Neues von Molly SAMTpfote, Juli 2017

Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund,

hier ist wieder Deine Molly SAMTpfote. Ich hatte es im letzten Newsletter schon angedeutet, bei uns gibt es große Neuigkeiten. Alles begann vor ein paar Wochen, als eine Rundmail an alle SAMT-Mitglieder rausging: „Bitte helft Malik – dringend Spenden und Pflegestelle gesucht!“ Sein Schicksal hat meine Menschen sehr bewegt und sie mussten nicht lange nachdenken – kurze Zeit später hatten wir einen neuen Mitbewohner.

Aber mal ganz von vorn: Als Malik in die Obhut von SAMT kam, war er stark unterernährt und dehydriert. Aufgrund einer extremen Schiefstellung der Pfote war der arme Kater scheinbar nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen. Außerdem schien das Beinchen sehr zu schmerzen, da er versuchte, es die meiste Zeit nicht zu belasten und nur auf drei Beinen zu laufen. Wenn Malik auftrat, dann auf einem völlig verdrehten Pfötchen; fast 180° nach hinten gedreht und zusätzlich noch seitlich weggeklappt, so dass es einem beim Zuschauen schon fast selber wehtat. Außerdem hatte er eine offene Wunde, die stark nässte.

Malik wurde erstmal tierärztlich notversorgt und bei SAMT aufgenommen. Dann kam besagter Hilferuf per E-Mail und es stand außer Frage, dass wir den armen Kerl aufnehmen und pflegen. Am Anfang wurde er in unserem Gästezimmer untergebracht und wir anderen Miezen bekamen ihn gar nicht zu Gesicht. Aber gerochen habe ich ihn schon. Später konnte ich mal einen kurzen Blick durch den Türspalt erhaschen. Dabei kam mir die zündende Idee, dass ich doch von außen mal durch’s Fenster reinschauen könnte. Hab ich direkt gemacht – und da saß er. Ui, ist der groß, dachte ich mir, aber meine grenzenlose Neugier besiegte die Angst. Und so konnten Malik und ich zum ersten Mal einen längeren Blick aufeinander werfen.

Abb: Molly und Malik treffen erstmals aufeinander
Hey, was machst denn du in meinem Zimmer?

Bei seinem zweiten Tierarzttermin wurde das Bein geröntgt und es stellte sich heraus, dass es nicht, wie anfänglich vermutet, gebrochen ist, sondern dass es sich um eine schwere Knochenentzündung handelt. Diese wurde einige Wochen mit einem Antibiotikum behandelt, und die Behandlung schlug auch gut an. Die Entzündung hielt sich zwar hartnäckig, ging aber stetig zurück. Inzwischen ist sie ausgeheilt und auch schon neues Fell über die offene Stelle gewachsen.

Bei einem weiteren Tierarztbesuch wurde nun das Beinchen gerichtet. Seitdem trägt der arme Tropf eine Schiene, die aussieht wie ein Gipsbein. Weil sich unser Held bereits nach wenigen Tagen durch seinen ersten Verband geknabbert hatte, muss er nun auch noch einen lästigen Halskragen tragen. Gefällt ihm gar nicht. Zweimal hat er ihn schon runter bekommen. Aber es nützte nix, unsere Menschen haben ihn gleich wieder über sein Köpfchen gezogen.

Abb: Malik mit Gips und Halskrause
Was guckst´n so? Noch nie einen Superkater gesehen?

Der ursprüngliche Zustand wird wahrscheinlich nicht mehr hergestellt werden können, aber zumindest soll Malik seine Pfote wieder gewohnt einsetzen und damit den restlichen Körper entlasten. Verteilt am ganzen Körper hatte der arme Schatz übrigens noch weitere Wunden, die aber alle gut verheilt sind. Es ist nur eine Vermutung, vielleicht wurde er von einem anderen Tier angefallen, heftig gebissen und so auf diese Weise am ganzen Körper verletzt.

Uns wundert, dass Malik nirgends schrecklich vermisst wird, denn er ist ein wahnsinnig lieber, verschmuster, bildschöner Kerl, stubenrein, frisst gut usw. Alles was man sich wünschen könnte als Tierhalter. Bereits nach einem Tag Eingewöhnung war er vollkommen zutraulich, sagten meine Menschen. Aber er ist sehr, sehr schreckhaft. Es wird besser, aber ist immer noch ein Problem. Besonders schnelle Bewegungen machen ihm Angst. Wer weiß, was der Süße erlebt hat. Bis diese seelische Wunde verheilt ist, wird es noch längere Zeit brauchen.

Nach ein paar Tagen allein in seinem Zimmer, bekam Malik ab und an den ersten Damenbesuch von uns drei Katzen. Da das Zusammentreffen recht friedlich verlief (es waren zu meiner Freude auch jede Menge Leckerchen als Bestechung im Spiel), darf er inzwischen sein Krankenzimmer verlassen und erkundet unser Haus sowie den geschützten Auslauf.

Abb: Malik und Molly spielen im Garten

Es geht bergauf mit ihm. Mit seiner neuen Umgebung fremdelt er kein Stück, und auch mit uns Mädchen klappt es bis jetzt. Wenn wir uns alle auf Dauer gut vertragen, braucht er nicht noch einmal umziehen und kann gern für immer bleiben, haben meine Menschen gesagt. Wäre toll für mich, wieder einen neuen Spielkameraden zu haben. Bei uns heißt er übrigens inzwischen Kasimir.

Wie es bei uns weitergeht, erzähle ich beim nächsten Mal.

Bis dahin,

Deine Molly SAMTpfote

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