Futterunverträglichkeit

Von Eva Volk/ SAMT e.V. Kratzt sich die Katze oder der Hund vermehrt, denken die meisten Besitzer zunächst an einen Befall mit Flöhen. Natürlich können auch diese zu einem veränderten Hautbild, Haarausfall und verstärktem Juckreiz führen. In jedem Fall sollte eine Abklärung beim Tierarzt erfolgen. Dort wird überprüft, ob z.B. eine Flohstichallergie oder eine Grasmilbenallergie vorliegt. Andere Hauterkrankungen wie Pilzbefall können ebenfalls abgeklärt werden.

Katze mit Juckreiz

Wurden diese Parasiten und andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen jedoch ausgeschlossen bzw. behandelt und die Symptome ändern sich nicht, sollte man eine Futterunverträglichkeit seines Tieres in Betracht ziehen. Treten weitere Symptome auf wie Verdauungsprobleme, Erbrechen oder Atembeschwerden bis hin zu Asthma, kann das verwendete Futter die Ursache sein.

Auch wenn das Tier seit Jahren dasselbe Futter bekommt, kann eine Allergie jederzeit im Laufe des Lebens auftreten, nicht anders als beim Menschen. An irgendeinem Punkt verträgt das Tier plötzlich bestimmte Inhaltsstoffe des Futters nicht mehr. Häufig werden bestimmte Proteine nicht mehr vertragen, z.B. die von Fisch, Milchprodukten oder Rind. Ebenfalls reagieren manche Tiere sehr stark auf Getreide. Konservierungsstoffe im Futter können vorhandene Allergien verstärken. Es werden dann Antikörper gegen Bestandteile des Futters entwickelt, die zu den oben beschriebenen Symptomen führen.

Um die Unverträglichkeit festzustellen stehen zwar mittlerweile Bluttests zur Verfügung, aber sie sind nur bedingt hilfreich hinsichtlich der zukünftigen Futterzusammensetzung, da sie nur abbilden, auf welche Zutat das Tier wahrscheinlich nicht mit einer Allergie reagieren wird. Was bleibt, ist die Ausschlussdiät. Zunächst bekommt das Tier hypoallergenes Futter, in welchem alle Allergene unschädlich gemacht wurden. Im Anschluss, wenn alle Symptome abgeklungen sind, wird dem Tier über einen Zeitraum von bis zu zwölf Wochen Futter mit nur einer Proteinquelle bzw. ohne Getreide gegeben. Währenddessen ist zu beobachten, ob und in welchem Maße die Symptomatik wiederkehrt. So wird früher oder später der problematische Inhaltsstoff sozusagen umzingelt und kann zukünftig gemieden werden. Im Regelfall ist das allergische Tier einige Zeit nach der Umstellung symptomfrei und zeigt einen deutlich verbesserten Allgemeinzustand.

Katze am Futternapf

Dies ist mit Sicherheit ein mühsamer und langwieriger Weg, aber im Sinne des Wohlbefindens des Tieres unumgänglich. Für Hundehalter dürfte das Ganze einfacher ablaufen als für Katzenhalter, da Katzen beim Futter deutlich zickiger sein können als Hunde. Glücklicherweise werden im Handel mittlerweile etliche Futtersorten angeboten, die auf Unverträglichkeiten abgestimmt sind. In jedem Fall sollte man sich über die Zusammensetzung des Futters genau informieren. Dies ist nicht immer eindeutig möglich mittels der auf der Verpackung angegebenen Daten. Grundsätzlich sollte eine zu allgemein gehaltene Deklaration der Inhaltsstoffe im Sinne des Tieres nachdenklich machen. Im Zweifelsfall sollte eine Internetrecherche erfolgen, bevor ein neues Futter serviert wird. Wie immer im Internet sollte man hier auf unabhängige Quellen zugreifen und Foren sowie Chats meiden.

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