.

Ursache ist die Mutation eines harmlosen felinen Coronavirus im Körper der Tiere, wobei es sich nicht um SARS-CoV-2 handelt, sondern um den Virus FCoV. Auf einen Reiz (z. B. Stress) hin, kann das Virus mutieren und die Erkrankung hervorrufen.

Die Mutation vom harmlosen felinen Coronavirus zu einem gefährlichen FIP Virus kann ausschließlich im Körper des Wirtstieres passieren. Das mutierte FIP-Virus selbst ist nicht übertragbar.

Lange Zeit galt die Diagnose FIP als Todesurteil. Erste Studienergebnisse und meine eigene Erfahrung belegen jedoch, dass ein neuer Wirkstoff, der das Viruswachstum hemmt, hilft, die Erkrankung zu heilen.

Die Hälfte der FIP-Erkrankungen treten bei unter einjährigen Katzen auf. Auch Tiere mit einem geschwächten Immunsystem sind gefährdet.

Die FIP bewirkt Entzündungen im ganzen Körper, die Infektion löst Entzündungen von Gefäßen und Organhäuten aus und geht zunächst einher mit Fieber, Appetitmangel, Müdigkeit und leichten Atembeschwerden.

Lenny befand sich bereits im zweiten Stadium der Erkrankung, sein Bauch zeigte eine große Flüssigkeitsansammlung, er hatte die sogenannte feuchte Form von FIP.

Appetit hatte er kaum. Um bei Kräften zu bleiben, musste er zwangsernährt werden. Das heißt, er bekam 4-5-mal täglich Nassfutter püriert über eine Spritze verabreicht.

Die Therapie mit dem lebensrettenden Medikament erforderte eine Spritze, die ich Lenny jeden Abend zur gleichen Zeit unter die Haut setzen musste – und das 84 Tage lang! Es brannte, er schrie und wehrte sich sehr, musste mit 2 Leuten festgehalten werden.

Da ich das vorher noch nicht gemacht hatte, war ich ziemlich unsicher, und zum Glück fand sich eine liebe Helferin aus der Nachbarschaft, die diese Aufgabe übernahm, wenn auch mit einem schlechten Gewissen Lenny gegenüber.

Auch wenn er die abendliche Spritze hasste, so war sie doch seine einzige Chance, zu überleben.

Nach zwei Wochen Spritzen haben wir kaum noch eine Hautstelle gefunden, die Lenny nicht weh tat, zudem bildeten sich Knubbel auf seiner Haut an den Einstichstellen, die schmerzhaft waren, was aber eine normale Reaktion auf das Medikament ist.

Die Therapie war von Tag 1 an erfolgreich und jeden Tag konnten wir sehen, wie sein Allgemeinzustand besser wurde. Er fraß auf einmal mehr, nach 10 Tagen völlig selbstständig. Er wurde aufmerksamer und mobiler, später wollte er sogar spielen und dann schnurrte er.

Mit dieser Verbesserung einher ging natürlich auch ein großer Anstieg seiner Kraft. Und dann war es soweit: Er ist der Gewalt von vier Händen entkommen, die ihn zum Spritze setzen festhalten wollten und es ging gar nichts mehr.

Zum Glück konnten wir auf Tabletten umsteigen, die er freiwillig in einem besonderen Leckeren gefressen hat.

Das Spritzen hat ihm über die erste schwere Phase der Genesung geholfen, denn was an Medikamenten in den Körper gelangt über eine Spritze, kann nicht durch Erbrechen oder Durchfall wirkungslos werden.

84 Tage und erfreulich gute Blutbilder später ist Lenny nun in der Beobachtungsphase, die drei Monate andauert. Lenny ist jetzt 12 Monate alt, erfreut sich bester Gesundheit, haut ordentlich rein und spielt mit seinem Kumpel Sinan um die Wette.

Die beiden sind richtig gute Freunde geworden, die nur gemeinsam vermittelt werden. Zwei Seelchen mit besonderen Bedürfnissen und mit ganz besonderem Charme.

Aktuelles aus dem Tierschutz

Figur Tierarzt mit Tieren auf dem Arm
Foto: Alexas_Fotos@pixabay

Wie sag ich’s meinem Tierarzt?

Von Eva Volk/SAMT e.V. Ob Tierschutz frustrierend ist, haben wir zuletzt gefragt. Ja, in vielerlei Hinsicht. Das soll jetzt kein Tierarzt-Bashing werden, denn wir kennen großartige Tierärzte, die mit maximalem Einsatz Unmögliches möglich machen und selbst hoffnungslos erscheinenden Fällen das Leben gerettet haben. Und natürlich kann kein Tierarzt jederzeit für sämtliche Tiere aus dem Stehgreif eine unumstößliche Diagnose aus dem Hut zaubern.

Aber manchmal können Tierärzte einen auch zur Verzweiflung treiben. Und manchmal wünscht man sich, dass Hinweise der Besitzer bezüglich der Symptomatik ernst genommen werden. Auch müssen Hinweise auf etwas, dass jemand im Internet gelesen hat, nicht von vorneherein abgetan werden. Kommunikation und Information sind hier die entscheidenden Parameter zum Wohle des Tieres.

Da wir auch mal in größere Entfernung vermitteln oder eine Fernbetreuung machen, ist dieser kleine Einblick also nicht nur auf den näheren Umkreis bezogen, sondern betrifft vielmehr Fälle aus dem gesamten Bundesland und darüber hinaus.

Hier mal ein paar Beispiele, wo es nicht so optimal lief:

Eine Katze soll geröntgt werden, ist aber am Tag des Termins nach Hinweis des Besitzers und auch ganz objektiv sehr schlapp. Sie wird nicht leicht sediert, sondern ausgeknockt. Daraufhin krampft das Tier in Narkose und muss mühsam gerettet werden. Warum wurde der Termin nicht verschoben bzw. dem Unwohlsein des Tieres nicht zuerst auf den Grund gegangen?

Bei einer Katze mit massivem Aszites im Abdomen wird gefleht, nicht mehr als allerhöchstens die Hälfte des Ergusses zu punktieren. Stattdessen wird das Tier leer gepumpt, kollabiert erwartbar und verstirbt. Der Hinweis über das Internet, nicht alles zu punktieren, war korrekt und wurde geflissentlich ignoriert. Warum heißt es danach, man wollte das sowieso nicht machen, was da jemand im Internet vorgeschlagen hat? Wieso macht man es dann überhaupt bzw. folgt nicht dem medizinisch richtigen Vorschlag?

Ein Tier mit Vorerkrankungen zieht ins neue Zuhause und erwartbar führt der Stress des Umzugs zu einem Aufflammen der Symptome. Eigentlich wird der Tierarzt, der das Tier noch nie gesehen hat, wegen Durchfall aufgesucht. Er beschließt kurzerhand, dass wegen der Vorerkrankung die Prognose infaust ist. Den überforderten Besitzern schlägt er leider nicht vor, mit geeigneter Medikation wenigstens einen Therapieversuch zu machen. Stattdessen wird kurzerhand eingeschläfert. Warum erhält ein Tier mit überschaubarer Lebenszeit nicht wenigstens eine Chance?

Mehrfach zu finden ist die laut Beipackzettel kontraindizierte gleichzeitige Gabe von bestimmten Langzeitantibiotika oder Cortison mit bestimmten Schmerzmitteln. Wahlweise wird dadurch die Wirkung eingeschränkt oder werden die Nieren über Gebühr belastet. Warum werden die Wechsel- und Nebenwirkungen, die explizit in der Packungsbeilage genannt sind, nicht berücksichtigt?

Ein älterer Kater hat seit zwei Wochen starken Durchfall. Laut Kotprofil felines Coronavirus, ein Wald- und Wiesendurchfallerreger. Kein Blutbild, kein Ultraschall. Laut Aussage des Tierarztes muss mit Interferon behandelt werden, sonst habe der Kater keine Chance. Warum wird keine vollständige Diagnostik durchgeführt, sondern dem Besitzer eine ungeeignete und sehr kostspielige Behandlung vorgeschlagen, ganz abgesehen davon, dass ihm erstmal wegen nichts furchtbare Angst gemacht wird?

Apropos felines Coronavirus: Warum wird laufend entsetzten Besitzern bei positivem Test erzählt, dass FIP besteht und die Katze bald sterben wird? Ein Antikörper-Titer auf das feline Coronavirus ist nicht FIP, sonst wären so ziemlich alle Katzen mittlerweile ausgestorben, da ca. 80-90% dieses Virus haben.

Eine 15 Jahre alte Katze wird mit sehr schlechten Zähnen dem Tierarzt vorgestellt. Ein Ziehen der Zähne wird abgelehnt, da sie ja schon so alt ist und ein Narkoserisiko besteht. Warum wird dann nicht an einen Tierarzt überwiesen, der in der Lage und willens ist, eine möglichst schonende Narkose durchzuführen und stattdessen das Tier zu weiteren Jahren mit höllischen Zahnschmerzen verurteilt? Warum ist ein Risiko ein Argument, komplett untätig zu bleiben?

Apropos Überweisung: Warum kann man nicht zugeben, wenn in einem bestimmten Bereich nur begrenzte Erfahrungen vorhanden sind? Was ist so schlimm daran, an einen anderen Kollegen, eine Tierklinik oder einen Fachtierarzt zu verweisen?

Jemand bringt seine geimpfte Katze für einen Abstrich im Mäulchen auf Caliciviren zum Tierarzt. Tierarzt: Das kann man nur im Blut nachweisen, das wurde schon gemacht. Warum liest man nicht einfach die Hinweise des Labors, dass im Blut keine Differenzierung zwischen Antikörpern durch Infektion oder Impfung möglich ist und daher ein Virusnachweis mittels Abstrichs angeraten wird?  

Wie eingangs erwähnt, ist im Sinne des Tieres Kommunikation das A und O. Und natürlich kämpft nicht immer jeder Besitzer für sein Tier und widerspricht auch mal oder besorgt sich eine zweite Meinung. Verständlicherweise wird der Rat des Tierarztes als fundiert angenommen. Aber für beide Seiten gilt: Das Tier kann Euch nicht sagen, was los ist! Es verlässt sich auf Euch! Bitte geht nicht immer den einfachsten Weg nach Schema F!

Rinder, Schweine, Hühner… helfen, aber wie?

Kalb schaut in die Kamera
Foto: kadres@pixabay

Vom Arbeitskreis „Nutz“tiere /SAMT e.V. Oftmals stellt sich im Tierschutz die Frage, wie man sich engagieren kann, wenn man etwas bewegen möchte. Aus diesem Grunde möchten wir heute die Albert-Schweitzer-Stiftung vorstellen. Sie ist eine deutschlandweit tätige Tierschutz- und Tierrechtsorganisation, die sich für die sogenannten Nutztiere in der Landwirtschaft einsetzt. Sie vertritt die Auffassung, dass die Nahrungsmittelproduktion mit Tieren der Bereich ist, in dem Menschen weltweit am meisten Leid und Tod verursachen.

Die Stiftung versucht, die Haltungsbedingungen dieser Tiere zu verbessern und setzt sich für einen verringerten Konsum von Tierprodukten ein. Das langfristige Ziel der Stiftung ist die Abschaffung der Massentierhaltung und eine möglichst große Verbreitung der veganen Lebensweise. Durch Gespräche u. a. mit Unternehmen aus dem Lebensmitteleinzelhandel versucht die Stiftung höhere Tierschutzstandards zu erzielen, Tierprodukte zu reduzieren oder das vegane Angebot zu stärken. Sie führt aber auch Kampagnen gegen Unternehmen, die nicht dialogbereit sind.

Die Albert-Schweitzer-Stiftung arbeitet mit anderen Tierschutzorganisationen zusammen, um Missstände (z.B. in der Hühnermast) zu beenden. In vielen Städten gibt es regionale Aktionsgruppen. Unter dem Namen Vegan Taste Week bietet die Albert-Schweitzer-Stiftung Tipps und Rezepte für eine pflanzliche Ernährung.


Wer regelmäßig aktuelle Informationen zu Tierschutzthemen erhalten möchte und z.B. Kampagnen unterstützen möchte, die den Tieren helfen, der sollte sich beim kostenlosen Newsletter anmelden. Dieser ist sehr informativ und wir können ihn nur empfehlen.

Ohne Ehrfurcht vor dem Leben hat die Menschheit keine Zukunft
Albert Schweitzer