Salzvergiftung bei Tieren – Die Dosis macht das Gift

Von Eva Volk/SAMT e.V. Erstmal vorweg: Tiere dürfen und müssen Salz in einer ausgewogenen Ernährung erhalten. Es ist unverzichtbar für den Stoffwechsel. Wildlebende Hunde und Katzen haben bei der richtigen Salzversorgung kein Problem, denn sie fressen andere Tiere und in deren Blut ist nun mal Salz.

Salzkörner
Foto: congerdesign@pixabay

Unsere tierischen Mitbewohner werden i.d.R. durch die gängigen Nass- und Trockenfuttersorten ausreichend mit Salz versorgt. Nichtsdestotrotz haben viele Katzen und Hunde ein Faible für besonders salzige „Leckerlis“. So lieben Katzen z.B. Chips, Hunde schnappen sich auch gern mal einen Brühwürfel. Salzlampen werden von manchen Tieren mit Begeisterung abgeschleckt. Auch salzhaltige Badezusätze wurden schon verschlungen.

Natürlich sind ein, zwei Chips nicht direkt lebensbedrohlich, allerdings sollte der Stubentiger nicht mit der ganzen Tüte allein gelassen werden. Irgendwann wird es dann doch des Guten zu viel. Insbesondere wenn parallel nicht genug Wasser zur Verfügung steht.

Der erhöhte Salzspiegel in Blut und Gewebe führt zu Ödemen und erhöhtem Blutdruck. Ebenfalls kann das Gehirn anschwellen. Insbesondere Tiere, die bereits an Herz, Leber oder Nieren erkrankt sind, werden hierdurch zusätzlich belastet. Im schlimmsten Fall kann Nierenversagen die Folge sein.

Katze beim Trinken
Foto: rihaij@pixabay

Woran erkennt man eine mögliche Salzvergiftung? Mögliche Symptome sind u.a. Erbrechen und Durchfall, starker Durst, Zittern und neurologische Ausfälle. Dies kann natürlich auch für ungefähr hundert andere gesundheitliche Probleme sprechen, aber wenn der Verdacht besteht, dass Hund oder Katze zuviel Salz konsumiert haben, sind es zumindest Hinweise.

In jedem Fall sollte das Tier bei den genannten Symptomen umgehend einem Tierarzt vorgestellt und dieser auf den Verdacht der übermäßigen Salzaufnahme hingewiesen werden. Der Tierarzt kann den Natrium- und Chloridspiegel des Blutes bestimmen und falls notwendig mit Infusionen wieder auf Normalwerte bringen. Parallel werden die Elektrolyte und der Blutdruck überwacht und die Dehydrierung behandelt.

Bei rechtzeitiger Behandlung kann die Salzvergiftung, sofern sie erkannt wird, mit etwas Glück ohne Folgen für den tierischen Patienten bleiben.

Sofern man salzige Lebensmittel und Gegenstände zuverlässig vor seinen Haustieren wegschließt ist man immer auf der sicheren Seite.

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