Aktuelles aus der Tierschutzarbeit

Foto: Eva Volk

SAMT proudly presents: Mia – FIP Survivor

Von Eva Volk/SAMT e.V. Im April war ein trauriger Tag für die Besitzerin von Mia, denn es wurde bei der damals knapp vier Jahre alten Katze aufgrund der Symptomatik FIP diagnostiziert. FIP, die feline infektiöse Peritonitis, war in den letzten Jahrzehnten immer und ausschließlich tödlich für jede Katze, es gab keine Heilung. Egal, ob die feuchte, die trockene oder die neurologische Form, FIP kennt keine Gnade.

Mia hatte die neurologische Form erwischt, die schlimmstmögliche Variante, zusätzlich lag auch die beginnende feuchte Form vor. Die Kleine konnte kaum noch stehen, ihre Füße rutschten weg, die Beine zitterten, sie hatte dramatisch abgenommen, die Augen waren u.a. durch Einblutungen massiv verändert. Diverse Blutuntersuchungen sowie eine Punktierung der – wenn auch kleinen – Flüssigkeitsansammlung im Bauch bestätigten schließlich den traurigen Verdacht FIP. Also ein Todesurteil, nur noch eine Frage der Zeit. Sehr, sehr wenig Zeit.

Aber Moment… da war doch was? Da hatten wir doch was gehört?

Vor knapp drei Jahren hatte eine Dame in Deutschland ebenfalls einen Kater mit FIP. Sie wollte sich nicht damit zufriedengeben, dass er sterben soll, setzte Himmel und Hölle in Bewegung und schaffte es, das neue rettende Heilmittel zu organisieren. Und so wurde ihr Kater Max die erste Katze, die jemals in Deutschland geheilt wurde.

Woher kommt dieses Mittel nun? In den USA wurden von einem Hersteller aus dem Bereich der Humanmedizin mögliche antivirale Medikamente gegen Ebola getestet. Eine Variante davon wurde bei weiterführenden Forschungen an der University of California für eine Studie an Katzen genutzt, die an FIP litten. Die Wirksamkeit des Virostatikums wurde durch die Studie belegt. Die Überlebensrate liegt bei rund 85%. Vorher war sie 0,0 %, immer. Mittlerweile bestätigt auch die Kleintierklinik der LMU München die Heilbarkeit von FIP und hat selbst eine Studie mit einem verwandten Mittel gestartet.

Die zuvor erwähnte Besitzerin von Max wollte es so vielen Katzen wie irgendwie machbar ermöglichen zu überleben. Also gründete sie eine Facebook-Gruppe. Solange das vielversprechende und studienbewährte Medikament innerhalb der EU noch keine Zulassung hat, wird dort Aufklärungs- und Informationsarbeit zu FIP und den jeweiligen Behandlungsmethoden geleistet. Internationale Erfahrungswerte und aktuelle Forschungsdaten der Behandlung werden dargestellt und der Austausch mit anderen Katzenbesitzern ermöglicht, die eigenverantwortlich ihre Katzen behandeln und retten. Auf laufende Studien, die ggf. erkrankte Katzen aufnehmen, wird ebenso hingewiesen. Das ersetzt natürlich keine Abstimmung mit dem Tierarzt, soll aber die veterinärmedizinische und biotechnologische Anamnese, Diagnose und Therapie erleichtern, unterstützen und beschleunigen.

Und so stellten wir den Kontakt her.

Mia wurde drei Monate lang durch ihre Besitzerin eigenverantwortlich zu Hause behandelt. Von tierärztlicher Seite wurde eine Verlaufskontrolle durch regelmäßige Blutbilder durchgeführt. An die Behandlung schloss sich eine Beobachtungsphase ohne Medikation von weiteren drei Monaten an.

Soweit die trockenen Fakten.

Jetzt das Wichtigste: MIA IST GEHEILT! MIA HAT FIP BESIEGT! MIA DARF LEBEN!

Es kommt einem Wunder gleich, die kleine Maus hat eines der größten Übel überlebt, das Katzen befallen kann! Wir freuen uns unendlich, dass wir Mia nach Kräften unterstützen konnten bei ihrem Heilungsprozess.

Bitte verbreitet die Botschaft: FIP IST HEILBAR!

Weitere Infos unter www.fipfree.de

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